Beschlussvorlage angenommen – Stadtrat entscheidet endgültig
Der Ausschuss für Ordnung, Sicherheit, Verkehrssicherheit und Gefahrenabwehr der Stadt Krefeld hat in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause dem Entwurf der Verwaltung zur Anpassung der Taxitarife zugestimmt. CDU und SPD stimmten nach einer längeren Debatte schließlich für den Vorschlag. Das letzte Wort hat der Stadtrat in seiner Sitzung am 15. September.
Schritte zur Preisangleichung: Das ändert sich ab Oktober
Die Verwaltung schlägt vor, die Taxitarife ab dem 1. Oktober um durchschnittlich etwa neun Prozent zu erhöhen. Vorgesehen sind dabei Änderungen sowohl an der Grundgebühr als auch an den Kilometerpreisen. Nach dem Entwurf soll die Grundgebühr tagsüber von bisher 4,20 Euro auf 4,70 Euro steigen. Für Nachtfahrten und Fahrten an Feiertagen ist eine Erhöhung auf 5,20 Euro geplant.
- Grundgebühr: von 4,20 € auf 4,70 €
- Nacht-/Feiertagsgrundgebühr: künftig 5,20 €
- Erste zwei Kilometer: jeweils 2,90 €
- Dritter bis fünfter Kilometer: jeweils 2,70 €
- Großraumtaxi: Grundgebühr könnte von 5,00 € auf 6,50 € steigen
| Posten | Derzeit | Vorgeschlagen |
|---|---|---|
| Grundgebühr | 4,20 € | 4,70 € |
| Nacht/Feiertag | — | 5,20 € |
| 1.–2. Kilometer | — | 2,90 € |
| 3.–5. Kilometer | — | 2,70 € |
| Grundgebühr Großraumtaxi | 5,00 € | 6,50 € |
Grund für die Erhöhung und erwartete Folgen
Die Verwaltung begründet die Anpassung als notwendig, um Kostensteigerungen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Taxiunternehmer zu berücksichtigen. Im Ausschuss wurde die Vorlage kontrovers diskutiert: Befürworter hoben hervor, dass eine moderate Erhöhung die Erreichbarkeit von Mobilitätsangeboten sichern könne; Kritiker verwiesen auf die Auswirkungen für Pendler, ältere Menschen und Haushalte mit geringem Einkommen.
Der Ausschuss nahm den Vorschlag nach eingehender Debatte an; CDU und SPD stimmten schließlich zu.
Da die Neuregelung einen durchschnittlichen Anstieg von rund neun Prozent vorsieht, ist mit spürbaren Mehrkosten für regelmäßige Taxi-Nutzer zu rechnen. Gleichzeitig könnte eine höhere Grundgebühr insbesondere Kurzstreckenfahrten verteuern. Die endgültige Entscheidung des Stadtrats wird Klarheit über das Inkrafttreten und mögliche Abweichungen bringen.
Rettungsdienste und Hitzewellen: Verwaltung weist Kritik zurück
Parallel zur Tarifsache stand in der Sitzung auch die Bewertung des Handelns während der Hitzewellen auf der Tagesordnung. Die Beigeordnete Cigdem Bern wies Kritik am Verhalten der Verwaltung zurück und lobte die Leistungen der Rettungsdienste. In der Sitzung wurde betont, dass aus den Ereignissen Lehren gezogen worden seien; konkrete Maßnahmen wurden in der Ausschussrunde jedoch nicht detailliert im Protokoll genannt.
Ausblick für Krefeld
Für die Bürgerinnen und Bürger Krefelds bleibt jetzt abzuwarten, wie der Stadtrat am 15. September entscheidet. Sollte der Rat dem Vorschlag folgen, treten die neuen Tarife planmäßig am 1. Oktober in Kraft. Für Nutzer öffentlicher Mobilitätsangebote, Taxiunternehmen und Beratungsstellen für Senioren und Mobilität bedeutet das, die Anpassung in ihre Planungen einzubeziehen.
Die Beschlusslage im Ausschuss zeigt, dass Themen wie Gebühren und Gefahrenabwehr in Krefeld weiterhin eng verknüpft sind: Finanzielle Stellschrauben zur Sicherung von Dienstleistungen treffen unmittelbar auf Erwartungen an Verwaltung und Einsatzkräfte in Ausnahmesituationen.