Arbeitsminister Karl‑Josef Laumann setzte seine landesweite Ausbildungstour am Montag, dem 17. August 2026, im Kreis Steinfurt fort. Ziel der Visite waren drei Ausbildungsbetriebe: der Aufliegerhersteller Schmitz Cargobull in Altenberge, der Kunststoffrohrspezialist Egeplast International in Greven und der Betrieb W. Gröning in Rheine. Die Unternehmen präsentierten ihre Ausbildungsstrukturen und sprachen mit dem Minister über Bedarfe und Perspektiven in der beruflichen Bildung.
Ein Blick auf Ausbildungszahlen und Profile
Schmitz Cargobull, Europas führender Hersteller von Sattelaufliegern und Anhängern, beschäftigt nach Angaben des Unternehmens derzeit 49 Auszubildende. Rund die Hälfte von ihnen absolviert eine Ausbildung zur bzw. zum Industriemechaniker/-in. Daneben werden auch kaufmännische Berufe angeboten. Egeplast International, dessen Zentrale in Greven liegt, bildet aktuell 29 junge Menschen in technisch‑industriellen und kaufmännischen Berufen aus. Zu W. Gröning in Rheine liegen in der Mitteilung keine konkreten Zahlen vor, das Unternehmen war Teil des Rundgangs und der Austauschveranstaltungen mit dem Minister.
Praxisnähe, Internationalität und Weiterentwicklung der Ausbildungsinhalte
Die Betriebe hoben während der Besuche hervor, wie wichtig praktische Ausbildungserfahrung und internationale Perspektiven für die Entwicklung junger Fachkräfte sind. Andreas Busacker, Vorstand Personal und Finanzen bei Schmitz Cargobull, verwies auf Auslandsaufenthalte und die Ausbildung von jungen Menschen unterschiedlicher Herkunft als wichtige Elemente der betrieblichen Qualifizierung.
„Gute Ausbildung lebt von neuen Erfahrungen und einer engen Verbindung zur Praxis. Deshalb ermöglichen wir den Auszubildenden bei Schmitz Cargobull Auslandsaufenthalte und bilden an unseren Standorten junge Menschen aus verschiedenen Nationen aus.“
Minister Laumann betonte bei seinem Termin, wie bedeutsam der direkte Kontakt zu Ausbildungsbetrieben ist, um die Lage vor Ort besser einschätzen zu können. Er stellte die Stärkung der beruflichen Bildung als Ziel heraus und nannte die Schaffung attraktiverer Rahmenbedingungen für Auszubildende und Ausbildungsbetriebe als Priorität.
Herausforderungen für Betriebe und Auszubildende
Die Gespräche zeigten typische Fragestellungen: Fachkräftesicherung, Anpassung der Ausbildungsinhalte an technologische Entwicklungen sowie die Integration internationaler Auszubildender in betriebliche Abläufe. Die Firmen berichteten von kontinuierlichen Anstrengungen, Ausbildungsprogramme zu modernisieren und Praxisbezüge zu vertiefen, damit junge Menschen die notwendigen Kompetenzen für die zunehmend digitalisierte Produktion erwerben.
- Fachkräftesicherung: Betriebe investieren in Ausbildung, um eigene Nachwuchskräfte zu entwickeln.
- Praxisorientierung: Betriebliches Lernen, projektbezogene Arbeit und Auslandserfahrung werden als Qualitätsmerkmale genannt.
- Weiterentwicklung: Ausbildungspläne werden regelmäßig angepasst, um technische Kompetenzen zu stärken.
Regionale Bedeutung und Arbeitsmarktperspektiven
Die Besuche im Kreis Steinfurt stehen für eine strategische Verbindung zwischen Landespolitik und lokaler Wirtschaft. Ausbildungsplätze in Industrieunternehmen wie Schmitz Cargobull und Egeplast tragen dazu bei, regionale Wertschöpfung und Beschäftigung langfristig zu sichern. Für Auszubildende bieten solche Programme nicht nur einen Einstieg in einen konkreten Beruf, sondern auch Perspektiven auf dem regionalen Arbeitsmarkt.
Konkrete Maßnahmen, die Laumann mit Nachdruck verfolgte, sind die Schaffung attraktiver Rahmenbedingungen für Ausbildungsbetriebe sowie die Unterstützung von Maßnahmen, die Übergänge von Ausbildung in Beschäftigung erleichtern. Die Unternehmen zeigten sich offen für Kooperationen mit Schulen und Weiterbildungsträgern, um die Passgenauigkeit der Ausbildung für die lokalen Bedarfe zu erhöhen.
Ausblick
Der Besuch im Kreis Steinfurt war Teil einer umfassenderen Tour durch Nordrhein‑Westfalen, mit der Laumann Eindrücke aus unterschiedlichen Regionen sammeln will. Die Erkenntnisse aus Gesprächen mit Betrieben, Ausbildern und Auszubildenden sollen in die weitere Ausgestaltung der Landespolitik zur beruflichen Bildung einfließen. Für die Region bedeutet das: Fortgesetzte Aufmerksamkeit der Landesregierung für Ausbildungsfragen und mögliche Unterstützungsangebote für Betriebe und Nachwuchskräfte.
| Unternehmen | Ort | Auszubildende (laut Mitteilung) |
|---|---|---|
| Schmitz Cargobull | Altenberge | 49 |
| Egeplast International | Greven | 29 |
| W. Gröning | Rheine | keine Angabe |
Die Fortführung der Ausbildungstour soll weitere Einblicke in unterschiedliche Branchen und regionale Ausbildungslandschaften liefern. Für Betriebe im Kreis Steinfurt bleibt die Aufgabe bestehen, Ausbildung attraktiv zu halten und mit Blick auf technologische Entwicklungen kontinuierlich anzupassen.