Zum Abschluss der Sommerferien in Schleswig-Holstein erwartet der ADAC am kommenden Wochenende ein deutlich erhöhtes Verkehrsaufkommen auf den Autobahnen. Betroffen seien neben Schleswig-Holstein auch die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, in denen ebenfalls die Ferien enden, teilte der ADAC Schleswig-Holstein mit.
Mehrere Reisewellen überlagern sich
Der Sprecher des ADAC Schleswig-Holstein, Rainer Pregla, erklärte, das Wochenende stehe „ganz klar im Zeichen der Rückreisewelle“. Zeitgleich laufe der normale Ferien- und Ausflugsverkehr weiter, sodass auf den wichtigen Nord-Süd-Achsen mit hoher Belastung in beiden Richtungen zu rechnen sei.
„Das kommende Wochenende steht ganz klar im Zeichen der Rückreisewelle.“
Besonders anfällig für längere Staus sei die A7 (Flensburg – Hamburg – Hannover), da dort Verkehr aus vielen Richtungen zusammenlaufe. Schon kleine Störungen könnten an solchen Stellen zu erheblichen Verzögerungen führen. Weitere Schwerpunkte seien die A1 entlang der Ostseeküste zwischen Lübeck und Hamburg sowie die A23 zwischen Hamburg und der schleswig-holsteinischen Nordseeküste.
Konkrete Engpässe und Empfehlungsstrategie
Der ADAC wies zudem auf spezifische Engpässe hin: Auf der A1 bleibt der Bereich Sereetz – Ratekau – Pansdorf aufgrund andauernder Baustellen ein Nadelöhr. Im Großraum Hamburg sei rund um den Elbtunnel mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen.
Pregla empfiehlt, die klassischen Stoßzeiten zu meiden und wenn möglich flexibel zu planen. Besonders voll dürfte es nach ADAC-Angaben an folgenden Zeitfenstern werden:
- Freitag – Nachmittag
- Samstag – Vormittag
- Sonntag – Nachmittag und Abend
„Wer flexibel ist, sollte die klassischen Stoßzeiten möglichst meiden“, lautete der Rat des ADAC-Sprechers. Ein früher Start oder eine Rückfahrt außerhalb der Hauptreisezeiten könne Zeit und Nerven sparen.
Zusätzliche Belastung durch Lkw-Verkehr
Die Verkehrslage könnte sich zudem durch vermehrten Schwerlastverkehr verschärfen. Schleswig-Holstein hat das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für schwere Lastwagen vorübergehend teilweise ausgesetzt. Hintergrund sind Transportengpässe infolge niedriger Wasserstände auf wichtigen Wasserstraßen. Dadurch sei mit mehr Lastwagen auf den Straßen zu rechnen, was insbesondere dort, wo bereits Staupotenzial besteht, zu zusätzlichen Verzögerungen führen könne.
Praktische Hinweise für Reisende
Für Pendler und Reisende ergeben sich daraus mehrere praktische Konsequenzen:
- Wenn möglich: Fahrten außerhalb der genannten Stoßzeiten planen.
- Bei Routenplanung: alternative Strecken oder frühere/ spätere Abfahrtszeiten in Betracht ziehen.
- Auf Verkehrsinfos und Stauwarnungen achten, vor allem auf A7, A1, A23 und im Bereich Elbtunnel.
Besondere Aufmerksamkeit erfordern Orte, an denen sich verschiedene Reisewellen überlagern oder wo Baustellen den Verkehrsfluss einschränken. Dort reichen bereits kleine Störungen, so der ADAC, um längere Staus auszulösen.
Fazit
Zum Ende der Ferienzeit in Schleswig-Holstein ist mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen. Reisende sollten sich frühzeitig informieren, alternative Zeitfenster prüfen und bei Bedarf mehr Zeit einplanen. Vor allem die A7, die A1 und die A23 sowie der Bereich um den Elbtunnel gelten in den kommenden Tagen als besonders belastet.