Zwischen Ober- und Niederrodenbach sowie in Teilen des Rheingau-Taunus-Kreises haben in den Abendstunden mehrere Waldbrände die Einsatzkräfte gefordert. Die Bekämpfung der Flammen gestaltete sich nach Angaben von Polizei und Feuerwehr als schwierig: Hohe Temperaturen und Wind erschwerten das Löschen, einzelne Brandstellen lagen außerdem in schwer zugänglichem Gelände.
Einsatzlagen und Ausmaß
Nach ersten Informationen aus dem Main-Kinzig-Kreis wurde die Integrierte Leitstelle frühzeitig über mehrere Brände in einem zusammenhängenden Waldgebiet informiert. Ein Polizeisprecher sprach am frühen Abend von einer betroffenen Waldfläche „von mehreren tausend Quadratmetern“.
„Nach bisherigem Stand ist eine Waldfläche von mehreren tausend Quadratmetern betroffen“
Die Kreisbrandinspektion aus Aschaffenburg, die zur Unterstützung hinzugezogen wurde, nannte später eine deutlich größere Fläche und ging von mindestens 30.000 Quadratmetern Brandgebiet aus. Ob es sich bei den verschiedenen Brandstellen um voneinander unabhängige Feuer oder um Ausbreitungspunkte eines Hauptbrandes handelt, war zunächst nicht abschließend geklärt.
Ressourcen und Technik im Einsatz
Die Löscharbeiten wurden von zahlreichen Kräften getragen. Rund ein Dutzend Feuerwehren aus Rodenbach und Umgebung waren vor Ort, um die Arbeiten zu koordinieren und Einsatzkräfte abzulösen. Zur Unterstützung kamen auch Einheiten aus Bayern.
- Mehrere Hubschrauber waren zur Brandbekämpfung aus der Luft eingesetzt, darunter auch Polizeihubschrauber.
- Drohnen der Polizei wurden zur Lageerkundung und Beobachtung genutzt.
- Sechs große Abrollbehälter mit jeweils 10.000 Litern Fassungsvermögen dienten zur Sicherstellung der Wasserversorgung.
Die Polizei berichtete, dass anfangs drei kleinere Einsatzstellen angefahren wurden, sich der Lageverlauf allerdings so verschlechterte, dass sich ein größerer Flächenbrand entwickelte. An einigen Stellen konnten Flammen bereits gelöscht werden; andere Bereiche brannten weiterhin.
Ursachenforschung und Sicherheit
Die Ermittler schließen Brandstiftung derzeit nicht aus, wie die Polizei mitteilte. Konkrete Hinweise auf eine vorsätzliche Verursachung wurden aber nicht genannt. Laut den Angaben gab es bei dem Einsatz keine Verletzten.
Angesichts der anhaltenden Hitzeperioden und der anhaltenden Trockenheit in weiten Teilen Hessens rücken Waldbrände in diesen Sommerwochen vermehrt in den Fokus von Behörden und Bevölkerung. Die Kombination aus hohen Temperaturen, trockenem Unterholz und Wind begünstigt eine rasche Ausbreitung von Feuern und macht die Bekämpfung schwieriger.
Ausblick und Empfehlungen
Die Löscharbeiten dauerten am Abend weiterhin an; ein Zeitpunkt für die vollständige Eindämmung ließ sich nach Angaben der Einsatzleitung noch nicht nennen. Die Behörden mahnen zur Vorsicht und bitten Bürgerinnen und Bürger, auf offenem Gelände keine Feuer zu entzünden, Raucherückstände verantwortungsvoll zu entsorgen und bei Beobachtung von Rauch oder Feuer sofort die Notrufnummer zu wählen.
| Betroffene Regionen | Genannte Ressourcen | Schadensangabe |
|---|---|---|
| Main-Kinzig-Kreis (Ober-/Niederrodenbach) | Hubschrauber, Polizeidrohnen, 12 Feuerwehren, 6 Abrollbehälter à 10.000 l | Mindestens 30.000 m² (Schätzung Kreisbrandinspektion) |
| Rheingau-Taunus-Kreis | Anlaufende Löschmaßnahmen | Nicht quantifiziert |
Für Anwohnerinnen und Anwohner in der unmittelbaren Umgebung gaben die Einsatzkräfte vor Ort Hinweise zur Verhaltensweise: Fenster und Türen geschlossen halten, keine unnötigen Fahrten in betroffene Waldgebiete unternehmen und Anweisungen der Einsatzleitung folgen. Weitere Informationen sollen folgen, sobald die Lage stabilisiert ist und die Behörden genauere Zahlen vorlegen können.
Die Ermittlungen zur Ursache der Brände laufen. Ob es sich um fahrlässiges Handeln, technische Defekte oder eine vorsätzliche Tat handelt, ist noch offen. Die Polizei hat entsprechende Maßnahmen zur Spurensicherung eingeleitet und setzt die Untersuchung in den nächsten Tagen fort.
Die Entwicklung der Lage wird von Kreis- und Landesbehörden weiter beobachtet. Die Kombination aus Hitze, Wind und trockenem Waldboden bleibt ein Risikofaktor für weitere Brandausbrüche, solange die Witterungsbedingungen anhalten.