Junge Ehrenamtliche prägen das Programm der DLRG Erlangen
Am Rand des Beckens, mit Blick auf das Wasser und den Europakanal, steht eine junge Frau, die für viele Kinder und Jugendliche in Erlangen zur vertrauten Ansprechpartnerin geworden ist. Die 23-jährige Lisa Krause wirkt seit Jahren als Schwimmtrainerin in der Schwimmausbildung der DLRG und plant zudem regelmäßig Angebote für die jüngeren Mitglieder. Damit setzt sie eine Tradition fort, in die sie selbst als Kind hineingewachsen ist.
Eltern melden ihre Kinder häufig bewusst bei der DLRG an, nicht nur um das Schwimmen zu lernen, sondern auch wegen der Gemeinschaft, die der Verein bietet. Für Krause begann der Weg in die Organisation über Familieneinflüsse: Der ältere Bruder brachte sie mit der DLRG in Kontakt und über die Schwimmtrainer*innen gelangte sie später selbst zu den Jugendaktionen.
Früh Verantwortung übernommen
Mit 16 Jahren legte Krause ihren Trainerschein ab und übernahm die Aufgabe, wöchentlich Kindern und Jugendlichen das Schwimmen beizubringen. Zunächst lag ihr Fokus auf der Wassergewöhnung, inzwischen betreut sie Gruppen im Bereich des Bronzeabzeichens. Parallel dazu gehört die Organisation monatlicher Veranstaltungen zum Aufgabenbereich, mit denen die DLRG gezielt junge Menschen an den Verein und das Ehrenamt binden will.
- Übernachtungen im Ausbildungszentrum mit Lagerfeuer
- Nachtwanderungen
- Bootsfahrten und praktische Einblicke in die Wasserrettung
Diese Angebote würden genutzt, sagt Krause, und führten viele Heranwachsende an die Arbeit im Verein heran. Aktuell ist sie zudem stellvertretende Vorsitzende im Jugendvorstand und arbeitet dort mit sieben weiteren Engagierten zusammen. Kinder und Jugendliche hätten sie wiederholt in diese Position gewählt, heißt es aus dem Verein.
„Man möchte weitergeben, was man zusammen aufgebaut hat.“
Zahlen belegen Wirksamkeit des Konzepts
Die DLRG Erlangen verzeichnet nach Angaben des Vereins über 300 Mitglieder. Von diesen sind rund 75 Personen aktiv als Ehrenamtliche in den Bereichen Wasserrettung, Schwimmausbildung und Jugendarbeit tätig. Diese Zahlen werden im Verein als Indikator dafür gesehen, dass das Konzept aus Ausbildung und gemeinschaftlichen Aktionen funktioniert.
| Bereich | Angabe |
|---|---|
| Gesamtmitglieder | über 300 |
| Aktive Ehrenamtliche | 75 |
| Mitwirkende im Jugendvorstand | 8 (inkl. Krause) |
Kolleginnen und Kollegen beschreiben Krause als beliebt bei den Kindern, was sie vor allem ihrer ruhigen Ausstrahlung und ihrem offenen Ohr zuschreiben. Solche Eigenschaften seien in der Jugendarbeit wichtig, betonen Vereinsmitglieder, weil sie helfen, Vertrauen aufzubauen und Nachwuchs langfristig an den Verein zu binden.
Ausblick: Ehrenamt als Grundlage lokaler Sicherheit
Die DLRG-Arbeit in Erlangen umfasst nicht nur das Schwimmenlernen, sondern bildet eine lokale Säule der Wasserrettung und Prävention. Die Kombination aus regelmäßiger Ausbildung, Freizeitangeboten und organisatorischem Engagement trage dazu bei, dass Jugendliche frühzeitig Verantwortung übernähmen und sich langfristig für den Verein und die Sicherheit am Wasser engagierten. Für die Stadtgesellschaft bedeutet dies eine stabile Basis freiwilliger Helferinnen und Helfer, die im Ernstfall schnell einsatzbereit sind.
In Erlangen, wo Gewässer wie der Europakanal Teil des städtischen Lebens sind, bleibt die Rolle ehrenamtlicher Rettungskräfte elementar. Die DLRG vor Ort setzt darauf, durch Ausbildung und Gemeinschaft junge Menschen zu erreichen – und mit Beispielen wie Lisa Krause zeigt sich, dass dieses Modell Erfolg hat.