Die Kantonspolizei Glarus hat in den ersten Wochen nach Schulbeginn verstärkte Verkehrsüberwachungen in der Nähe von Schulhäusern und Kindergärten in allen drei Gemeinden des Kantons durchgeführt. Über einen Zeitraum von insgesamt 45,5 Stunden kontrollierten Patrouillen den Verkehr und protokollierten dabei sowohl Geschwindigkeitsüberschreitungen als auch andere Verkehrsverstösse.
Ergebnisse der Kontrollen
Insgesamt passierten während der Einsätze 6 279 Fahrzeuge die überwachten Stellen. Davon waren 276 Fahrzeuge zu schnell unterwegs; die Mehrheit der Fälle wurde gemäss Mitteilung der Polizei durch Ordnungsbussen erledigt. In fünf Fällen ging die Polizei weiter und rapportierte die Lenkerinnen und Lenker.
| Messpunkt | Erlaubte Geschwindigkeit | Gemessene Höchstgeschwindigkeit |
|---|---|---|
| Innerorts | 50 km/h | 76 km/h |
| Innerorts (zum Teil 40) | 40 km/h | 55 km/h |
| Vor Schule/Kindergarten (30) | 30 km/h | 52 km/h |
Die Polizei registrierte zudem verschiedene weitere Verstösse, darunter das Nichttragen des Sicherheitsgurts, unleserliche Kontrollschilder, die Benutzung von Mobiltelefonen am Steuer sowie Lernfahrten ohne vorgeschriebene L-Schilder. Fünf Jugendliche werden angezeigt, weil sie ein E-Trottinett vor Erreichen des erforderlichen Mindestalters fuhren. Zwei weitere Verzeigungen betreffen nicht vorschriftsgemässe Mofas.
Kontext und Bedeutung
Die Massnahmen erfolgen vor dem Hintergrund des Schulanfangs, wenn viele Kinder und Jugendliche unterwegs sind und Schulwege verstärkt genutzt werden. Solche Kontrollen dienen primär dem Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmenden und der Prävention. Die dokumentierten Höchstgeschwindigkeiten zeigen, dass es bei einzelnen Lenkerinnen und Lenkern erhebliche Abweichungen von den erlaubten Geschwindigkeiten gab, was das Risiko schwerer Unfälle erhöht.
Die Kantonspolizei weist darauf hin, dass die Sanktionen je nach Schwere des Verstosses unterschiedlich ausfallen: Ordnungsbussen decken die Mehrheit der Fälle ab, bei gravierenderen Übertretungen folgen Rapportierungen an die Staatsanwaltschaft oder weitere behördliche Massnahmen. Die Präsenz der Polizei an Schulwegen beschränkt sich nicht nur auf das Messen von Geschwindigkeit, sondern umfasst auch die Kontrolle anderer sicherheitsrelevanter Aspekte.
Praktische Hinweise für Eltern und Lenkerinnen
- Bei Schulwegen rechtzeitig langsam fahren und mit Kinderbewegungen rechnen.
- Auf ausgeschilderte Tempolimiten achten, besonders in Zonen mit 30 km/h vor Schulhäusern.
- Sicherheitsgurtpflicht beachten; Kinder korrekt im Kindersitz sichern.
- Während der Fahrt keine Mobiltelefone verwenden.
- Bei Lernfahrten das vorgeschriebene L-Schild sichtbar anbringen.
Solche Verhaltensregeln tragen dazu bei, die Zahl gefährlicher Situationen zu minimieren. Die Kontrollen sollen auch eine präventive Wirkung entfalten: Wiederholte und einschneidende Massnahmen können zu verkehrsrechtlichen Folgen für die Betroffenen führen.
Die Polizei wird ihre Präsenz an neuralgischen Punkten weiterhin situativ anpassen, wie die Mitteilung erklärt. Konkrete Zeitpläne der Kontrollen wurden nicht publiziert; Betroffene und interessierte Eltern können sich bei Fragen an die Kantonspolizei wenden.
Die Ergebnisse der Aktion unterstreichen, dass trotz Sensibilisierung und Tempolimiten nach wie vor zahlreiche Verstösse vorkommen. Die Behörden betonen die gemeinsame Verantwortung von Lenkerinnen, Lenker, Eltern und Gemeinden, Schulwege sicher zu gestalten und einzuhalten.