Stadtempfang im Rathaus: Anerkennung für langjährige Erfolge
Die Stadt Neuwied hat am Wochenende dem 82‑jährigen Leichtathleten Friedhelm Adorf aus Heupelzen eine offizielle Würdigung zuteilwerden lassen. Im Rathaus trug sich der Sportler, begleitet von seinem langjährigen Trainer Dieter Lösch, auf eigenen Wunsch in das „Goldene Buch“ der Stadt Neuwied ein. Die Veranstaltung fand in Anwesenheit von Oberbürgermeister Jan Einig statt.
Außergewöhnliche Bilanz auf nationaler und internationaler Ebene
Adorf blickt auf eine beeindruckende Laufbahn in der Seniorenleichtathletik zurück. Seit seinem ersten nationalen Erfolg 2011, als er bei den Deutschen Meisterschaften in Erfurt eine Silbermedaille über 200 Meter in 28,68 Sekunden gewann, hat er seine Sammlung stetig erweitert. Bis 2026 kamen nach den vorliegenden Angaben weitere 140 Medaillen hinzu. Die Zusammensetzung der Medaillen lautet:
| Gold | Silber | Bronze |
|---|---|---|
| 76 | 41 | 24 |
Weitere Erfolge auf Ebene der Titel: Adorf wurde nach Angaben der Veranstalter 34‑mal Deutscher Meister, 29‑mal Europameister und 13‑mal Weltmeister. In der Weltrangliste 2025 belegte er über 400 Meter den ersten Platz in seiner Altersklasse (M80) und blieb zugleich schnellster M80‑Sprinter in Europa über 60, 100, 200 und 400 Meter. Hinzu kommen zwei Europarekorde sowie ein Weltrekord mit der 4x200‑Meter‑Staffel bei den Hallen‑Europameisterschaften in Toruń (Polen).
Vereinszugehörigkeiten und persönliches Umfeld
Adorf ist seit vier Jahrzehnten Mitglied der ASG Altenkirchen und hält seit einigen Jahren einen Startpass für die LG Rhein‑Wied. Bei der Eintragung ins Goldene Buch wurde neben dem Trainer auch die Rolle der Angehörigen betont: In seiner Laudatio hob Oberbürgermeister Jan Einig die Bedeutung der Unterstützer hervor und dankte insbesondere den Ehefrauen der beiden beteiligten Männer.
„Auf dem Siegerpodest steht am Ende einer. Aber hinter einem solchen Erfolg stehen immer weitere Menschen und Trainer gehören wesentlich dazu.“
Stadtrechtliche Würdigung und lokale Resonanz
Die Eintragung in das Goldene Buch ist eine formal gebührende Ehrung, mit der die Stadt herausragende Leistungen und Verdienste ehrenamtlich oder sportlich verbundener Bürgerinnen und Bürger würdigt. Für Neuwied ist die Ehrung von Adorf nicht nur eine Anerkennung individueller sportlicher Exzellenz, sondern auch ein Signal an die regionale Vereinslandschaft und den Senioren‑Sport: Sie macht die Sichtbarkeit der Leistung älterer Athletinnen und Athleten deutlich und würdigt zugleich das ehrenamtliche Engagement in den Vereinen.
Konkrete Impulse für den lokalen Sport
Die öffentliche Würdigung im Rathaus kann Impulse setzen, etwa für:
- die Förderung des Senioren‑ und Breitensports in der Stadt und den umliegenden Gemeinden,
- die Zusammenarbeit zwischen lokalen Vereinen wie der ASG Altenkirchen und der LG Rhein‑Wied,
- die Anerkennung der Rolle von Trainern und Unterstützern im sportlichen Erfolg.
Die Eintragung Adorfs ins Goldene Buch dokumentiert die Verbindung zwischen regionaler Tradition und internationaler Sportleistung und unterstreicht den Stellenwert des Sports als kommunales Aushängeschild.