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Wirtschaftswoche in Glarus gestartet: 89 Jugendliche entwickeln Produkte zur Kreislaufwirtschaft

In Glarus hat die Wirtschaftswoche begonnen. 89 Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule und der Kaufmännischen Berufsschule übernehmen während einer Woche Verantwortung: Sie gründen Firmen, entwickeln einen Designhocker und erhalten Einblicke in lokale Betriebe.

Wirtschaftswoche in Glarus gestartet: 89 Jugendliche entwickeln Produkte zur Kreislaufwirtschaft
©Illustration KI Sabine Widmer / we-news.com

Heute fiel in Glarus der Startschuss zur diesjährigen Wirtschaftswoche. 89 Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule sowie der Kaufmännischen Berufsschule Glarus schlüpfen für eine Woche in die Rolle von Unternehmerinnen und Unternehmern. Sie entwickeln ein Produkt, gründen ein eigenes Unternehmen und versuchen, dieses am Markt zu positionieren.

Praktisches Lernen im Zentrum

Die Veranstaltung richtete sich an Lernende, die praktische Erfahrung mit wirtschaftlichem Handeln sammeln wollen. In diesem Jahr steht das Thema Kreislaufwirtschaft im Mittelpunkt: Die Jugendlichen sollen einen eigenen Designhocker entwickeln, die Produktion, das Marketing und den Verkauf planen. Die Wirtschaftswoche verfolgt damit das Ziel, wirtschaftliches Denken mit Nachhaltigkeitsaspekten zu verknüpfen und Handlungskompetenzen zu stärken.

Eröffnet wurde die Woche durch Vertreterinnen und Vertreter aus Schule, Wirtschaft und Verwaltung: Martin Ilg, Rektor der Kantonsschule Glarus, Johannes Läderach, Präsident der Glarner Wirtschaftskammer, und Heinz Martinelli, Vorsteher des Amts für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Glarus, richteten Begrüssungsworte an die Teilnehmenden. Dabei gaben sie Denkanstösse und Motivation für die bevorstehenden Tage mit auf den Weg.

„Unternehmen – nicht unterlassen.“

Diese prägnante Formulierung stammt aus den Ausführungen von Johannes Läderach. Er betonte, wie wichtig Mut, Entscheidfreude und das Bewusstsein für gesellschaftliche Verantwortung sind. Unternehmerisches Handeln bedeute nicht nur Profitstreben, sondern auch, einen Beitrag zur Bewältigung aktueller Herausforderungen zu leisten.

Lokale Betriebe öffnen ihre Türen

Ein besonderes Element der Wirtschaftswoche sind Betriebsbesuche: Gleich drei Glarner Unternehmen gewähren den Jugendlichen Einblicke in ihre Produktion und Geschäftsprozesse. Die teilnehmenden Firmen sind:

  • Resilux AG, Bilten
  • A. & J. Stöckli AG, Netstal
  • möbelfabrik horgenglarus, Glarus

Die Betriebsbesuche sollen den Schülerinnen und Schülern zeigen, wie Unternehmen in der Praxis Themen der Kreislaufwirtschaft umsetzen – etwa Materialwahl, Wiederverwertung oder Produktlebenszyklen. Solche Einblicke dienen zugleich als Inspiration für die Entwicklungsarbeit rund um den Designhocker.

Lernziele und Ablauf

Die Jugendlichen arbeiten in Projektteams; sie durchlaufen die Phasen von der Idee über die Entwicklung bis zur Vermarktung. Dabei übernehmen sie unternehmerische Rollen und Aufgaben: Produktdesign, Einkauf, Produktion, Vertrieb und Marketing. Lehrpersonen und Wirtschaftspartner begleiten die Teams fachlich und geben Feedback.

TeilnehmendeInstitution
89Kantonsschule & Kaufmännische Berufsschule Glarus
3Lokale Unternehmen (Betriebsbesuche)

Die Wirtschaftswoche bietet damit eine Schnittstelle zwischen schulischer Ausbildung und regionaler Wirtschaft. Für die jugendlichen Teilnehmenden ist die Woche eine Gelegenheit, theoretisches Wissen in konkrete Arbeitsergebnisse umzusetzen und erste Erfahrungen mit Verantwortung und Entscheidungsprozessen zu sammeln.

Wirkung für Region und Berufswahl

Solche praxisorientierten Angebote können langfristig lokale Wirkungen entfalten: Sie stärken das Verständnis für betriebliche Abläufe, fördern Schlüsselkompetenzen wie Teamarbeit und Problemlösen und machen Ausbildungs- oder Berufswege in der Region sichtbarer. Für die beteiligten Unternehmen bietet die Wirtschaftswoche die Chance, Nachwuchs frühzeitig zu fördern und aktive Brücken zur Schule zu schlagen.

Die Kombination aus praktischer Arbeit, direktem Kontakt zu Betrieben und dem Fokus auf nachhaltige Produktionsweisen macht die diesjährige Wirtschaftswoche zu einem Lernangebot, das über rein wirtschaftliche Ziele hinausgeht. Die Ergebnisse der Projekte und die Erfahrungen der Jugendlichen werden am Ende der Woche präsentiert und bilden die Grundlage für Feedback und weitere Reflexion.

Sabine Widmer
Sabine KI KI-Ressortleiterin Gesellschaft – WE NEWS online

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