Sprengungen am Rhein bei Wallersheim und Pfaffendorf
Am Dienstagmorgen, 11. August 2026, hat der rheinland-pfälzische Kampfmittelräumdienst zwei aus dem Zweiten Weltkrieg stammende Sprengkörper im Rhein bei Koblenz kontrolliert gesprengt. Betroffen waren die Fundorte am Rheinufer im Stadtteil Wallersheim und im Stadtteil Pfaffendorf. Es handelte sich nach Angaben lokaler Medien um eine Bazooka-Rakete und eine Gewehrgranate.
Evakuierungen, Sperrungen und Bewachung
Die Stadt Koblenz hatte für die Sprengung der Bazooka-Rakete einen Evakuierungsradius von etwa 100 Metern eingerichtet. In Zusammenhang mit dieser Maßnahme mussten nach offiziellen Angaben zwölf Mehrfamilienhäuser geräumt werden. Für die Sprengung der Gewehrgranate in Pfaffendorf waren laut Mitteilung der Stadt bis zu 15 Mehrfamilienhäuser von der Räumung betroffen.
- Beide Fundstücke wurden seit ihrer Entdeckung von Mitarbeitenden des Koblenzer Ordnungsamtes bewacht.
- Rhein und Luftraum über den Sprengstellen wurden während der Maßnahmen vorübergehend gesperrt.
- Die Rheinschifffahrt in dem Abschnitt wurde zeitweise eingestellt.
Die Evakuierungen mussten nach Angaben der lokalen Berichterstattung bis spätestens 8 Uhr (für Wallersheim) beziehungsweise 10 Uhr (für Pfaffendorf) abgeschlossen sein, damit der Kampfmittelräumdienst seine Arbeiten beginnen konnte. Vor dem Ende der Einsätze kontrollierte das Ordnungsamt, dass sich niemand mehr im Gefahrenbereich befand.
Ablauf und besondere Vorkommnisse
Die Bazooka-Rakete war bereits am Freitagnachmittag, 7. August, am Rheinufer in Wallersheim entdeckt worden; die Gewehrgranate wurde am Samstagabend, 8. August, in Pfaffendorf gefunden. Beide Kampfmittel wurden schließlich am Dienstagmorgen kontrolliert gesprengt. Die Rakete wurde dazu ins Wasser gelegt und dort zur Detonation gebracht.
„Die Sprengungen wurden ohne Zwischenfälle durchgeführt“, teilte der Kampfmittelräumdienst mit.
Die Freigabe des Evakuierungsbereichs rund um die Rakete verzögerte sich kurzzeitig wegen eines Krankentransports; erst kurz nach 9 Uhr wurde die Zone wieder freigegeben. Nach Abschluss beider Maßnahmen konnten die abgesperrten Bereiche wieder zugänglich gemacht werden.
Lokale Folgen und Sicherheit
Nach Angaben von Stadt und Einsatzkräften bestand zu keiner Zeit eine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung, da die Fundstellen frühzeitig bewacht und die Evakuierungszonen eingerichtet worden waren. Dennoch führten die Maßnahmen zu vorübergehenden Einschränkungen, insbesondere für Anwohner der betroffenen Mehrfamilienhäuser sowie für die Schifffahrt auf dem Rhein.
Die Maßnahmen zeigen erneut, dass auch Jahrzehnte nach Kriegsende gefundene Munition noch erhebliche Bedeutung für die zivile Sicherheit hat. Bürgermeisterämter, Ordnungsämter und der Kampfmittelräumdienst arbeiten dabei nach bekannten Einsatzplänen zusammen, um Risiken für Anwohner möglichst gering zu halten.
Kurzer Sachstandsüberblick
| Fundstück | Fundort | Entdeckt am | Maßnahme |
|---|---|---|---|
| Bazooka-Rakete | Wallersheim | 7. August 2026 | Kontrollierte Sprengung im Wasser; Evakuierung von 12 Mehrfamilienhäusern |
| Gewehrgranate | Pfaffendorf | 8. August 2026 | Kontrollierte Sprengung; Räumung von bis zu 15 Mehrfamilienhäusern |
Die Stadt Koblenz und der Kampfmittelräumdienst stellten nach Abschluss der Einsätze fest, dass beide Bereiche wieder freigegeben werden konnten und keine Zwischenfälle zu verzeichnen waren.