Freiwillige sichern regelmäßige Verbindungen in alle Stadtteile
Neuwied. Ein ehrenamtlich organisiertes Fahrangebot hat in Neuwied eine erste Zwischenbilanz vorgelegt: Seit dem Start des Dienstes wurden rund 2.100 Fahrten für etwa 600 Menschen im Stadtgebiet durchgeführt. Der Bürgerbus, der an zwei Tagen pro Woche unterwegs ist, bringt Einwohnerinnen und Einwohner zu Arztterminen, Behörden, Einkäufen oder privaten Treffen und trägt damit zur sozialen Teilhabe bei.
Beim Dankesnachmittag im GSG-Mehrgenerationenhaus würdigte die Stadtverwaltung den Einsatz des Teams, das sowohl den Fahr- als auch den Telefondienst ehrenamtlich organisiert. Die städtische Ehrenamtsbeauftragte, Benita Roos, sowie die Vorsitzende des Seniorenbeirates und Teamleiterin, Brigitte Neumann, zogen gemeinsam die Bilanz der vergangenen Monate. Zurzeit engagieren sich rund 35 Personen im Fahr- und Telefondienst; zusätzlich übernehmen Frank Mücke und Manfred Henneberger leitende Aufgaben innerhalb des Angebots.
Koordination, Partner und Alltagstauglichkeit
Die Organisation des Bürgerbusses beruht auf zwei Säulen: Freiwillige stellen die Fahrdienste bereit, während weitere Ehrenamtliche die Fahrten telefonisch koordinieren. Das Angebot ist ausdrücklich auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Nutzergruppen ausgerichtet und wird von der Stadt Neuwied als Beitrag zur Mobilität im Alltag bewertet. Die Unterstützung durch lokale Partner wurde bei der Veranstaltung ebenfalls hervorgehoben: Träger wie die Stadtwerke Neuwied (SWN) und die Gemeindliche Siedlungs-Gesellschaft (GSG) tragen zum Fortbestand des Projekts bei.
Konkrete Zahlen auf einen Blick
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Fahrten seit Start | ca. 2.100 |
| Personen erreicht | ca. 600 |
| Aktive Ehrenamtliche | rund 35 |
| Einsatztage | 2 pro Woche |
Die Kommunalverwaltung betonte, dass die Verlässlichkeit des Angebots vor allem dem Engagement derjenigen zu verdanken sei, die sich ans Steuer setzen, sowie jenen, die die Vermittlung am Telefon übernehmen. Jeder einzelne Dienst trage dazu bei, Mobilität und Teilhabe in der Stadt zu sichern.
Appell: Verstärkung für Fahr- und Telefondienst gesucht
Um die Belastung auf mehr Schultern zu verteilen und das Angebot flexibler zu gestalten, sucht das Bürgerbus-Team nun zusätzliche Ehrenamtliche. Gesucht werden sowohl weitere Fahrerinnen und Fahrer als auch Personen, die den Telefondienst übernehmen. Ziel ist es, die bereits bestehende Gruppe zu entlasten und die Erreichbarkeit sowie die Kapazitäten für künftige Fahrten zu erhöhen.
- Wer Interesse hat, kann sich an die städtische Ehrenamtsbeauftragte wenden.
- Das Projekt ist Teil der Aktivitäten des Seniorenbeirats und wird durch SWN und GSG unterstützt.
- Der Bürgerbus fährt zweimal pro Woche und richtet sich an Bewohner aller Stadtteile.
Für viele Bürgerinnen und Bürger hat das Angebot einen hohen praktischen Wert: Es verbindet Mobilität mit einem sozialen Mehrwert und leistet einen Beitrag, dass Menschen trotz eingeschränkter individueller Verkehrsmittel Termine wahrnehmen oder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. In der kommenden Zeit wird sich zeigen, ob das Angebot durch zusätzliche Ehrenamtliche ausgeweitet werden kann und wie sich die Nachfrage weiterentwickelt.
Die Stadtverwaltung und die Projektverantwortlichen betonten beim Dankesnachmittag die Bedeutung ehrenamtlichen Engagements für die kommunale Daseinsvorsorge und riefen zur Unterstützung auf, um das Angebot für Neuwied dauerhaft und verlässlich zu sichern.