In Bremen beginnt am 15. August das Musikfest Bremen mit der sogenannten „Großen Nachtmusik“ rund um den Bremer Marktplatz. Die Eröffnung bringt 18 kurze Konzerte an neun Spielorten zusammen und macht die historische Innenstadt von Glocke bis Rathaus zur Bühne. Das Festival dauert bis zum 4. September und bietet in dieser Zeit zahlreiche Spitzenkonzerte in der Hansestadt sowie im weiteren Nordwesten.
Eröffnung als stadtweiter Klangspaziergang
Die von den Veranstaltern gewählte Eröffnungsform ist bewusst offen und publikumsnah: Die 18 Konzerte an verschiedenen Orten der Altstadt sind auf drei Zeitschienen verteilt, dauern jeweils etwa eine Stunde und lassen sich nach Angaben des Festivals frei kombinieren. Die gesamte Altstadt wird festlich beleuchtet, was dem Abend eine besondere Atmosphäre verleiht und zu einem Spaziergang übers Granitpflaster einlädt.
Spielstätten sind klassische Bremer Orte wie die Glocke, das Rathaus, der Innenhof des Landgerichts und das Forum am Domshof. Neben klassischen Ensembles sollen auch Jazzformate und kubanische Rhythmen das Programm bereichern, sodass unterschiedliche Musikinteressen angesprochen werden.
Künstlerische Höhepunkte der Eröffnung
Zu den auf dem Festival genannten Künstlern und Formationen gehören international bekannte Namen. Der britische Dirigent Sir John Eliot Gardiner wird als einer der Stars des Festivals hervorgehoben. Darüber hinaus treten unter anderem auf:
- Das Trio des französischen Posaunisten Robinson Khoury gemeinsam mit Anissa Nehari (Schlagzeug) und Léo Jassef, das sein neues Album „MŸA“ präsentiert.
- Der kubanische Pianist und Komponist Roberto Fonseca, der im Innenhof des Landgerichts ein Programm mit Tanz- und Salonrhythmen der 1930er-Jahre spielt.
Die Programme verbinden demnach klassische Kammermusik mit jazzigen und lateinamerikanischen Elementen. Für den Eröffnungsabend wurde ein einheitlicher Ticketpreis von 33 Euro genannt; einzelne Veranstaltungen sind demnach separat buchbar.
Format und Publikum
Das Musikfest setzt auf kurze, kombinierbare Konzertformate: Statt einzelner langer Abende versteht sich die Ouvertüre als „Menü“ mit mehreren Gängen, die das Publikum nach eigenem Interesse zusammenstellen kann. Diese Vielfalt und die Wahl historisch bedeutender Spielorte zielen darauf ab, ein breites Publikum anzusprechen — vom klassischen Konzertgänger bis zur lockeren Abendspaziergängerin.
Ausblick und Bedeutung für Bremen
Das Festival ist für Bremen von kultureller Bedeutung: Es aktiviert städtische Räume, stärkt die Innenstadt als Veranstaltungsort und bringt internationale Ensembles in die Hansestadt. Gleichwohl bleibt abzuwarten, wie die Besucherströme sich auf die Spielstätten verteilen und inwieweit die Mischung aus offener Stadterfahrung und konzertantem Anspruch zusammenpasst.
| Datum | Veranstaltung | Ort |
|---|---|---|
| 15. August | Eröffnungsabend „Große Nachtmusik“ (18 Konzerte) | Bremer Altstadt: Glocke, Rathaus, Landgericht, Forum am Domshof u. a. |
| 15. August–4. September | Festivalprogramm: Dutzende Spitzenkonzerte | Bremen und Nordwesten |
Praktische Hinweise
- Eröffnungsabend: Einheitspreis 33 Euro pro Einzelveranstaltung.
- Konzerte sind einzeln buchbar und in der Regel etwa eine Stunde lang.
- Spielstätten liegen größtenteils in der Fußgängerzone der Altstadt; Fußwege zwischen den Orten sind einzuplanen.
Das Musikfest Bremen verspricht damit eine vielgestaltige Mischung aus Kammermusik, Jazz und Weltmusik an ungewöhnlichen Orten. Für Besucherinnen und Besucher entsteht so die Möglichkeit, an einem Abend mehrere musikalische Eindrücke aus unterschiedlichen Genres und historischen Kulissen zu sammeln.