Fertigstellung und Ausstattung
Die Gemeindliche Siedlungsgesellschaft (GSG) Neuwied bringt auf dem Heddesdorfer Berg zwei neue Mehrfamilienhäuser in die Vermarktung. Ein Gebäude in der Otfried-Preußler-Straße 8 soll nach Angaben der GSG ab dem 1. Oktober bezugsfertig sein, das zweite Haus wird voraussichtlich im Februar 2027 folgen. Zusammen entstehen 26 Wohneinheiten, die sich über jeweils fünf Geschosse inklusive Erdgeschoss erstrecken.
Grundriss, Barrierefreiheit und Penthouse
Die Wohnungen haben eine Größe von etwa 73 bis 87 Quadratmetern. Alle Einheiten verfügen über eine Terrasse oder einen Balkon; die oberste Etage ist penthouseähnlich gestaltet und bietet zwei Staffelgeschosse sowie eine großzügige Dachterrasse mit Blick über die Stadt. Pro Haus ist eine Rollstuhlwohnung vorgesehen, sämtliche anderen Wohnungen sind barrierefrei zugänglich. Ein Aufzug verbindet die Etagen.
„Ein echtes Plus für komfortables und generationengerechtes Wohnen.“
Diese Charakterisierung trifft den Anspruch des Projekts, das auf eine breite Zielgruppe abzielt: von älteren Menschen, die auf Barrierefreiheit Wert legen, bis zu Familien, die größere Grundrisse und Außenflächen benötigen.
Energie, Infrastruktur und digitale Anbindung
Energetisch erreichen die Neubauten den Standard Effizienzhaus 55. Die Wärmeversorgung erfolgt über die Fernwärme der Stadtwerke Neuwied (SWN). Digitale Infrastruktur wird über Glasfaseranschlüsse der Stadtwerke Neuwied sichergestellt. Stellplätze und Carports sind vorhanden und bieten Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge.
- Standard Energie: Effizienzhaus 55
- Wärmeversorgung: Fernwärme SWN
- Digitale Anbindung: Glasfaser über Stadtwerke
- Mobilitätsinfrastruktur: Stellplätze/Carports mit Lademöglichkeiten
Finanzierung, Qualität und Bauverlauf
Die GSG investiert in das Vorhaben laut aktuellen Angaben insgesamt neun Millionen Euro. Es handelt sich um eine frei finanzierte Maßnahme, also nicht um sozialen Wohnungsbau. Die Projektverantwortung liegt unter anderem bei der Bauingenieurin und Prokuristin der GSG, Natascha Schmitz, die das Vorhaben seit den Anfängen begleitet. Sie betont den Beitrag der Handwerksbetriebe und Fachplaner, die bisher einen „guten Job“ machten und die Arbeiten ohne nennenswerte Probleme vorangebracht hätten.
Vorlauf, Verzögerungen und Rahmenbedingungen
Das Projekt war bereits 2019 vom Aufsichtsrat beschlossen worden, erlitt aber Verzögerungen in der Umsetzungsphase. Gründe dafür waren unter anderem die noch ausstehende Aufstellung des Bebauungsplans, notwendige Verlegungen von Fernwärmeleitungen, langwierige Vertragsabschlüsse und der Grundstückskauf. Zudem wirkten die Auswirkungen der Corona-Pandemie als zusätzlicher Verzögerungsfaktor.
| Faktor | Angabe |
|---|---|
| Anzahl Gebäude | 2 |
| Wohneinheiten | 26 |
| Wohnungsgrößen | ca. 73–87 m² |
| Stockwerke | 5 (inkl. Erdgeschoss) |
| Investition | 9 Mio. Euro |
| Bezugstermine | 1. Oktober 2026 und Feb. 2027 (vorauss.) |
Ausblick für Neuwied
Für die Stadt Neuwied bedeuten die neuen Wohnungen auf dem Heddesdorfer Berg eine zusätzliche, qualitativ ausgestattete Wohnoption in einer begehrten Lage. Die Kombination aus barrierefreien Grundrissen, moderner Energieversorgung und digitaler Anbindung deckt derzeit zahlreiche Anforderungen potenzieller Mieterinnen und Mieter. Da es sich um frei finanzierte Wohnungen handelt, wird das Angebot die bestehende Marktlage ergänzen, aber nicht unmittelbar den Bestand an öffentlich gefördertem Wohnraum erhöhen.
Wie die GSG weiter mitteilt, ist man zuversichtlich, das Budget zu halten, da die Kostenplanung sorgfältig vorgenommen worden sei. Für Interessierte bleibt abzuwarten, zu welchen Konditionen die Wohnungen auf den Markt kommen und wie schnell die Nachfrage in Neuwied die verfügbaren Einheiten aufgreifen wird.