Der Krefelder Stadtrat hat am Dienstag, 15. September, mit großer Mehrheit neue Tarife für Taxifahrten beschlossen. Ziel der Anpassung ist es, die Wirtschaftlichkeit der Branche in der Stadt zu stützen. Die neuen Preise treten zum 1. Oktober in Kraft und führen nach Angaben der Stadt zu einem Anstieg der Fahrpreise um rund neun Prozent.
Konkrete Zahlen und politische Stimmen
Als Beispiel nannte die Verwaltung die Kosten für eine zehn Kilometer lange Taxifahrt: Der Preis steigt von bisher 28,60 Euro auf künftig 31,10 Euro. In der Abstimmung stimmten CDU, SPD, AfD, Freie Wähler und Linke für die Erhöhung; Grüne und Luks lehnten den Beschluss ab. Die FDP sowie Jan Hertzberg (Die Partei) enthielten sich.
„Taxifahren wird in Krefeld vom nächsten Monat an rund neun Prozent teurer.“
Hintergrund: Branche unter Druck
Die Entscheidung erfolgt vor dem Hintergrund eines strukturellen Wandels im Personenbeförderungsmarkt. Bereits in den vergangenen Jahren gaben zahlreiche Taxiunternehmen in Krefeld auf, wie Beobachter berichten. Der Stellvertretende Marktanteil von Fahrdiensten mit digitalen Vermittlungsplattformen verändert die Wettbewerbsbedingungen für die traditionellen Taxiunternehmen.
Mögliche Folgen für Nutzer und Branche
Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet die Tariferhöhung höhere Kosten bei kürzeren wie längeren Fahrten. Betroffen sind insbesondere Berufspendler, Senioren und Menschen ohne eigenes Auto, die auf Taxis angewiesen sind. Für die Branche soll die Anpassung eine kurzfristige Entlastung bringen, um gestiegene Betriebskosten auszugleichen und die Existenz der verbliebenen Betriebe zu sichern.
- Gültig ab: 1. Oktober
- Beispiel 10 km: bisher 28,60 € → neu 31,10 €
- Abstimmungsverhalten: CDU, SPD, AfD, Freie Wähler, Linke stimmten zu; Grüne, Luks dagegen; FDP und Jan Hertzberg enthielten sich
Vergleich und Debatte über Preismodelle
In der Debatte hatte die FDP vorgeschlagen, den Taxis mehr preisliche Spielräume zu gewähren – orientiert an einem Modell, das es in Köln gibt. Ziel dieses Vorschlags wäre gewesen, den Wettbewerb mit digitalen Vermittlern wie Uber & Co. flexibler zu gestalten. Der Stadtrat folgte diesem Vorschlag jedoch nicht; stattdessen wurde die feste Tarifanhebung beschlossen.
Die Verteilung der Stimmen zeigt die Spannweite der lokalen politischen Positionen: Während mehrere Fraktionen die Erhöhung zur Stabilisierung der Branche unterstützten, befürchteten andere Fraktionen negative Auswirkungen für Verbraucherinnen und Verbraucher oder plädierten für andere Wettbewerbsregeln.
| Position | Wert |
|---|---|
| Alt: 10-km-Fahrt | 28,60 € |
| Neu: 10-km-Fahrt | 31,10 € |
| Prozentuale Änderung | rund 9 % |
Für Krefeld bedeutet die Entscheidung eine unmittelbare Anpassung der Mobilitätskosten. Ob die Maßnahme dazu führt, dass bestehende Taxiunternehmen langfristig stabiler wirtschaften können oder ob alternative Preismodelle mit mehr Flexibilität im Wettbewerb besser geeignet wären, bleibt Teil der lokalen Debatte. Klar ist: Ab dem 1. Oktober zahlen Fahrgäste in Krefeld mehr.
Weitere Details zu den neuen Tarifbestandteilen und möglichen Ausnahmen gibt die Stadtverwaltung in den kommenden Tagen bekannt.