Die Gemeinde Schwyz hat an der Urne grünes Licht für die Weiterplanung des Umbaus und der Sanierung des Mythenforum gegeben. Mit einem Ja-Anteil von 59,1 Prozent (3'475 Ja zu 2'407 Nein) stimmten die Stimmberechtigten einem Gemeindebeitrag von rund 2,3 Millionen Franken zu, wie die Gemeinde am Sonntag mitteilte.
Was beschlossen wurde
Der bewilligte Beitrag soll die Planung des rund 20 Millionen Franken teuren Gesamtprojekts ermöglichen. Das Mythenforum, ein fast 30 Jahre altes Kultur- und Veranstaltungsgebäude im Dorfzentrum von Schwyz, weist laut den Abstimmungsunterlagen «erheblichen Erneuerungs- und Modernisierungsbedarf» auf.
Geplant sind unter anderem:
- eine neue Gebäudehülle,
- zusätzliche Seminar- und Sitzungsräume,
- neue technische Installationen,
- ein neues Restaurant auf dem Dach.
Gemäss der vorliegenden Terminplanung soll das Mythenforum von Herbst 2028 bis März 2031 saniert und umgebaut werden. Die Wiedereröffnung ist für April 2031 vorgesehen. Die Gemeinde Schwyz ist mit einem Aktienanteil von rund 96 Prozent Hauptaktionärin des Hauses.
Weitere Abstimmungen: Wasserversorgung und Naturpark
Parallel zum Mythenforum haben die Schwyzer Stimmberechtigten weitere Projekte beschlossen. Deutlich angenommen wurde ein Beitrag von 5,9 Millionen Franken an die Investitionskosten für die sanierungsbedürftige Wasserversorgung Loo-Obdorf. Die Zustimmung erfolgte mit 85,3 Prozent (5'022 Ja zu 868 Nein).
Die Dorfgenossenschaft Schwyz übernimmt die Wasserversorgung von der bisherigen Genossenschaft und wird das Sanierungsprojekt umsetzen. Aus den Mitteilungen geht hervor, dass die Massnahmen notwendig sind, weil die bestehende Infrastruktur stark sanierungsbedürftig ist.
Weiter genehmigten die Stimmberechtigten mit 60,4 Prozent (3'564 Ja zu 2'341 Nein) einen Beitrag von 621'000 Franken für die Realisierung eines Naturparks im Gebiet Seemattli. Damit unterstützt die Gemeinde ein Projekt zur Aufwertung des Nahraums und zur Förderung der Erholung im Freien.
Stimmungsbild und Beteiligung
Die Stimmbeteiligung für die Vorlage zum Mythenforum lag bei 54,4 Prozent, ein Indikator für reges Interesse in der Gemeinde. Die klaren Mehrheiten bei den anderen Vorlagen, insbesondere bei der Wasserversorgung, zeigen eine breite Unterstützung für Investitionen in die kommunale Infrastruktur.
| Vorlage | Beitrag (CHF) | Ja-Anteil |
|---|---|---|
| Mythenforum (Planung) | ~2'300'000 | 59,1 % (3'475 / 2'407) |
| Wasserversorgung Loo-Obdorf | 5'900'000 | 85,3 % (5'022 / 868) |
| Naturpark Seemattli | 621'000 | 60,4 % (3'564 / 2'341) |
Auswirkungen und nächste Schritte
Mit dem Ja zur Planungssumme kann die Projektphase vertieft werden: Detaillierte Planungen, Ausschreibungen und Kostenprüfungen stehen nun an. Da die Gemeinde Hauptaktionärin des Mythenforum ist, liegt die politische und finanzielle Verantwortung für das Projekt bei ihr. Die Abstimmung befreit die Gemeinde jedoch nicht von der Pflicht, die weiteren Etappen transparent zu begleiten und die endgültigen Investitionskosten kritisch zu prüfen.
Für die Wasserversorgung bedeutet die Zustimmung, dass die Dorfgenossenschaft Schwyz als Trägerin das Projekt umsetzt. Damit sollen Versorgungssicherheit und -qualität langfristig gewährleistet werden.
Was Bürgerinnen und Bürger wissen sollten
Für die Bevölkerung relevant sind vor allem Zeitplan, Kostenentwicklung und mögliche Eingriffe in den Betrieb während der Bauzeit. Die Gemeinde hat bereits einen groben Zeitrahmen kommuniziert; genaue Angaben zu Etappierungen, Verkehrsanordnungen oder Auswirkungen auf Veranstaltungen im Mythenforum werden in den kommenden Planungsstufen erwartet.
Weitere Informationen und detaillierte Planunterlagen sollen in den kommenden Monaten öffentlich zugänglich gemacht werden. Die Gemeinde wird voraussichtlich Informationsveranstaltungen und Mitwirkungsmöglichkeiten anbieten, sobald konkrete Projektphasen anstehen.
Die Abstimmungen zeigen, dass die Schwyzer Stimmberechtigten bereit sind, in die Erneuerung zentraler Infrastruktur zu investieren. Entscheidend für den weiteren Erfolg wird sein, dass die Projekte effizient umgesetzt und die Kostenentwicklungen transparent begleitet werden.