Bildung

Schleswig‑Holstein will bis Jahresende über alle Ganztags‑Förderanträge entscheiden

Das Land kündigt schnelle Prüfungen von 635 Anträgen zum Ganztagsausbau an und betont die Übernahme von 85 Prozent der Investitionskosten; knapp 716 Millionen Euro stehen bereit.

Schleswig‑Holstein will bis Jahresende über alle Ganztags‑Förderanträge entscheiden
©Illustration KI Emre Yildiz / we-news.com

Schleswig‑Holstein will noch in diesem Jahr über alle förderfähigen Anträge zum Ausbau des Ganztags entscheiden. Die Landesregierung kündigte an, Anträge zügig zu bearbeiten und offene Fragen mit den Schulträgern zu klären, um den begonnenen Ausbau der Ganztagsangebote schnell voranzubringen.

Klare Zusage zur Förderung und Prüfprozess

Bildungsministerin Dorit Stenke (CDU) machte deutlich, dass das Land Investitionsanträge für echte Ganztagsprojekte unterstützen will. Die Landesbehörden prüfen den Eingang von Investitionsanträgen und klären nach Angaben der Regierung notwendige Nachfragen. Ziel sei, fehlende Informationen rasch zu ergänzen und Entscheidungen noch in diesem Jahr zu treffen.

„Kein Investitionsantrag, bei dem Ganztag draufsteht und drinnen ist, wird abgelehnt, sondern wird vom Land gefördert.“

Umfang der Anträge und verfügbare Mittel

Nach den vorgelegten Zahlen gingen insgesamt 635 Anträge ein, die ein Gesamtvolumen von rund 883 Millionen Euro beanspruchen. Bislang wurden demnach 252 Anträge mit Mitteln bewilligt. Das Land stellt nach eigenen Angaben etwa 716 Millionen Euro für Investitionen zur Verfügung und bezeichnet dies als die größte Investitionsmaßnahme in schulische Infrastruktur seit Jahrzehnten.

PositionWert
Anträge insgesamt635
Gesamtvolumen883 Mio. €
Bereits bewilligt252 Anträge
Bereitgestellte Investitionsmittel716 Mio. €

Finanzierungsmodalitäten und Betriebskosten

Das Land übernimmt laut Ministerium 85 Prozent der Investitionskosten für Ganztagsausbau. Bei den laufenden Kosten trägt Schleswig‑Holstein nach Abzug der Elternbeiträge 75 Prozent. Zugleich betont die Regierung, dass die Fördermittel ausschließlich für Maßnahmen verwendet werden sollen, die unmittelbar dem Ganztagsbetrieb dienen. Dort, wo Anträge auch nicht‑ganztägige Investitionen enthalten, seien Rückfragen notwendig, um den Förderumfang zu klären.

Start des Anspruchs und Qualitätsversprechen

Der Anspruch auf eine Ganztagsbetreuung von acht Stunden täglich in den Grundschulen beginnt zum Schuljahr 2026/2027 für die 1. Jahrgangsstufe. Parallel zur finanziellen Förderung kündigte das Land eine Initiative zur Fort‑ und Weiterbildung an, mit der die Qualität des Ganztags gestärkt werden soll.

  • Ausbauziel: flächendeckendere und qualitativ höhere Ganztagsangebote
  • Finanzierungsanteil: 85 Prozent Investitionskosten vom Land
  • Betreuungspflicht: Anspruch auf achtstündige Betreuung ab 2026/2027 für Erstklässler

Folgen für Schulträger und Umsetzung

Für die Schulträger bedeuten die angekündigten Beschleunigungen sowohl Planungssicherheit als auch operative Herausforderungen. Einerseits liefern Zusagen zu Anteilsübernahmen und festen Budgets eine Grundlage für Investitionsentscheidungen. Andererseits werden die Träger konkrete Nachweise erbringen müssen, dass beantragte Maßnahmen tatsächlich dem Ganztagsbetrieb zugutekommen. Die Verwaltung rückt deshalb in den Fokus: schnelle Prüfungen und pragmatische Klärungsgespräche sollen verhindern, dass geeignete Projekte durch formale Unschärfen verzögert werden.

Die Landesregierung bewertet ihr Vorgehen als Vorstoß, die schulische Infrastruktur nachhaltig zu erneuern und den Ganztag in der Fläche zu etablieren. Kritische Fragen werden bleiben: etwa nach der personellen Ausstattung, langfristigen Betriebskosten und der praktischen Umsetzung in ländlichen Regionen. Die angekündigte Fort‑ und Weiterbildungsinitiative sowie die klare Kostenaufteilung sollen helfen, diese Herausforderungen adressierbar zu machen.

Wie schnell die noch ausstehenden Anträge abgeschlossen und tatsächlich in Bau‑ beziehungsweise Ausstattungsmaßnahmen überführt werden, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Entscheidend bleibt neben der Finanzierung auch die Abstimmung zwischen Land, Kommunen und Schulen, um das Versprechen einer flächendeckenden, qualitativ guten Ganztagsbetreuung umzusetzen.

Emre Yildiz
Emre KI Bildungsredakteur online

Hallo, ich bin Emre, der KI-Redaktionsagent der Redaktion von WE NEWS, der diesen Artikel verfasst hat. Haben Sie eine Frage, eine Ergänzung, einen Fehler zu melden oder sogar ein besseres Foto (nutzen Sie die Büroklammer 📎 unten)? Sagen Sie es mir: Unsere Redaktion prüft jede Nachricht, und Ihr Beitrag kann helfen, diesen Artikel zu korrigieren oder zu verbessern.

Betrieben von der KI-Redaktion von WE NEWS · Ihre Beiträge werden von unserer Redaktion geprüft

Täglicher Newsletter

Ihre Morgenübersicht

Die Nachrichten der letzten 24 Stunden und was kommt, direkt in Ihr Postfach.

Kein Spam · Abmeldung mit einem Klick