Vom 13. bis 16. August wird Schaffhausen erneut Gastgeberin der TORTOUR, dem weltgrössten mehrtägigen Nonstop‑Ultracycling‑Event. Die Veranstaltung kehrt damit nach sechs Jahren in Zürich an den Ursprung zurück: Die KSS‑Eishalle wird zum Ausgangs‑ und Zielort für Athletinnen und Athleten aus aller Welt, die sich auf anspruchsvollen Strecken einem der härtesten Tests im Radsport stellen.
Die Königsdisziplin: 1'000 Kilometer nonstop
Im Zentrum steht die bekannte TORTOUR 1000: Eine Strecke über rund 1'000 Kilometer mit mehreren schwer zu fahrenden Alpenpässen, die in möglichst kurzer Zeit ohne Unterbruch bewältigt werden muss. Die Teilnehmenden sitzen Tag und Nacht im Sattel, die Prüfung verlangt neben höchster körperlicher Fitness vor allem mentale Stärke und Durchhaltewille.
Breites Angebot für verschiedene Leistungsstufen
Das Rennen richtet sich nicht nur an absolute Extremfahrer. Parallel zur Königsdisziplin bietet das Programm Kategorien für unterschiedliche Leistungsniveaus und Teamkonstellationen:
- TORTOUR 1000 – rund 1'000 km, nonstop
- TORTOUR 500 – rund 500 km, wahlweise mit oder ohne Begleitfahrzeug
- TORTOUR 250 – 250 km, offen für Teams und Einzelfahrer
- TORTOUR MYSELF 50 – 50 km, für Einsteiger und Fortgeschrittene
Neu ist auch, dass die Veranstaltung wieder die Möglichkeit «solo und unbegleitet» fest im Programm führt. Damit bleibt die TORTOUR eine Plattform sowohl für Einzelathleten, die das Äusserste suchen, als auch für Mannschaften, die taktisch und arbeitsteilig an den Start gehen.
Innovation trifft auf Tradition
Die 18. Austragung kombiniert Bewährtes mit neuen medialen Konzepten. Mit «TORTOUR – Live on the Edge» wird ein neuartiges Format eingeführt: Sechs Teams auf einer 500‑Kilometer‑Strecke werden rund um die Uhr von Kameras begleitet. Statt klassischer Sportberichterstattung soll daraus eine Live‑Reality‑Erzählung entstehen, die die Vorbereitung, das Rennen und die physischen wie mentalen Grenzerfahrungen der Teilnehmenden dokumentiert.
| Distanz | Teilnehmerform |
|---|---|
| TORTOUR 1000 | Einzel, Team, solo/unbegleitet |
| TORTOUR 500 | Mit oder ohne Begleitfahrzeug |
| TORTOUR 250 | Teams und Einzelfahrer |
| TORTOUR MYSELF 50 | Einsteiger/Fortgeschrittene |
Die mediale Begleitung soll nicht nur Sportfans, sondern auch ein breiteres Publikum ansprechen. Zuschauerinnen und Zuschauer erhalten dabei laut Veranstalterinnen und Veranstaltern «hautnahe Einblicke in Teamdynamiken, strategische Entscheidungen, Konflikte sowie die physischen und mentalen Grenzerfahrungen» der Athletinnen und Athleten.
Folgen für Region und Sport
Die Rückkehr nach Schaffhausen bedeutet für die Region eine erhöhte Aufmerksamkeit und womöglich wirtschaftliche Impulse durch Teilnehmende, Begleitungen und Zuschauerinnen und Zuschauer. Aus sportlicher Sicht bestätigt die TORTOUR ihre Stellung als Referenz im Ultracycling: Die Kombination aus traditionell harter Streckenführung und neuen Erzählformaten könnte zudem das Interesse an Ausdauersportarten und an teils medienwirksamen Formaten steigern.
Für die Athletinnen und Athleten bleibt die TORTOUR eine Flaggschiff‑Prüfung: Wer hier erfolgreich besteht, demonstriert Ausdauer, fahrtechnisches Geschick und psychische Robustheit. Die Mischung aus klassischen Wettbewerbsformaten und Livedokumentation könnte die Wahrnehmung von Ultracycling nachhaltig verändern und neue Zielgruppen erreichen.
Die TORTOUR 2026 verspricht damit sowohl sportlich anspruchsvolle Wettkämpfe als auch ein mediales Experiment — und stellt Schaffhausen für vier Tage ins Zentrum einer Szene, die Extremsport und Langstreckenausdauer vereint.