Die vier Öko-Modellregionen Unterfrankens rufen Akteure der Gemeinschaftsverpflegung zu einem eintägigen Dialogforum auf. Unter dem Titel „Bio im Rampenlicht - Mehr Bio in der Gemeinschaftsverpflegung“ treffen sich am 11. November 2026 Fachleute, Entscheiderinnen und Entscheider sowie Interessierte in der Marktstraße 11 in 97656 Oberelsbach. Die Veranstaltung richtet sich explizit an Küchenleitungen, Beschäftigte in Großküchen, Träger von Schulen, Kitas und Pflegeeinrichtungen sowie an Händler, Verarbeiter und Logistiker, die Versorgungsketten für Einrichtungen planen und betreiben.
Programm: Praxis, Exkursion und Vernetzung
Veranstalter betonen, dass das Tagungsformat auf praktische Anwendbarkeit ausgelegt ist. Erwartet werden unter anderem:
- Zwei Workshop-Runden zu Speiseplangestaltung und Marketing;
- Ein Rundgang und fachlicher Austausch in der bio-zertifizierten Küche der Umweltbildungsstätte Oberelsbach;
- Konkrete Hinweise zu Beschaffung, Lagerung und Kalkulation für Bio-Produkte;
- Vorträge von Fachkräften aus Landwirtschaft, Küche, Politik und den Öko-Modellregionen;
- Exkursion zu einem nahegelegenen Bio-Betrieb;
- Regionale Vernetzungsmöglichkeiten sowie ein gemeinsames Bio-Mittagessen.
Der Veranstaltungszeitraum ist von 9:15 Uhr bis 16:30 Uhr geplant und umfasst sowohl theoretische als auch handlungsorientierte Segmente, die für die tägliche Praxis von Großküchen relevant sind.
Anmeldung und Ansprechpartnerin
Interessierte können sich bis zum 5. November 2026 anmelden. Die Anmeldung erfolgt über die Termine-Seite der Öko-Modellregion Aschaffenburg unter www.oekomodellregion-ab.de, wo auch der vollständige Programmablauf abrufbar ist. Als direkte Kontaktperson wird die Projektmanagerin Dr. Petra Laubach genannt:
| Telefon | 06021/394-1224 |
| oekomodellregion@lra-ab.bayern.de |
„Mehr Bio in der Gemeinschaftsverpflegung“
Bedeutung für Aschaffenburg und die Region
Für Einrichtungen aus Stadt und Landkreis Aschaffenburg bietet das Forum eine Gelegenheit, bestehende Beschaffungswege zu prüfen und neue regionale Lieferbeziehungen aufzubauen. Die Öko-Modellregionen setzen sich dafür ein, die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft in Unterfranken zu stärken. Für kommunale Träger und Betreiber von Kitas, Schulen oder Pflegeheimen kann das zu konkreten Veränderungen führen:
- Verbesserte Transparenz über regionale Bio-Angebote und Lieferketten;
- Praktische Tipps für die Kalkulation und Lagerhaltung, die helfen, Bio-Angebote wirtschaftlich darzustellen;
- Netzwerke zwischen Erzeugern, Verarbeitern und Großküchen, die langfristige Verträge und Verfügbarkeiten sichern können.
Solche Impulse sind besonders für kommunale Haushalte und soziale Träger relevant, die den Spagat zwischen Nachhaltigkeitszielen und Kosteneffizienz meistern müssen. Die praxisorientierten Workshops und die Exkursion sollen Hemmnisse abgebaut und Umsetzungsbarrieren in den Küchen vor Ort verringern.
Organisation und Ausblick
Das Dialogforum wird in Kooperation der vier Öko-Modellregionen aus Unterfranken organisiert. Die Veranstalter sehen in der Fortsetzung der Dialogreihe eine Möglichkeit, regionale Wertschöpfung zu stärken und verbindliche Schritte hin zu mehr ökologisch erzeugten Lebensmitteln in Gemeinschaftseinrichtungen zu initiieren. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind neben fachlichem Input vor allem die konkreten Kontakte zu Produzenten und Lieferanten von Bedeutung — ein Aspekt, der die Umstellung auf regionale Bio-Produkte erleichtern kann.
Weitere Informationen und das vollständige Programm stehen auf der genannten Website zur Verfügung. Fragen zum Ablauf oder zur Teilnahme beantwortet die Projektmanagerin Dr. Petra Laubach telefonisch oder per E‑Mail.