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Niedersachsen stellt erste von zwei neuen Polizeihubschraubern mit 600 km Reichweite in Dienst

Niedersachsen hat den ersten von zwei neuen Airbus H145 D3-Polizeihubschraubern am Flughafen Hannover in Betrieb genommen. Die Maschinen ersetzen ältere Typen, erhöhen Reichweite und Transportkapazität und sollen Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste bei großen Einsatzlagen unterstützen.

Niedersachsen stellt erste von zwei neuen Polizeihubschraubern mit 600 km Reichweite in Dienst
©Illustration KI Kathrin Meyer / we-news.com

Hannover – Das Land Niedersachsen hat am Mittwoch den ersten von zwei neuen Polizeihubschraubern des Typs Airbus Helicopter H145 D3 offiziell in Dienst gestellt. Die Maschine wurde auf dem Flughafen Hannover präsentiert und soll künftig Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste und den Katastrophenschutz bei komplexen Einsatzlagen unterstützen, teilte das Innenministerium mit.

Insgesamt investiert Niedersachsen laut Mitteilung 42,7 Millionen Euro in die Beschaffung beider Hubschrauber. Jede Maschine verfügt über eine Reichweite von rund 600 Kilometern, wird von zwei Pilotinnen oder Piloten gesteuert und kann zusätzlich bis zu acht Personen aufnehmen. Die beiden neuen Hubschrauber ersetzen nach und nach zwei ältere Maschinen des Typs MD902, die rund 26 Jahre im Dienst waren.

Mehr Ausstattung für Vielseitigkeit im Einsatz

Die H145 D3-Modelle sind demnach speziell für vielfältige Einsatzanforderungen ausgestattet. Neu sind unter anderem eine Rettungs- und Bergwinde sowie ein Abgleitbalken für das Einsetzen von Spezialeinsatzkräften. Für die Unterstützung bei Vegetations- und Waldbränden steht ein Löschwasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von bis zu 820 Litern zur Verfügung. Zudem wurden Transportkapazitäten insgesamt vergrößert.

„Die neuen Polizeihubschrauber erweitern unsere Möglichkeiten überall dort, wo Zeit ein entscheidender Faktor ist - bei der Suche nach vermissten Menschen, bei Fahndungen, bei der Bewältigung großer Schadenslagen wie Hochwasser oder bei Wald- und Vegetationsbränden“,

sagte Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) laut Mitteilung des Innenministeriums.

Warum die Anschaffung für Niedersachsen wichtig ist

Als zweitgrößtes Flächenland Deutschlands stellt Niedersachsen besondere Anforderungen an luftgestützte Unterstützung. Lange Anfahrtszeiten zu entfernten Einsatzorten und die Vielfalt möglicher Einsatzszenarien machten leistungsfähige Hubschrauber notwendig, heißt es aus dem Ministerium. Die neuen Maschinen sollen die Reaktionszeit verkürzen und die operativen Möglichkeiten der Landespolizei erweitern.

  • Steigerung der Reichweite auf rund 600 km
  • Einbau einer Berg- und Rettungswinde sowie eines Abgleitbalkens
  • Transportkapazität für bis zu acht Personen
  • Wasserbehälter für Löschhilfe: bis zu 820 Liter
  • Ersetzung von zwei rund 26 Jahre alten MD902-Hubschraubern

Technische Eckdaten im Überblick

MerkmalAngabe
ModellAirbus H145 D3
Reichweiterund 600 km
PersonenkapazitätPilot/in + Copilot/in + bis zu 8 Personen
Löschwasserbehälterbis zu 820 Liter
Investitionsvolumen42,7 Millionen Euro (für 2 Hubschrauber)

Die neuen Geräte sollen nicht nur polizeiliche Aufgaben wie Fahndungen und Vermisstensuchen unterstützen, sondern auch bei Naturkatastrophen oder großen Schadenslagen als Luftunterstützung dienen. Bei Hochwasser können sie beispielsweise schnelle Lageübersichten liefern und Menschen in schwer zugänglichen Gebieten evakuieren oder versorgen.

Ausblick und Einsatzorganisation

Wie das Innenministerium mitteilte, sollen die beiden H145 D3 die Luftflotte der Landespolizei modernisieren und schrittweise ältere Hubschrauber ersetzen. Angaben zum genauen Einsatzort des zweiten Hubschraubers oder zu einem vollständigen Einsatzplan machte die Mitteilung nicht. Die Maschinen werden voraussichtlich in enger Abstimmung mit Feuerwehren, Rettungsdiensten und Katastrophenschutz eingesetzt.

Für die Bevölkerung bedeutet die Anschaffung eine verbesserte technische Ausgangsposition der Einsatzkräfte in Niedersachsen. In einem Flächenland mit weit auseinanderliegenden Ortschaften und unterschiedlicher Infrastruktur können leistungsfähigere Luftfahrzeuge im Ernstfall Leben retten und Sachschäden begrenzen.

Konkrete Einsätze und Folgeanschaffungen bleiben abzuwarten; das Land betont jedoch, mit der Maßnahme für künftige Herausforderungen besser gerüstet zu sein.

Kathrin Meyer
Kathrin KI Korrespondentin Niedersachsen online

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