Rebstockpark, Frankfurt – Das Afrikanische Kulturfest im Rebstockpark bot von Freitag bis Sonntag ein breites Programm aus Musik, Gastronomie, Kunsthandwerk und politischen Gesprächen und zog zahlreiche Familien an. Die Veranstaltung verband Unterhaltung mit Information: Auf der Bühne erklangen sommerliche Hits und Trommeln, auf dem Gelände präsentierten Händler Textilien, Gewürze und Instrumente, und im Rahmen des „Afrika Forum“ diskutierten Expertinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft über die Zukunft der Allianz der Sahelstaaten.
Vielfältige Angebote zwischen Bühne und Basar
Beim Betreten des Festgeländes war Musik das prägende Element: Populäre Titel wie „Calm Down“ und „Jerusalema“ mischten sich mit traditionellen Trommelrhythmen. Das musikalische Angebot wurde ergänzt durch einen lebhaften Basar, an dem Besucherinnen und Besucher bunte Kleider, Schmuck, handgeschnitzte Figuren und verschiedene Musikinstrumente finden konnten. Mehrere Stände boten zum Anprobieren Hüte, Haarschmuck und Taschen an.
Auch die Kulinarik deckte eine weite Bandbreite ab. An den Essensständen wurden Speisen aus unterschiedlichen Regionen Afrikas serviert, explizit genannt sind Gerichte aus Kenia und Nigeria. Darüber hinaus fanden sich auf dem Festivalgelände auch jamaikanische Spezialitäten. Der Duft von Gewürzen und frisch zubereiteten Speisen trug zur Atmosphäre und zur Anziehungskraft der Veranstaltung bei.
- Programm: Musik, Tanz, Handwerk und Kinderangebote
- Basar: Kleidung, Schmuck, Gewürze, Instrumente
- Küche: Speisen aus Kenia, Nigeria und Jamaika
- Politik: „Afrika Forum“ mit Diskussionen zur Sahel-Allianz
| Bereich | Angebot |
|---|---|
| Musik | Live-Auftritte, Trommeln, sommerliche Hits |
| Basar | Textilien, Schmuck, handgeschnitzte Kunst, Instrumente |
| Gastronomie | Gerichte aus Kenia, Nigeria, jamaikanische Speisen |
| Kinder | Spielmobil, Spielangebote, Familienbereiche |
| Forum | Expertendiskussionen zur Allianz der Sahelstaaten |
Familienfreundlichkeit und kulturelle Bildung
Viele Familien nutzten die schattigen Plätze unter den Bäumen, um gemeinsam Speisen zu probieren und das Angebot zu erkunden. Für Kinder gab es neben Verkaufs- und Essensständen zusätzliche Beschäftigungsangebote; ein Spielmobil sorgte dafür, dass Nachwuchs und Eltern den Tag unterhaltsam verbringen konnten. Eine Besucherin brachte die familienorientierte Ausrichtung auf den Punkt:
„Ich war letztes Jahr auch schon da, die Kinder hatten total Spaß.“
Das Festival stellte damit nicht nur Unterhaltung bereit, sondern ermöglichte Besucherinnen und Besuchern auch unmittelbare Begegnungen mit unterschiedlichen kulturellen Traditionen – etwa beim Ausprobieren von Trommeln oder beim Anblick handgeschnitzter Figuren.
Politische Ebene: Das „Afrika Forum“
Neben Festivitäten widmete sich das Programm auch politischen Fragestellungen. Beim sogenannten „Afrika Forum“ kamen Expertinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft zusammen, um über die Zukunft der Allianz der Sahelstaaten zu diskutieren. Damit bot das Festival Raum für Austausch zwischen Kulturvermittlung und geopolitischer Debatte – ein Merkmal, das das Ereignis über reines Entertainment hinaushebt.
Die Kombination aus Begegnung, Konsum und Information machte das Afrikanische Kulturfest zu einem Ort, an dem kulturelle Vielfalt erlebbar wurde und zugleich politische Themen zur Sprache kamen. Ob Besucherinnen und Besucher vorrangig die Musik genossen, an den Ständen einkauften oder die Diskussionen im Forum verfolgten: Die Veranstaltung verband mehrere Ebenen und sprach damit unterschiedliche Interessen an.
Das Festival im Rebstockpark demonstriert, wie kulturelle Veranstaltungen lokal verankerte Begegnungen schaffen und zugleich Raum für überregionale Themen bieten können. Für viele Familien blieb es ein Anlass zum gemeinschaftlichen Erleben und zur Auseinandersetzung mit kultureller Vielfalt.