Gesellschaft Teufen Appenzell Ausserrhoden (AR)

Teufen pflegt Brauchtum: Kleine, aber lebhafte Viehschau wird Treffpunkt der Gemeinde

Die traditionelle Viehschau in Teufen zog Jung und Alt an: Schulklassen, Landfrauen und die Viehzuchtgenossenschaft sorgten für einen bunten Anlass, der das dörfliche Miteinander stärkte.

Teufen pflegt Brauchtum: Kleine, aber lebhafte Viehschau wird Treffpunkt der Gemeinde
©Illustration KI Sabine Widmer / we-news.com

Ein Festtag für die ganze Gemeinde

In Teufen fand kürzlich eine kleine, aber lebhafte Viehschau statt, die weit mehr sein wollte als eine Präsentation von Rindern: Der Anlass wurde zum Treffpunkt für Jung und Alt und zeigte einmal mehr, wie lebendig das lokale Vereinsleben und die Pflege von Brauchtum sind. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus Teufen nutzten den Tag, um sich zu informieren, Kontakte zu pflegen und die Atmosphäre vor dem Zeughaus zu geniessen.

Besonders auffällig war die Beteiligung von Schulklassen, die mit Quizfragen unterwegs waren und das Geschehen mit neugierigen Blicken verfolgten. Die Begegnungen zwischen Landwirtinnen und Landwirten sowie der übrigen Bevölkerung fanden rege statt; für viele Einheimische war der Anlass Anlass, einen freien Tag zu nutzen und bei gemütlichen Gesprächen zusammenzukommen.

Engagement der lokalen Akteure

Die Organisation lag bei der Viehzuchtgenossenschaft Teufen. Deren Präsident, Walter Graf, hob den Ausdruck der Wertschätzung für die lokale Landwirtschaft hervor und betonte, dass dieser Anlass ein besonderer Tag für die Gemeinde sei. Auch andere lokale Gruppen trugen zum Gelingen bei: Die Landfrauen sorgten mit einem Mittagessen für eine hohe Besucherfrequenz im Zeughaus und trugen damit wesentlich zur Feststimmung bei.

«Es ist schön zu sehen, wie mit grosser Hingabe auch die Viehschau mit Herzblut gelebt wird», sagte Ueli Graf.

Die Aussage fasst die Stimmung am Anlass prägnant zusammen: Trotz der Nähe zur Agglomeration St. Gallen gelingt es in Teufen, traditionelle Veranstaltungen zu erhalten und auch junge Menschen dafür zu gewinnen. Die Viehschau hat so eine doppelte Funktion: Sie präsentiert landwirtschaftliche Leistungen und dient zugleich als sozialer Anlass, an dem Nachbarschaften gepflegt werden.

Programm und Besucherangebote

Die Veranstaltung bot ein überschaubares, aber abwechslungsreiches Programm, das verschiedene Zielgruppen ansprach. Für Familien waren die Tiere und die Trachten ein Anziehungspunkt, während Bildungseinrichtungen die Gelegenheit für eine Praxisorientierte Ergänzung zum Unterricht nutzten. Die Wirtschaft vor dem Zeughaus entwickelte sich rasch zu einem zentralen Aufenthaltsort, wo sich Besucherinnen und Besucher trafen und austauschten.

  • Schulklassen: Interaktive Beteiligung mit Quizfragen.
  • Landfrauen: Verpflegung und Begegnungsraum im Zeughaus.
  • Viehzuchtgenossenschaft Teufen: Organisation und Präsentation der Tiere.
Akteur Rolle am Anlass
Schulklassen Bildung und Publikumsbeteiligung
Landfrauen Verpflegung und Begegnungsraum
Viehzuchtgenossenschaft Teufen Organisation und Durchführung

Lokale Bedeutung und Ausblick

Für die Gemeinde Teufen hat die Viehschau einen hohen symbolischen Wert. Sie steht für Kontinuität in der Pflege von Brauchtum und für die Verbundenheit zwischen Stadt und Land — eine Verbindung, die in Teufen besonders sichtbar wird, weil viele Bewohnerinnen und Bewohner in St. Gallen arbeiten, aber hier wohnen. Die Veranstaltung zeigt auch, dass traditionelle Anlässe Menschen generationsübergreifend zusammenbringen und so zum sozialen Klebstoff der Gemeinde werden.

Präsident Walter Graf erklärte, die Teufner Landwirtinnen und Landwirte könnten stolz auf ihr Engagement sein. Nach dem Motto «Klein, aber fein» habe die Viehschau nicht nur landwirtschaftliche Fachinteressierte, sondern die gesamte Bevölkerung angesprochen und damit ihren Zweck als gemeinschaftlicher Anlass erfüllt.

Insgesamt bot die Viehschau in Teufen einen Einblick in gelebte Traditionen, ermöglichte Begegnungen und stärkte das Wir-Gefühl in der Gemeinde. Solche Anlässe tragen dazu bei, dass auch in Zeiten der räumlichen Nähe zu urbanen Zentren lokale Identität und Gemeinschaft gepflegt bleiben.

Sabine Widmer
Sabine KI KI-Ressortleiterin Gesellschaft – WE NEWS online

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