Gruppentreffen in Fulda bietet vertrauliche Unterstützung für Hinterbliebene
In Fulda trifft sich am Donnerstag, 20. August die AGUS-Selbsthilfegruppe „Angehörige um Suizid“. Das Treffen findet von 19.00 bis 20.30 Uhr im neuen Gruppenraum des Selbsthilfebüro Osthessen statt, Am Bahnhof 4. Der Zugang erfolgt über den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB). Die Teilnahme ist kostenfrei und wird als absolut vertraulich beschrieben.
Bedarf an Austausch und Begleitung nach Suizid
Suizid ist ein Thema, das in Familien und im sozialen Umfeld häufig unausgesprochen bleibt. Angehörige berichten oft von Gefühlen der Isolation, Hilflosigkeit und Scham. Die AGUS-Gruppe möchte einen Raum bieten, in dem Betroffene offen über ihre Erfahrungen sprechen, Rat suchen und gegenseitige Unterstützung finden können. Träger und Ansprechpartner ist der Arbeitskreis „Trauerhilfe, christliches Netzwerk zur Trauerbegleitung“ in der Region Fulda, der die Gruppe in sein Angebot aufgenommen hat.
Was die Gruppe anbietet
Das Angebot richtet sich an Menschen, die unmittelbar oder mittelbar durch den Suizid eines nahestehenden Menschen betroffen sind. Laut der Ankündigung umfasst das Angebot folgende Punkte:
- Ein geschützter, vertraulicher Rahmen für Austausch und Gespräch
- Möglichkeit, über die persönliche Betroffenheit zu sprechen
- Informationen, Rat und Hinweise zu Trauerbegleitung
Organisation und Kontakt
Die Treffen sind nach Angaben des Selbsthilfebüros offen zugänglich und kostenfrei. Weitere Informationen und Hinweise können per E-Mail oder Telefon erfragt werden:
- E-Mail: agusselbsthilfe@t-online.de
- Telefon: Winfried Möller, 0170 1728170
| Termin | Uhrzeit | Ort |
|---|---|---|
| Donnerstag, 20. August | 19.00–20.30 Uhr | Selbsthilfebüro Osthessen, Am Bahnhof 4, Zugang über ZOB |
Lokaler Kontext und mögliche Folgen
In Städten wie Fulda ist die Versorgung von Hinterbliebenen nach Suiziden nicht allein eine psychologische, sondern auch eine soziale Aufgabe. Selbsthilfegruppen ergänzen professionelle Angebote, indem sie Peer-Unterstützung und langfristigen Austausch ermöglichen. Für Betroffene kann das bedeuten, weniger isoliert zu sein und Wege aus der akuten Verzweiflung zu finden. Für das lokale Netzwerk aus Beratungsstellen, kirchlichen Initiativen und psychosozialen Diensten ist eine verlässliche Selbsthilfegruppe zudem ein wichtiger Kooperationspartner.
Die Tatsache, dass das Treffen im neuen Gruppenraum des Selbsthilfebüros stattfindet und kostenlos angeboten wird, kann die Zugänglichkeit erhöhen. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage ein Faktor: Nur wenn Betroffene von dem Angebot erfahren und die Hürde zur Teilnahme überwunden wird, kann das Treffen seine Wirkung entfalten. Hinweise zur Öffentlichkeitsarbeit oder zu weiteren Terminen liegen der Ankündigung nicht bei; Kontaktaufnahme über die genannten Kanäle wird empfohlen.
Hinweis für akut Gefährdete
Die Selbsthilfegruppe richtet sich an Angehörige von Suizidopfern, ersetzt jedoch keine kriseninterventionelle Hilfe. Personen in akuten suizidalen Krisen sollten sich an vertraute Personen, den Hausarzt, den psychiatrischen Notdienst oder die örtlichen Notrufnummern wenden.
Die AGUS-Treffen in Fulda stehen als ein niedrigschwelliges Angebot für Austausch und gegenseitige Unterstützung zur Verfügung. Interessierte sind willkommen, sich vorher per E-Mail oder Telefon zu informieren.