Die Diskussion um eine mögliche Rückkehr von Eren Dinkçi zum SV Werder Bremen hat an Fahrt aufgenommen. Nach Angaben des Portals Deichstube befinden sich die Norddeutschen und der SC Freiburg in konkreten Verhandlungen. Offenbar stehen aber noch zwei zentrale Punkte einer Einigung im Weg: die vertragliche Ausgestaltung des Geschäfts und die Höhe der Leihgebühr.
Sportlicher Hintergrund und jüngste Entwicklung
Dinkçi, Jahrgang 1999, verliess Werder Bremen 2024 für eine Ablöse von 5 Millionen Euro in Richtung Breisgau. In Freiburg konnte sich der Offensivspieler bislang nicht dauerhaft durchsetzen. Verletzungsprobleme prägten zuletzt die Hinrunde: In der vergangenen Saison kam Dinkçi in der Hinrunde lediglich auf acht Einsätze, ehe ihn der SCF nach Heidenheim verlieh.
Bei der Rückkehr nach Heidenheim fand Dinkçi wieder zu konstanteren Leistungen: In 14 Spielen erzielte er sechs Treffer. Diese Form belegt, dass der 24-Jährige auf dem Platz Wirkung entfalten kann und bei einem erneuten Engagement für Bremen ohne lange Eingewöhnungszeit zur Verfügung stünde.
«Die Personalie Dinkçi wird derzeit konkret zwischen Werder und dem SC Freiburg verhandelt», berichtet Deichstube.
Finanzielle Differenzen: Kaufoption versus Kaufpflicht
Ein Knackpunkt in den Gesprächen ist die Frage, wie der Wechsel vertraglich ausgestaltet werden soll. Der SC Freiburg bevorzugt dem Bericht zufolge einen festen Verkauf, will also einen festen Deal mit einer Kaufpflicht vereinbaren. Werder Bremen zeigt sich hingegen eher an einer Lösung mit Kaufoption interessiert.
Die Bremer Situation erklärt teilweise diese Position: Trotz bereits erzielter Transfererlöse – in der laufenden Transferperiode betrugen die bisherigen Sommereinnahmen gemäss Bericht 20,5 Millionen Euro – wollen die Norddeutschen einen sofortigen festen Kauf offenbar nicht stemmen. Daher verhandeln die Parteien aktuell intensiv über einen erneuten Leihdeal mit finanziellen Bedingungen.
Leihgebühr als weiteres Streitthema
Neben der Frage Kaufpflicht versus Kaufoption rückt vor allem die Höhe der Leihgebühr in den Mittelpunkt. Laut Deichstube ist über die genaue Summe noch keine Einigung erzielt worden. Ob und wie hoch eine Leihgebühr ausfällt, dürfte für beide Klubs entscheidend sein: Für Werder wäre eine moderate Gebühr verbunden mit einer späteren Kaufoption attraktiv; Freiburg hingegen fordert offenbar eine Kaufpflicht im niedrigen einstelligen Millionenbereich.
- Vorgeschlagene Modelle: erneute Leihe mit Kaufpflicht vs. Leihe mit Kaufoption
- Finanzlage Werder: bisherige Sommereinnahmen von 20,5 Mio. Euro, dennoch zurückhaltend bei festen Verpflichtungen
- Sportlich: Dinkçi zeigte in Heidenheim mit 6 Toren in 14 Spielen wieder gute Form
Marktwert und Perspektive
Zum Zeitpunkt seines Wechsels von Werder nach Freiburg wurde Dinkçis Marktwert mit 12 Millionen Euro beziffert. Seither hat sich dieser Wert laut Bericht halbiert, wodurch er aktuell bei rund 6 Millionen Euro liegen dürfte. Trotz des Rückgangs gehört Dinkçi bei Werder weiterhin nicht zu den meistgeschätzten Spielern; nur sechs Profis werden dort höher taxiert.
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Ablöse 2024 | 5 Mio. Euro |
| Marktwert bei Abgang | 12 Mio. Euro |
| Aktueller Marktwert (laut Bericht) | halbiert, rund 6 Mio. Euro |
| Heidenheim-Leihe: Spiele/Tore | 14 Spiele / 6 Tore |
Aussicht: Entscheidung in der kommenden Woche?
Nach Informationen von Deichstube dürfte eine endgültige Entscheidung über eine Rückkehr Dinkçis nach Bremen nicht vor der nächsten Woche fallen. Dann wird sich zeigen, ob ein Kompromiss bei der Leihgebühr und der Vertragsklausel gelingt oder ob der SC Freiburg den Spieler andersweitig anbindet.
Für den SCF bedeutet die Personalie strategische Abwägungen: Einerseits besteht der Wunsch, weiterhin über Optionen im Sturm zu verfügen und sportliche Flexibilität zu behalten; andererseits steht die wirtschaftliche Komponente und die Forderung nach Planbarkeit im Vordergrund. Für Werder wiederum ist Dinkçi ein Kandidat, der sportlich ins bevorzugte 4-3-3-System passt und aufgrund seiner Herkunft an der Weser keine lange Eingewöhnungszeit bräuchte.
Ob es zu einer Rückkehr kommt, bleibt vorerst offen. Klar ist: Die kommenden Tage werden zeigen, wie beide Vereine die sportlichen Bedürfnisse mit den finanziellen Zwängen in Einklang bringen.