Bremerhavener Team sammelt Erkenntnisse trotz leerer Ergebnisliste
Die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven kehrten vom Vorbereitungsturnier „Coup de Bains“ in der Schweiz ohne Sieg zurück. Bei allen drei Partien unterlag das Team von Trainer Alexander Sulzer internationalen Gegnern: dem Lausanne HC, dem HC Ajoie und dem Schweizer Meister Fribourg-Gottéron. Trotz der Resultate zeigten sich in der Mannschaft Aspekte, auf die das Trainerteam aufbauen kann.
Zum Auftakt in der Schweiz brachte Christian Wejse die Bremerhavener nach einem Fehler des gegnerischen Torhüters in Führung. Die Partie gegen Lausanne drehte sich im zweiten Drittel zugunsten der Gastgeber; am Ende stand eine 2:4-Niederlage. Besonders auffällig war die Leistung von Torhüter Leon Hungerecker, der mit mehreren Paraden die Pinguins im Spiel hielt.
Kämpferische Auftritte und individuelle Lichtblicke
Gegen HC Ajoie entwickelte sich ein körperbetontes und lange enges Spiel. Nach einem torlosen ersten Drittel gerieten die Norddeutschen zunächst in Rückstand und lagen später mit zwei Toren hinten. Die Mannschaft zeigte Moral: Andy Miele verkürzte, und Matt Abt erzielte in Unterzahl den Ausgleich. Die Wende gelang allerdings nicht; Ajoie erzielte kurz vor Schluss den 3:2-Siegtreffer.
Im letzten Test wartete mit Fribourg-Gottéron der Schweizer Meister. Die Pinguins mussten hierbei auf mehrere Spieler verzichten, kamen dennoch gut in die Partie und erspielten sich vor allem in Überzahl Chancen. Letztlich konnten sie den gegnerischen Torhüter aber nicht überwinden und unterlagen.
Die drei Partien zeigten, dass die Mannschaft gegen internationale Gegner mithalten kann.
Die Spiele insgesamt lieferten dem Trainerteam bei aller Ergebnisenttäuschung konkrete Ansatzpunkte: Die defensive Stabilität brachte Phasen ohne Gegentore, individuelle Leistungen wie die von Hungerecker verhinderten höhere Niederlagen, und das Offensivspiel präsentierte Chancen insbesondere in Überzahl, die in den nächsten Wochen verlässlicher verwertet werden müssten.
- Trainer: Alexander Sulzer
- Herausragender Spieler: Leon Hungerecker (Torhüter) mit mehreren wichtigen Paraden
- Offensive Szenen: Tore durch Christian Wejse, Andy Miele und Matt Abt in den Testspielen
| Gegner | Ergebnis | Bemerkung |
|---|---|---|
| Lausanne HC | 2:4 | Wejse traf; Hungerecker mit mehreren Paraden |
| HC Ajoie | 2:3 | Ausgleich durch Abt in Unterzahl, Niederlage kurz vor Schluss |
| Fribourg-Gottéron | Niederlage | Mehrere Ausfälle; Überzahlchancen nicht genutzt |
Für Bremerhaven bringen die Testspiele wichtige Erkenntnisse zur Kaderstärke und zur taktischen Ausrichtung vor dem Saisonstart. Die Partie gegen Lausanne offenbarte beispielsweise, dass die Mannschaft bereits in der Lage ist, Druckphasen zu überstehen, allerdings in zweiten und dritten Dritteln anfällig für Gegentore bleibt. Der Auftritt gegen Ajoie zeigte Moral und die Fähigkeit zu Comebacks, während die Begegnung mit Fribourg die Bedeutung einer vollen Besetzung und kaltschnäuziger Chancenverwertung in engen Spielen unterstrich.
Sportlich bleibt die Perspektive, dass das Team mit den gezeigten Elementen in der DEL wettbewerbsfähig sein kann, wenn Training und Vorbereitung die festgestellten Schwächen adressieren. Für die Fans in Bremerhaven sind diese Tests zudem ein Gradmesser und eine Erinnerung daran, dass eine lange Saison von Konstanz und Tiefe im Kader abhängt.
Die Pinguins werden nun die Rückkehr nach Bremerhaven nutzen, um die Eindrücke aus der Schweiz aufzuarbeiten und im Training gezielt an Abschlüssen in Überzahl sowie an der Konstanz in allen Dritteln zu arbeiten. Konkrete Angaben zu Aufstellungen oder weiteren Vorbereitungsspielen nannte der Verein in den vorliegenden Berichten nicht.