Der EHC Neuwied hat die Torhüterfrage für die bevorstehende Oberliga-Saison 2026/27 geklärt: Neben Jonas Gähr wird auch Felix Köllejan das Torhüterduo der Bären bilden. Der Verein bestätigte damit, dass er auf die bewährte Besetzung setzt, die sich in der vergangenen Saison besonders in den Play-offs als stabiler Rückhalt erwiesen hat.
Rolle in den Play-offs und sportlicher Werdegang
Köllejan, 30 Jahre alt, hatte laut Vereinsangaben maßgeblichen Anteil an der erfolgreichen Titelverteidigung in der CEHL. Sein Beitrag in den entscheidenden Begegnungen verstärkte das Vertrauen der Verantwortlichen, ihn auch in der höheren Liga weiter einzusetzen. Für den Torhüter schließt sich mit dem Aufstieg in die Oberliga ein Kreis: Bereits in der Saison 2015/16 zählte er zum Neuwieder Team, damals mit einer Förderlizenz aus Köln. In dieser Zeit galten die Bären als unangenehmer Gastgeber, und das heimische Icehouse entwickelte sich zu einer defensiven Stärke des Clubs.
„Wir haben damals als Außenseiter vielen Mannschaften Probleme bereitet und gezeigt, dass es vor allem im Icehouse richtig eklig ist zu spielen. Darauf setzen wir auch in der neuen Saison“,
so Köllejan rückblickend zu seiner ersten Oberliga-Zeit mit Neuwied.
Unterbrechung und Rückkehr
Im Jahr 2022 hatte sich Köllejan zunächst von den Bären verabschiedet. Ausschlaggebend für diesen Schritt war unter anderem der Aufwand des Pendelns zwischen Köln und Neuwied. In Bergisch Gladbach fand der Torhüter danach Bedingungen, die sich besser mit seinem privaten Umfeld und seiner jungen Familie vereinbaren ließen. Seine Rückkehr nach Neuwied erfolgte schließlich, nachdem der damalige Torhüter Oto Jeschke langfristig ausfiel. EHC-Manager Carsten Billigmann kontaktierte Köllejan und holte ihn zurück ins Icehouse.
Der 30-Jährige gab an, dass die persönliche Entwicklung und die mentale Reife nach den Jahren außerhalb der Stadt positiv für seine Leistungen waren. Er betonte, dass er sich ruhiger fühle und sich weniger vom Umfeld ablenken lasse — ein Faktor, der ihm besonders in Drucksituationen in den Play-offs zugutekam.
Auswirkungen für die Mannschaft und Saisonplanung
Mit der Zusage Köllejans bleiben die Bären in der wichtigen Position des Torwarts gesichert. Für die Fans bedeutet dies Kontinuität, für das Trainerteam eine bekannte Größe im Kader. In sportlicher Hinsicht erhofft sich der Verein, die Heimstärke im Icehouse weiter auszuspielen und auch in der Oberliga für unangenehme Gastgeberverhältnisse zu sorgen.
- Kontinuität: Torhüterduo bleibt zusammen (Köllejan und Gähr).
- Erfahrung: Köllejan bringt Erfahrung aus früherer Oberliga-Zeit mit.
- Verletzungsfolgen: Rückkehr erfolgte nach längerem Ausfall von Oto Jeschke.
Datenüberblick
| Jahr/Saison | Ereignis |
|---|---|
| 2015/16 | Köllejan spielte mit Förderlizenz aus Köln für Neuwied (Oberliga-Drittliganiveau) |
| 2022 | Abschied von Neuwied, Wechsel nach Bergisch Gladbach |
| 2026/27 | Bleibt Torhüter beim EHC Neuwied in der Oberliga |
Obwohl die personelle Grundlage im Tor nun steht, bleiben weitere Fragen zur Kaderplanung offen: Wie sich die Mannschaft in der Breite aufstellt, welche Verstärkungen noch folgen und wie sich das Team in der höheren Spielklasse behauptet, wird die Vorbereitung und die frühen Spieltage der Saison zeigen. Für Neuwied aber ist die Zusage Köllejans ein deutliches Zeichen für Stabilität in einem für den Verein zentralen Bereich.
Die Fans im Icehouse dürfen sich damit erneut auf einen bekannten Rückhalt im Tor freuen, der sowohl sportlich als auch mental in den vergangenen Monaten überzeugt hat. Der EHC tritt damit mit dem Ziel an, die Heimstärke und die erfolgreiche Spielweise der vergangenen Saison auch in der Oberliga fortzuführen.