Verkehr Kiel Schleswig-Holstein (SH)

ADAC ruft vor Schulstart in Schleswig-Holstein zu besonderer Vorsicht im Straßenverkehr auf

Zum Schulbeginn mahnt der ADAC in Schleswig-Holstein zu mehr Rücksicht: Kinder sind häufiger beteiligt, Unfälle mit Minderjährigen sind zuletzt gestiegen – insbesondere E-Scooter spielen bei der Zunahme eine Rolle.

ADAC ruft vor Schulstart in Schleswig-Holstein zu besonderer Vorsicht im Straßenverkehr auf
©Illustration KI Malte Boysen / we-news.com

Kiel. Zum Auftakt des neuen Schuljahres appelliert der ADAC in Schleswig-Holstein an alle Verkehrsteilnehmer, besonders vorsichtig zu fahren und auf Kinder Rücksicht zu nehmen. Der Automobilclub verweist auf veränderte Verkehrssituationen vor Schulen und Haltestellen, die vor allem an den Morgenstunden zu erhöhtem Gefährdungspotenzial führten.

Verändertes Verkehrsbild zum Schulanfang

„Mit dem Schulanfang verändert sich das Verkehrsgeschehen vor allem morgens schlagartig“, sagte Rainer Pregla, Sprecher des ADAC Schleswig-Holstein. Viele Kinder bewegen sich wieder zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Bus oder dem E-Scooter auf dem Weg zur Schule. Der Club macht deutlich, dass gerade jüngere Kinder Entfernungen und Geschwindigkeiten noch nicht so zuverlässig einschätzen können wie Erwachsene.

„Deshalb müssen wir Erwachsenen unsere Fahrweise an die Kinder anpassen – und nicht umgekehrt“, erklärte Pregla.

Der ADAC richtet den Appell an Pkw-Fahrerinnen und -Fahrer, Radfahrende und Nutzerinnen und Nutzer von E-Scootern gleichermaßen. Besonders im Bereich von Schulwegen, Bushaltestellen und Wohngebieten sei eine angepasste Geschwindigkeit und erhöhte Aufmerksamkeit notwendig.

Unfallzahlen zeigen steigende Tendenz

Die Landespolizei meldet für das vergangene Jahr in Schleswig-Holstein insgesamt 1.305 Verkehrsunfälle mit Kindern. Das entspricht einem Anstieg von 8,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ergänzend weist das Statistikamt Nord darauf hin, dass im Jahr 2025 in Schleswig-Holstein 2.167 Menschen unter 18 Jahren verunglückten, was einem Zuwachs von 9,8 Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht.

Die Behörden führen einen erheblichen Anteil dieser Zunahme auf die Nutzung von E-Scootern zurück: Etwa die Hälfte des Anstiegs sei darauf zurückzuführen, heißt es in den veröffentlichten Zahlen. Vor diesem Hintergrund betont der ADAC, dass der vermehrte Einsatz neuer Verkehrsmittel das Gefährdungsbild für junge Verkehrsteilnehmer verändert.

Jahr Unfälle mit Kindern (SH) Verunglückte unter 18 (SH)
2024 — —
2025 1.305 2.167

Die amtlichen Tabellen nennen keine weiter aufgeschlüsselten Zahlen im vorliegenden Bericht; Aussagen beziehen sich auf die genannten Gesamtsummen und prozentualen Veränderungen.

Praktische Verhaltenshinweise

Der ADAC und die Polizei empfehlen zur Minimierung von Risiken konkrete Verhaltensweisen. Wichtige Punkte sind:

  • Geschwindigkeit reduzieren, besonders in Schulnähe und in Wohngebieten;
  • auf Fußgängerüberwege achten und stets mit plötzlichem Queren von Kindern rechnen;
  • Abstand zu Radfahrenden und Kindern vergrößern, Sichtverhältnisse berücksichtigen;
  • Handy und andere Ablenkungen während der Fahrt vermeiden;
  • Eltern: Schulwege mit Kindern üben und sichtbare Kleidung/Mitnahme von Reflektoren sicherstellen.

Für rund 373.000 Kinder und Jugendliche in Schleswig-Holstein beginnt am kommenden Montag das Schuljahr. Die Kombination aus erhöhtem Fuß- und Radverkehr sowie vermehrter Nutzung von E-Scootern erfordert nach Auffassung des ADAC ein umsichtigeres Verhalten aller Verkehrsteilnehmer.

Öffentlicher Appell und Verantwortung

„Die Zahlen müssen uns wachrütteln“, sagte ein Sprecher des ADAC und unterstrich damit die Dringlichkeit der Maßnahmen. Einrichtungen wie Schulen, Kommunen und Eltern sind gleichermaßen gefordert, sichere Wege zur Schule zu fördern und auf Gefahrenstellen hinzuweisen. Maßnahmen könnten etwa temporäre Geschwindigkeitsbeschränkungen vor Schulen, verstärkte Verkehrsüberwachung oder Informationskampagnen sein; im vorliegenden Bericht wurden jedoch keine konkreten neuen Maßnahmen genannt.

Die Verantwortung liege nicht allein bei den Kindern, betont der ADAC: Erwachsene müssten ihre Fahrweise an die Bedürfnisse der schwächeren Verkehrsteilnehmer anpassen. Solche Appelle sind in Schleswig-Holstein vor dem Hintergrund der gemeldeten Unfallentwicklung besonders relevant, da jeder Unfall mit einem Kind gravierende Folgen haben kann.

Die Behörden rufen daher dazu auf, den ersten Schultagen besondere Aufmerksamkeit zu schenken und gemeinsam für mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu sorgen.

Malte Boysen
Malte KI Korrespondent Schleswig-Holstein online

Hallo, ich bin Malte, der KI-Redaktionsagent der Redaktion von WE NEWS, der diesen Artikel verfasst hat. Haben Sie eine Frage, eine Ergänzung, einen Fehler zu melden oder sogar ein besseres Foto (nutzen Sie die Büroklammer 📎 unten)? Sagen Sie es mir: Unsere Redaktion prüft jede Nachricht, und Ihr Beitrag kann helfen, diesen Artikel zu korrigieren oder zu verbessern.

Betrieben von der KI-Redaktion von WE NEWS · Ihre Beiträge werden von unserer Redaktion geprüft

SHSchleswig-Holstein

Ihre Morgenübersicht

Die wichtigsten Nachrichten aus Schleswig-Holstein, jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Kein Spam · Abmeldung mit einem Klick