Neuer Look, neue Standorte: Mags startet Versuch im Volksgarten
Die städtische Tochter Mags hat im Volksgarten von Mönchengladbach ein Pilotprojekt mit neu gestalteten Abfallbehältern gestartet. Anlass sind wiederholte Fälle von Vandalismus in der Grünanlage – im Januar waren dort laut Mitteilung zehn Abfallbehälter angezündet worden. Die Testbehälter unterscheiden sich optisch und funktional deutlich von den bisher verwendeten Modellen.
Design soll Wahrnehmung und Nutzung verändern
Die neuen Metallbehälter sind in auffälligen Farben wie Wasserblau und Neongelb gehalten; weitere Eimer auf dem Spielplatzbereich zeigen außerdem bunte Varianten in Gelb, Rot und Grün. Auf diesen Behältern befinden sich grafische Motive – kleine „Monster“ –, die in Sprechblasen mit frechen Sprüchen auf das Wegwerfen von Abfall hinweisen. Laut Mags ist die Idee, dass auffällige und freundlich gestaltete Behälter eher wahrgenommen und dadurch öfter genutzt werden.
„Wir testen, ob eine freundlichere und sichtbarere Gestaltung im Alltag tatsächlich etwas verändert“, sagt Jan Biehl, Bereichsleitung Grün, Baum, Forst bei Mags.
Standortwechsel und zusätzliche Funktionen
Nicht nur das Design wurde verändert: Die Mags hat auch die Standorte der Behälter angepasst. Bisher standen Mülleimer häufig direkt an Sitzbänken. Das erleichterte zwar das Entsorgen, führte aber wiederholt zu Beschwerden wegen Geruchsentwicklung. In der neuen Aufstellung sind die Behälter versetzt, bleiben jedoch in fußläufiger Nähe zu den Aufenthaltsbereichen.
| Merkmal | Bisher | Neu (Test) |
|---|---|---|
| Farbe | Standard, unauffällig | Wasserblau, Neongelb, Gelb, Rot, Grün |
| Design | Schlicht | Grafische Motive („Monster“) mit Sprechblasen |
| Standort | Direkt an Sitzbänken | Versetzt, aber gut erreichbar |
| Komfortfunktionen | Standardöffnung | Separater Einwurf für Zigarettenkippen |
Beobachtung und Bewertung durch Mags
Die Maßnahme ist zunächst als Test konzipiert. Die Mags will beobachten, ob die neue Gestaltung und die veränderten Standorte die alltägliche Nutzung beeinflussen und ob sich durch die Maßnahme Vandalismus sowie Geruchs- und Reinigungsprobleme reduzieren lassen. Je nach Ergebnis könnten die Maßnahmen auf weitere städtische Anlagen ausgeweitet werden.
- Ziel: Verringerung von Vandalismus und Geruchsbelästigung
- Maßnahme: Auffällige Farben, grafische Motive, veränderte Standorte
- Zusatz: Extra Einwurf für Zigarettenkippen
Kontext: Vorfälle und praktische Folgen
Die Umgestaltung reagiert direkt auf die im Januar registrierten Brandstiftungen an zehn Mülleimern im Volksgarten. Solche Vorfälle verursachen nicht nur finanziellen Aufwand für Austausch und Reinigung, sondern beeinträchtigen auch die Nutzung und das Sicherheitsgefühl der Besucherinnen und Besucher. Die neue Aufstellung soll daher sowohl präventiv wirken als auch die tägliche Pflege der Anlage erleichtern.
Ob der Test zu dauerhaften Änderungen führt, hängt von der Auswertung der Beobachtungsphase ab. Die Mags kündigt an, das Nutzerverhalten und die Einsparungen bei Instandhaltungskosten zu prüfen, bevor über eine Ausweitung entschieden wird. Für die Bevölkerung bedeutet das: Im Volksgarten sind sichtbare Änderungen erprobt, die bei Erfolg Modellcharakter für andere Anlagen in Mönchengladbach haben könnten.