Großbrand entlang der Strecke bei Meerbusch-Osterath
Ein großflächiger Brand entlang der Bahntrasse zwischen Neuss und Krefeld hat am Mittwochabend weitreichende Einsätze von Feuerwehr und Polizei ausgelöst und den Zugverkehr in der Region erheblich beeinträchtigt. Nach Angaben der Einsatzkräfte konnten die Flammen inzwischen unter Kontrolle gebracht werden; die Löscharbeiten konzentrieren sich aktuell noch auf kleinere Glutnester.
Die Brände erstreckten sich nach bisherigen Erkenntnissen über eine Strecke von etwa zwei Kilometern und betrafen mehrere Trassenabschnitte der Deutschen Bahn. Die Böschung entlang der Gleise war an Stellen bis zu rund zehn Metern in der Breite betroffen; insgesamt seien mehrere tausend Quadratmeter verbrannt, teilte eine Sprecherin der Feuerwehr mit.
„Man kann sich das so vorstellen, dass zehn Meter in der Breite die Bahnböschung abgebrannt ist“, erklärte eine Feuerwehrsprecherin.
Einsatzlage und Unterstützungsmaßnahmen
Aufgrund der Ausbreitungsgefahr wurde die Feuerwehr Meerbusch in Vollalarm versetzt. Zur Unterstützung waren Kräfte unter anderem aus Dormagen, Willich und Neuss vor Ort. Insgesamt waren nach Angaben der Behörden fast 200 Einsatzkräfte im Einsatz. Zur Lageerkundung und Luftunterstützung wurden Drohnen sowie ein Hubschrauber der Polizei eingesetzt.
- Lage: Brand an mehreren Stellen entlang der Bahnstrecke
- Betroffener Bereich: rund zwei Kilometer, tausende Quadratmeter Vegetation
- Unterstützung: Feuerwehren aus Dormagen, Willich und Neuss; Drohnen und Polizei-Hubschrauber
Das Feuer griff örtlich auf eine Gartenparzelle bei Meerbusch-Osterath über. Außerdem bewegten sich Flammen in Richtung eines Reiterhofs; eine weitere Ausbreitung auf bauliche Anlagen konnte die Feuerwehr jedoch verhindern.
Auswirkungen auf den Bahnverkehr
Die Brandfolgen haben die Bahninfrastruktur in Mitleidenschaft gezogen: Böschungen, Teile der Trasse und Kabelkästen seien beschädigt worden. Daher bleibt die Strecke zwischen Neuss und Krefeld voraussichtlich bis Donnerstag gesperrt. Der Zugverkehr wird umgeleitet; betroffen sind nach Angaben der Bahn und der Einsatzleitung insbesondere die Linien RE7, RE10 und RB37.
| Linie | Status (Stand Mittwochabend) |
|---|---|
| RE7 | Umleitungen; Strecke gesperrt |
| RE10 | Umleitungen; Strecke gesperrt |
| RB37 | Umleitungen; Strecke gesperrt |
Ein Sprecher der Feuerwehr Meerbusch erklärte, dass der Betrieb aufgrund der vorliegenden Schäden an Gleis und Kabeltechnik am Abend nicht wieder aufgenommen werden könne. Reisende sollten sich auf weiterhin längere Fahrzeiten und Ausfälle einrichten und vor Reiseantritt aktuelle Informationen von Bahn und Verkehrsverbund einholen.
Brandursache und weitere Ermittlungen
Die Polizei hält es für möglich, dass ein defekter Güterzug, der Funken geschlagen habe, das Feuer ausgelöst haben könnte. Konkrete Ursachen konnten zunächst noch nicht abschließend bestätigt werden; die Ermittlungen laufen. Die Feuerwehr betonte, dass die Lage fortlaufend erkundet und bewertet werde, ehe endgültige Aussagen zur Brandursache getroffen werden könnten.
Für die Region Krefeld sind solche Vorfälle doppelt relevant: Neben der unmittelbaren Gefahr für Anwohnerinnen und Anwohner sind die infrastrukturellen Folgen für Pendlerinnen und Pendler sowie den regionalen Güterverkehr spürbar. Die erneute Sperrung einer wichtigen Verbindung zwischen Neuss und Krefeld zeigt, wie anfällig Bahnböschungen und die angrenzende Vegetation bei Hitze oder Funkenflug sein können.
Die Behörden kündigten an, nach Eintreten der endgültigen Löscharbeiten und ersten Sicherungsmaßnahmen über den weiteren Fahrplan und den genauen Umfang der Schäden zu informieren.