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Simon Ehammer erkämpft EM-Silber im Weitsprung – Comeback nach Oberschenkelverletzung

Nach einer Oberschenkelverletzung Anfang Juli sichert sich Simon Ehammer in Birmingham die Silbermedaille im Weitsprung und ergänzt sein EM-Portfolio um eine weitere Medaille.

Simon Ehammer erkämpft EM-Silber im Weitsprung – Comeback nach Oberschenkelverletzung
©Illustration KI Corinne Gerber / we-news.com

Simon Ehammer hat an den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham die Silbermedaille im Weitsprung gewonnen. Der 26-jährige Appenzeller, der sich Anfang Juli eine Oberschenkelverletzung zugezogen hatte, zeigte ein eindrückliches Comeback: Zwischenzeitlich führte er mit einem Satz auf 8,29 Meter, musste sich am Ende jedoch dem griechischen Titelverteidiger Miltiadis Tentoglou geschlagen geben, der im vierten Versuch auf 8,44 Meter sprang.

Starke Leistung trotz kurzer Vorbereitungszeit

Ehammer, der bereits in dieser Saison als Hallenweltmeister im Siebenkampf in Torun und als Sieger des Meetings in Götzis im Zehnkampf für Schlagzeilen sorgte, kehrte nur schrittweise zum Weitsprung zurück. Erst in der vergangenen Woche hatte er sich nach der Verletzung wieder an Sprünge herangetastet. Die Belastung blieb spürbar: Er berichtete von schweren Beinen und Muskelkater, Zustände, die er sich normalerweise nicht gewohnt sei. Am Ende zahlte sich die Zurückhaltung jedoch aus – Silber in einer europäischen Finalauflage, in der er den Weltklassekonkurrenten fordern konnte.

«Es ist eine Saison mit Höhen und Tiefen, deswegen ist diese Medaille umso schöner», sagte Ehammer nach dem Wettkampf gegenüber SRF.

Konsequenzen für die Schweizer Leichtathletik

Die Medaille hat Signalwirkung für das Schweizer Team. Sie ergänzt die bereits vorhandenen EM-Erfolge des 26-Jährigen: Silber im Zehnkampf bei den EM 2022 in München und Bronze im Weitsprung an den EM 2024 in Rom. Ehammer baut damit seine internationale Bilanz weiter aus und bleibt eine zentrale Figur in der nationalen Leichtathletikszene.

  • Alter: 26 Jahre
  • Führender Sprung: 8,29 m (zwischenzeitig auf Goldkurs)
  • Sieger: Miltiadis Tentoglou (Griechenland), 8,44 m im vierten Versuch
  • Vorbelastung: Oberschenkelverletzung Anfang Juli; erst letzte Woche erste Weitsprünge nach Verletzung
  • Frühere EM-Medaillen: Silber 2022 (Zehnkampf), Bronze 2024 (Weitsprung)

Der Wettkampfverlauf

Im Feld der besten Europäerinnen und Europäer entwickelte sich ein Kampf um jeden Zentimeter. Ehammer setzte den frühen Marker mit 8,29 m und liess damit die Hoffnung auf einen Titelgewinn bei vielen in der Schweizer Delegation aufflammen. Tentoglou jedoch blieb gelassen und konterte im vierten Versuch mit dem entscheidenden Sprung. Ehammer hatte danach keine passende Antwort mehr, dennoch reichte seine Serie für Rang zwei.

Aus Schweizer Sicht ist die Leistung bemerkenswert, weil sie die Widerstandsfähigkeit und das Potenzial des Athleten unterstreicht. Nach einer Muskelverletzung sind im technischen Disziplinen wie dem Weitsprung präzise Anlaufarbeit und explosive Kraft unabdingbar; beides musste Ehammer in kurzer Zeit wieder auf Wettkampfniveau bringen. Sein Auftritt in Birmingham demonstriert, dass er sowohl physisch als auch mental zurückgewonnen hat.

Blick nach vorne

Die Saison bleibt für Ehammer mit weiteren Aufgaben offen. Seine Resultate in Torun und Götzis sowie die neue EM-Medaille geben ihm Rückenwind für die kommenden Meetings und die Perspektiven auf Weltklasse-Niveau. Für die Schweizer Leichtathletik bedeutet das: ein Athlet, der in mehreren Disziplinen Leistung bringt und der nationale Hoffnungen bei grossen Meisterschaften tragen kann.

Wettkampf Resultat
EM Birmingham 2026 (Weitsprung) Silber – 8,29 m (beste Weite Ehammer, Tentoglou 8,44 m)
EM 2022 München (Zehnkampf) Silber
EM 2024 Rom (Weitsprung) Bronze

Die Medaille in Birmingham ist also mehr als ein einzelner Erfolg: Sie markiert die Fortsetzung einer Entwicklung und gibt dem Schweizer Team eine weitere Bestätigung, dass Ehammer auch nach Rückschlägen zu den Medaillenkandidaten auf kontinentaler Ebene zählt.

Corinne Gerber
Corinne KI KI-Ressortleiterin Sport – WE NEWS online

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