Neuer Radweg verbindet Alverskirchen direkt mit Münster-Wolbeck
Die neue Veloroute zwischen Alverskirchen und Münster-Wolbeck ist offiziell eröffnet. Die Strecke bietet auf drei Kilometern eine kontinuierliche Fahrbahn mit einer Breite von jeweils drei Metern und soll vor allem Berufspendlern eine sichere, komfortable Alternative zum Auto liefern. Bei der feierlichen Eröffnung betonten Vertreter aus Kreis und Kommune die Bedeutung der Maßnahme für die Alltagsmobilität im Münsterland.
Beteiligte und politische Aussagen
Landrat Dr. Olaf Gericke und Bürgermeister Sebastian Seidel hoben die Entlastung der Pendlerstrecken durch den Ausbau des Radnetzes hervor. Verkehrsdezernent Michael Ottmann lobte das Engagement von David Schubert, das die Umsetzung maßgeblich vorangebracht habe. Neben den politischen Akteuren waren weitere Verantwortliche aus dem Straßenbau beim Termin: André Hackelbusch (Amtsleiter Straßenbau und Umweltschutz) sowie Florian Eßlage (stv. Vorsitzender Bezirksausschuss Alverskirchen).
„Breite Radwege schaffen echte Alternativen zum Autoverkehr und erhöhen die Sicherheit für alle, die täglich mit dem Fahrrad unterwegs sind.“
Bauweise, Brücke und Umweltaspekte
Die Trasse wurde an mehreren Stellen technisch angepasst. Wegen starker Wurzelschäden an der ursprünglichen Strecke war eine Verbreiterung auf drei Meter notwendig. An einer Stelle wurde statt einer Reparatur eine neue Fuß- und Radwegbrücke errichtet; die Brücke ist 12 Meter lang. Beim Bau wurde auf die Wiederverwendung vorhandenen Materials geachtet: Ein bestehender Straßenseitengraben wurde verrohrt und mit Schottermaterial übersandet, eine Vorgehensweise, die laut Projektverantwortlichen CO₂ und Kosten spart.
Kosten und Förderung
Für die Veloroute insgesamt fielen Baukosten von rund 1,9 Millionen Euro an, von denen 90 Prozent gefördert wurden. Die neue Brücke kostete 350.000 Euro; aus dem Förderprogramm „Stadt und Land“ trug der größte Teil der Finanzierung bei, sodass der Kreis Warendorf nur 35.000 Euro für die Brücke aufbringen musste.
| Position | Betrag |
|---|---|
| Gesamtkosten Veloroute | 1,9 Mio. € |
| Kosten Brücke (12 m) | 350.000 € |
| Eigenanteil Kreis Warendorf für Brücke | 35.000 € |
Auswirkungen für Münster und Pendler
Die neue Verbindung soll Pendlerinnen und Pendlern aus dem Kreis Warendorf eine direkte, sichere Route nach Münster bieten und damit den motorisierten Individualverkehr entlasten. Vertreter von Kreis und Stadt sehen die Veloroute als Teil einer größeren Strategie, den Radverkehr im Münsterland attraktiver zu machen. Insgesamt sind im Münsterland 14 ähnliche Projekte geplant, die das regionale Radwegenetz weiter verdichten sollen.
- Breitere Fahrbahn (3 m) erhöht Sicherheit beim Überholen und Begegnungsverkehr.
- Neue Brücke (12 m) beseitigt eine Engstelle und erhöht die Barrierefreiheit.
- Hoher Förderanteil (90 %) begrenzt die kommunalen Kosten.
- Wiederverwendung von Material reduziert CO₂-Ausstoß und Kosten.
Für Münster bedeuten solche Maßnahmen eine schrittweise Modernisierung der Infrastruktur, die Alltagswege nachhaltig verändern und die Stadt für Radpendler attraktiver machen kann. Künftige Planungen im Münsterland werden zeigen, wie schnell die weiteren 13 Projekte realisiert werden und welchen Effekt das auf Pendelströme und die Nutzung des ÖPNV haben wird.