Im Landkreis Mayen-Koblenz hat ein großflächiger Wald- und Wiesenbrand am Freitagnachmittag zu einer Warnmeldung geführt, nach der die Bewohner der Ortschaften Langenfeld und Arft gebeten werden, sich auf eine Evakuierung vorzubereiten. Nach Angaben des Landkreises handelt es sich zunächst um eine vorbereitende Maßnahme.
Die beiden betroffenen Orte haben zusammen etwa 900 Einwohner. Die Behörden forderten die Anwohner auf, nur das Nötigste für zwei bis drei Tage mitzunehmen und den Anweisungen der Einsatzkräfte sowie des Ordnungsamtes Folge zu leisten. Besonders ältere und hilfsbedürftige Personen sollen unterstützt werden.
„Bereiten Sie sich auf eine Evakuierung der Ortschaften Langenfeld und Arft vor.“
Massive Rauchentwicklung, Gebiet meiden
Der Landkreis warnte außerdem vor einer massiven Rauchentwicklung. Besonders betroffen seien Bereiche rund um Langenfeld, Hohenleimbach, Arft, Netterhöfe, Hausten und Morswiesen. Bürgerinnen und Bürger wurden gebeten, das betroffene Gebiet zu meiden, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungen und Klimaanlagen auszuschalten.
Wie groß die betroffene Fläche ist, konnte der Landkreis zunächst nicht angeben. Die Polizei teilte mit, dass ein Hubschrauber zur Unterstützung der Löscharbeiten eingesetzt werde. Die Einsatzkräfte arbeiteten „mit Hochdruck daran, den Wald- und Wiesenbrand unter Kontrolle zu bringen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern“, so eine Mitteilung des Landkreises.
Praktische Hinweise für Betroffene
Die Anordnung, nur das Nötigste für zwei bis drei Tage mitzunehmen, zielt darauf ab, rasche Evakuierungen zu ermöglichen und Rettungswege freizuhalten. Zur Orientierung haben die Einsatzkräfte konkrete Empfehlungen herausgegeben:
- Wichtige Dokumente (Ausweis, Versicherungsunterlagen) und notwendige Medikamente bereithalten.
- Hilfsbedürftige Personen anmelden und beim Verlassen der Wohnung unterstützen.
- Fenster, Türen sowie Lüftungen und Klimaanlagen schließen, um Rauch in Gebäuden zu vermeiden.
- Auf Lautsprecherdurchsagen und weitere Warnmeldungen achten.
Vergleichbare Evakuierung in NRW
Derzeit wird auch überregional gehandelt: Am frühen Freitagmorgen war in der Gemeinde Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen der Ortsteil Gey evakuiert worden. Dort leben nach Angaben des Landratsamtes gut 1.800 Menschen. Das Feuer sei am Morgen nur noch etwa 250 Meter von Gey entfernt gewesen.
Solche Fälle zeigen, wie schnell sich Lagebilder ändern können, insbesondere bei windigem Wetter oder trockenen Bedingungen. Für die Einsatzleitung in Mayen-Koblenz bedeutet das, Lageeinschätzungen fortlaufend zu aktualisieren und Evakuierungsentscheidungen gegebenenfalls kurzfristig zu treffen.
Koordination der Einsatzkräfte
Nach bisherigen Informationen arbeiten Feuerwehr, Polizei und Ordnungsamt koordiniert. Der Hubschraubereinsatz dient der Überblicksgewinnung und, je nach Ausstattung, der gezielten Wasserabgabe. Die Behörden betonten, dass die Bevölkerung den Anweisungen vor Ort folgen solle, um die Arbeit der Einsatzkräfte nicht zu behindern.
| Betroffene Orte | Hinweise |
|---|---|
| Langenfeld, Arft | Evakuierungsbereitschaft; nur Nötiges mitnehmen |
| Hohenleimbach, Netterhöfe, Hausten, Morswiesen | Rauchentwicklung; Gebiet meiden |
Was nun zu erwarten ist
Bewohner sollten wachsam bleiben und aktuelle Meldungen der Behörden verfolgen. Sollten Evakuierungen angeordnet werden, werden in der Regel Sammelpunkte oder Notunterkünfte durch das Ordnungsamt bekanntgegeben. Bis dahin bleibt die Aufforderung, vorbereitet zu sein und besonders gefährdete Mitmenschen zu unterstützen.
Die Einsatzkräfte arbeiten momentan daran, das Feuer einzudämmen. Über weitere Entwicklungen, Flächenausmaß und mögliche Verkehrsbeeinträchtigungen will der Landkreis zeitnah informieren.
Redaktionen und Behörden rufen die Bevölkerung dazu auf, Gerüchte zu vermeiden und offizielle Kanäle zu nutzen, um Fehlinformationen zu verhindern.