Fertigstellung verschoben — kein Mehraufwand für die Stadt
Die Arbeiten am Aufzug am Robert-Brauner-Platz in Herne verzögern sich nach Angaben der Stadt um mehrere Wochen. Ursache sind Produktions- und Personalengpässe bei der ausführenden Stahlbaufirma. Die Verzögerung wird nach städtischen Angaben mit rund acht Wochen beziffert; ursprünglich war eine Fertigstellung zusammen mit der Radabstellanlage zum Ende August geplant.
Nach dem aktualisierten Zeitplan soll mit der Montage des Stahlschachts Anfang September begonnen werden. Im Anschluss sind der Einbau der Aufzugskabine sowie die Dachdeckerarbeiten vorgesehen; die Stadt nennt als neuen Zielzeitraum das Ende Oktober.
Radabstellanlage läuft planmäßig
Die Arbeiten an der separaten Radabstellanlage liegen nach Angaben der Verwaltung weiterhin im Zeitplan. Für August sind laut Stadt die Restarbeiten auf dem Dach, die Beleuchtung sowie der Einbau der Radbügel vorgesehen, sodass dieses Baufeld voraussichtlich Ende August abgeschlossen werde.
- Montage des Stahlschachts: Beginn Anfang September
- Einbau der Kabine und Dacharbeiten: Abschluss bis Ende Oktober
- Radabstellanlage: Abschluss voraussichtlich Ende August
Finanzen und Haftungsfragen
Die Stadt stellt klar, dass durch die Bauzeitverzögerung keine Mehrkosten für die öffentliche Hand entstünden. Die zusätzlichen Kosten trage entsprechend der Vergabe- und Vertragsordnung die verursachende Firma. Die Stadt hebt hervor, dass die Aufzugsanlage rund 700.000 Euro koste und die Radabstellanlage etwa 160.000 Euro – beide Maßnahmen seien gefördert.
| Position | Kosten | Ursprünglicher Zeitplan | Aktueller Zeitplan |
|---|---|---|---|
| Aufzugsanlage | ~700.000 € | Fertigstellung Ende August | Fertigstellung Ende Oktober |
| Radabstellanlage | ~160.000 € | Fertigstellung Ende August | voraussichtlich Ende August |
Auswirkungen für Fahrgäste und Innenstadt
Die Stadt betont, dass der Aufzug zum anderen Bahnsteig in Fahrtrichtung Bochum an der Haltestelle Herne Mitte von der Baumaßnahme nicht betroffen ist und den Fahrgästen der U35 uneingeschränkt zur Verfügung steht. Damit bleibt zumindest ein barrierefreier Zugang für Pendler auf einer Seite gewährleistet.
Trotzdem bedeutet die Verschiebung für mobilitätseingeschränkte Menschen sowie Reisende mit Kinderwagen oder schwerem Gepäck einen längeren Zeitraum eingeschränkter Wegeführung am Robert-Brauner-Platz. Die Radfahrenden können hingegen bald vom geplanten, geförderten Abstellangebot profitieren, wenn die Arbeiten wie angekündigt Ende August abgeschlossen werden.
Weiteres Vorgehen
Die Stadtverwaltung hat die Verzögerung öffentlich gemacht und verweist auf den vertraglichen Haftungsmechanismus: Kosten, die durch Verzögerungen entstehen, müssen von der ausführenden Firma getragen werden. Konkrete Angaben dazu, ob die Stadt bereits Ersatz- oder Strafzahlungen fordert oder ob es Nachverhandlungen mit dem Unternehmen gibt, wurden nicht gemacht.
Für die nächsten Wochen kündigen die Verantwortlichen an, den Ablauf der Montage und der Folgearbeiten eng zu begleiten, um weitere Verzögerungen zu vermeiden und die Übergänge für Nutzer so reibungslos wie möglich zu gestalten.
Die Entwicklung bleibt für die Innenstadt von Herne relevant: Die Fertigstellung der Aufzugs- und Radinfrastruktur ist Teil der Maßnahmen zur Verbesserung der Erreichbarkeit und zur Förderung des Radverkehrs in der Stadt. Verzögerungen verschieben damit auch die Erreichbarkeits- und Komfortverbesserungen, die sich sowohl auf den Alltag der Pendler als auch auf den Einzelhandel und die Aufenthaltsqualität in der City auswirken können.