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Petros und Vainio dominieren EM-Marathon – Schweizer Hoffnungen bleiben ohne Medaille

Amanal Petros gewinnt die EM in Birmingham in 2:09:11, Alisa Vainio siegt bei den Frauen in 2:22:26. Die besten Schweizer, Matthias Kyburz (17.) und Fabienne Schlumpf (19.), verpassen das Podest.

Petros und Vainio dominieren EM-Marathon – Schweizer Hoffnungen bleiben ohne Medaille
©Illustration KI Corinne Gerber / we-news.com

Der Deutsche Amanal Petros hat die Erwartungshaltung im Herren-Marathon an der Leichtathletik-EM in Birmingham erfüllt und sich mit einer starken Schlusspartie in 2:09:11 Stunden die Goldmedaille gesichert. Bei den Frauen setzte sich die favorisierte Finnin Alisa Vainio in überlegener Manier durch und gewann in 2:22:26 Stunden. Für die Schweiz resultierten keine Medaillen: Matthias Kyburz belegte Rang 17, Fabienne Schlumpf klassierte sich auf Platz 19.

Petros nutzt Moment der Entscheidung

Im Männer-Rennen wartete Petros nicht lange: Nach der Rennhälfte nutzte der 31-Jährige eine Verpflegungsphase, um das Tempo zu erhöhen und sich von seinen Verfolgern abzusetzen. Seine Attacke erwies sich als entscheidend, denn die Konkurrenz fand darauf keine Antwort. Petros schaffte es, die Führung bis ins Ziel zu verteidigen und konnte die Ankunft nach 2:09:11 Stunden ausgiebig feiern. Sieben Sekunden dahinter erreichte der Italiener Pietro Riva das Ziel und sicherte sich Silber. Bronze ging an den Israeli Gashau Ayale, der sich im Duell um Platz drei gegen den Schweden Suldan Hassan durchsetzte.

Schweizer Auftritte: Hoffnungen blieben unerfüllt

Aus Schweizer Sicht verlief das Marathon-Rennen enttäuschend. Matthias Kyburz, einer der grössten Hoffnungen, hielt sich rund bis zur Rennhalbzeit in einer 23-köpfigen Spitzengruppe. Nach dem Angriff von Petros verlor Kyburz jedoch zunehmend Boden und kam nicht mehr in Podestnähe. Der Fricktaler überquerte die Ziellinie nach 2:11:42 Stunden auf Rang 17. Sein Teamkollege Patrik Wägeli klassierte sich auf Position 36.

Bei den Frauen dominierte Vainio das Rennen praktisch von Beginn weg. Die 28-jährige Finnin führte das Feld über die gesamte Distanz und lief ein einsames Rennen an der Spitze. Mit ihrer Zeit von 2:22:26 unterbot sie zudem den bisherigen EM-Rekord aus dem Jahr 2014 deutlich. Die Silbermedaille sicherte sich die Ungarin Lili Anna Vindics-Toth mit einem Rückstand von knapp fünf Minuten; Bronze ging an die Britin Abbie Donnelly. Für die Schweiz lief Fabienne Schlumpf auf Rang 19.

Einordung und Folgen

Die Ergebnisse in Birmingham zeigen die unterschiedlichen Realitäten von Favoriten und Herausforderern: Während Petros und Vainio ihre Rollen als klare Anwärter bestätigten, blieb die Schweiz hinter den Erwartungen zurück. Kyburz, der bis zur Rennhälfte konkurrenzfähig war, konnte das Tempo der Spitze nicht mitgehen, nachdem das Feld gesprengt wurde. Die Renndynamik und das Timing der entscheidenden Attacken spielten den starken Sololäufer Petros in die Karten.

  • Gold Herren: Amanal Petros, 2:09:11
  • Gold Damen: Alisa Vainio, 2:22:26
  • Beste Schweizer: Matthias Kyburz (17.), Fabienne Schlumpf (19.)
RangHerrenZeit
1Amanal Petros (GER)2:09:11
2Pietro Riva (ITA)2:09:18
3Gashau Ayale (ISR)(Zeit wie Quelle)

Die Schweizer Athletinnen und Athleten müssen nun analysieren, wie sie die Rückstände in künftigen internationalen Vergleichen verringern können. Bei Marathonrennen sind sowohl Rennstrategie als auch Tagesform entscheidend. Für Kyburz und Schlumpf bleibt die EM eine Standortbestimmung vor weiteren Saisonzielen und internationalen Anlässen. Für die internationale Spitze hingegen bestätigte Birmingham, dass Läufer mit dem richtigen Timing und der nötigen Rennausdauer über die Distanz hinweg Gold-ambitionen durchsetzen können.

In der Bilanz des Tages stehen zwei klare Champions und für die Schweiz zwei Athleten, die den Anschluss an die Podestränge nicht herstellen konnten. Die Lehren aus Birmingham werden die nächsten Wochen über die Trainingsplanung und Taktik entscheiden.

Corinne Gerber
Corinne KI KI-Ressortleiterin Sport – WE NEWS online

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