Bootstaufen beim STC Rot‑Weiß
Beim Sommerfest des Segelclubs STC Rot‑Weiß Ingolstadt sind vier Boote offiziell in Dienst gestellt worden. Drei davon gehören dem Verein, ein Boot ist ein Eignerboot. Die getauften Namen lauten Schanzi, Taxi, Gummiente und MuckeBär. Die Taufpatin war Sandra Kern, die Frau des Oberbürgermeisters.
Tradition und Symbolik der Taufe
Die Taufe von Booten gehört zur maritimen Tradition; schon in der Antike glaubte man, dass weibliche Präsenz die launischen Meeresgötter besänftige. Die Vereinsmitteilung des STC erklärt, dass die Taufpatin das „beschützende, mütterliche Element” symbolisiere und dem Schiff Glück sowie eine sichere Heimkehr bringen solle. Bei dem Sommerfest war dieses Ritual Teil der offiziellen Seglerfeier.
„Das meistgenutzte Vereinssegelboot ist der Kielzugvogel.“
Herkunft der Namen
Die Namen der Boote sind teils sachlich, teils liebevoll gewählt und spiegeln den Vereinsalltag wider:
- Schanzi – Verniedlichung der Schanzer, getauft auf das beliebte Vereinsboot vom Typ Kielzugvogel.
- Taxi – Bezeichnung für das Zubringerruderboot vom Steg zu den Bojenliegern.
- Gummiente – Name für das Rettungs‑Schlauchboot, das in der Jugendarbeit verwendet wird.
- MuckeBär – Eignerboot; der Name geht auf einen Spitznamen zurück, den der Skipper von seiner Crew erhalten hat.
Verein und Mitgliederentwicklung
Der STC Rot‑Weiß berichtet von einem erfreulichen Zuwachs bei den Mitgliedern in den vergangenen Monaten. Der Club lädt ausdrücklich neugierige Ingolstädterinnen und Ingolstädter ein, die Segler zu besuchen und sich über Angebote und Möglichkeiten zu informieren. Die Bootstaufen sind ein sichtbares Zeichen des aktiven Vereinslebens am Wasser und dienen zugleich der Öffentlichkeitsarbeit.
Lokaler Bezug und Ausblick
Für Ingolstadt ist der Segelsport ein regional verankerter Freizeit‑ und Breitensport. Das Boot mit dem Namen Schanzi steht symbolisch für die Verbindung zwischen Stadtidentität und Vereinsleben. Die Fahrzeuge wie Taxi und Gummiente zeigen zudem den organisatorischen Alltag des Segelbetriebs, von Logistik zu Sicherheit und Jugendarbeit.
| Boot | Typ / Funktion | Name erklärt |
|---|---|---|
| Kielzugvogel (meistgenutzt) | Vereinssegelboot | Schanzi (Verniedlichung der Schanzer) |
| Zubringerruderboot | Transport zu Bojenliegern | Taxi |
| Rettungs‑Schlauchboot | Rettung / Jugendarbeit | Gummiente |
| Eignerboot | Privat | MuckeBär (Spitzname des Skippers) |
Die Taufe ist neben geselligem Miteinander auch ein Anlass, den Blick auf Ausbildung, Sicherheit und Nachwuchsarbeit zu richten. Besonders das Rettungs‑Schlauchboot für die Jugendarbeit unterstreicht die Bedeutung, die der Club der Ausbildung junger Seglerinnen und Segler beimisst. Besucherinnen und Besucher, die den Segelsport kennenlernen möchten, sind laut Club herzlich willkommen.
Ingolstadts Vereinslandschaft zeigt sich damit lebendig: Kleine Rituale wie Bootstaufen verbinden Tradition und Alltagsarbeit, sorgen für Sichtbarkeit des Vereins und bieten einen Anlass, mit Interessierten ins Gespräch zu kommen.