Der Verwaltungsratspräsident des Spitalverbunds Appenzell Ausserrhoden (SVAR), Dr. Andreas Roos, wird bei den Gesamterneuerungswahlen im Juni 2027 nicht mehr für das Präsidium kandidieren. Die Entscheidung gab der Spitalverbund in einer Mitteilung bekannt. Roos steht dem Verwaltungsrat seit April 2022 vor und führt das Gremium bis zum Ende der laufenden Amtsperiode unverändert weiter.
Gründe und Fortbestehendes Engagement
Als Grund nennt Roos gesundheitliche Gründe, die ihn veranlassen, die Arbeitsbelastung zu reduzieren. Gleichzeitig betont er, sich nicht vollständig zurückziehen zu wollen: Er sei bereit, sich "auch über den Juni 2027 hinaus als Mitglied des Verwaltungsrats für den SVAR oder in einer anderen beratenden Funktion zu engagieren", heisst es in der Mitteilung.
"Aus gesundheitlichen Gründen sehe ich mich veranlasst, kürzer zu treten und die Arbeitsbelastung zu reduzieren. Die Entwicklung des SVAR liegt mir aber weiterhin sehr am Herzen."
Der Spitalverbund betont in seiner Mitteilung ausdrücklich, dass Roos' Entscheid nicht im Zusammenhang mit der aktuell laufenden Revision des Spitalverbundgesetzes stehe. Roos unterstütze die eingeschlagene Stossrichtung, und der gesamte Verwaltungsrat stehe hinter dem Vorgehen. "Ich bin überzeugt, dass die Gesetzesrevision für die Zukunft des SVAR wichtig und richtig ist", wird Roos weiter zitiert.
Organisation der Nachfolgesuche
Bis zu den Gesamterneuerungswahlen im Juni 2027 bleibt Roos im Amt und wird den Verwaltungsrat weiterhin als Präsident leiten. Die Suche nach einer Nachfolge im Präsidium soll "mit externer Unterstützung" in den nächsten Wochen eingeleitet werden, teilt der SVAR mit. Die Wahl des Verwaltungsrats und seines Präsidiums obliegt dem Regierungsrat des Kantons Appenzell Ausserrhoden.
Weitere personelle Veränderung
Unabhängig vom Entscheid Roos' hat ein weiteres Mitglied des Verwaltungsrats seinen Rückzug angekündigt: Monica Sittaro-Hartmann wird nach achtjähriger Tätigkeit bei den Gesamterneuerungswahlen 2027 nicht mehr zur Wiederwahl antreten. Auch ihr Rücktritt stehe gemäss Mitteilung in keinem Zusammenhang mit der Gesetzesrevision.
- Andreas Roos: Verwaltungsratspräsident seit April 2022; tritt bei den Wahlen 2027 nicht mehr als Präsident an; bleibt bis Juni 2027 im Amt.
- Monica Sittaro-Hartmann: Rückzug nach acht Jahren im Verwaltungsrat; nicht zur Wiederwahl 2027.
- Regierungsrat: Zuständig für Wahl des Verwaltungsrats und seines Präsidiums.
Kontext: Was die Ankündigung für den Spitalverbund bedeutet
Für den SVAR kommt der Wechsel an der Spitze zu einer Zeit, in der das Spitalwesen in vielen Kantonen durch Strukturfragen, Finanzierungs- und Gesetzesanpassungen geprägt ist. Die Öffentlichkeitsmitteilung legt Wert darauf, die Kontinuität im operativen Geschäft und die Unterstützung der laufenden Gesetzesrevision hervorzuheben. Konkrete Auswirkungen auf Projekte oder Abläufe nennt die Mitteilung nicht; eine enge Zusammenarbeit zwischen Verwaltungsrat und Geschäftsleitung soll die anstehenden Veränderungen begleiten.
Kurzfristiger Fahrplan
Der Spitalverbund nennt die nächsten Schritte knapp: Die Nachfolgesuche werde «in den nächsten Wochen» mit externer Unterstützung gestartet. Bis zur Wahl bleibt die Präsidialfunktion besetzt. Die Wahl selbst findet im Rahmen der Gesamterneuerungswahlen im Juni 2027 statt.
| Datum / Zeitraum | Ereignis |
|---|---|
| April 2022 | Andreas Roos übernimmt das Präsidium des Verwaltungsrats |
| In den nächsten Wochen | Start der extern unterstützten Nachfolgesuche |
| Juni 2027 | Gesamterneuerungswahlen; Wahl von Verwaltungsrat und Präsidium durch den Regierungsrat |
Ausblick und Bedeutung für die Region
Die Leitung des Spitalverbunds spielt eine zentrale Rolle für die Gesundheitsversorgung im Kanton. Ein geordneter Übergang an der Spitze ist wichtig, um Projektkontinuität und die begleitende Umsetzung der Gesetzesrevision zu gewährleisten. Der Hinweis des SVAR, die Nachfolgesuche extern zu unterstützen, deutet darauf hin, dass eine professionelle Findungskommission eingesetzt werden soll, um rasch eine geeignete Person für das Präsidium zu finden.
Für die Öffentlichkeit bleibt relevant, wer künftig das Präsidium übernimmt, welche fachlichen Schwerpunkte gesetzt werden und wie die Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung weiterläuft. Konkrete Namen oder Kandidaturen nannte der Spitalverbund bislang nicht.
Der SVAR und der Regierungsrat werden in den kommenden Monaten die Weichen für die künftige Leitung stellen. Bis dahin bleibt Andreas Roos im Amt und begleitet die laufenden Aufgaben des Verwaltungsrats.