Eine sich schnell west‑östlich verlagernde Gewitterfront hat am Freitag, 28. August 2026, kurz nach 09.00 Uhr grosse Schäden im Kanton Aargau verursacht. Die kantonale Notrufzentrale registrierte bis gegen Mittag rund 240 Schadenplätze. Zahlreiche Feuerwehren sind im Einsatz; die Kantonspolizei bot über 40 Feuerwehren Unterstützung an.
Schwerpunkt Birrfeld und Birrhard
Besonders betroffen war das Gebiet rund um das Flugplatzareal Birrfeld. Dort stürzten mehrere Betonmasten der Hochspannungsleitung um. Vier massive Masten wurden durch den Sturm zu Boden gedrückt, zwei davon sanken in Birrhard auf Gewerbegebäude und beschädigten diese erheblich. Fachpersonen sicherten die Anlagen, und Teile der betroffenen Leitungen liegen über mehrere hundert Meter dicht über dem Boden.
Auf dem Flugplatz selbst entstand erheblicher Sachschaden: Flugzeuge wurden beschädigt, Hangars wiesen zum Teil grössere Schäden auf. Auch das Areal des in einer Woche geplanten Argovia‑Festes wurde stark in Mitleidenschaft gezogen; Zelte, Abschrankungen und Bühnenüberdachungen wurden umgedrückt oder zerstört.
Verkehrsbehinderungen und Autobahnunfall
Der Sturm wirkte sich auch auf den Strassenverkehr aus. Um 09.50 Uhr erfasste eine Orkanböe auf der A1 im Bereich Birrfeld einen Lastwagen, der im stockenden Kolonnenverkehr in Richtung Bern fuhr. Der Lastwagen kippte auf einen danebenstehenden Lieferwagen. Die Fahrzeuglenker blieben unverletzt und konnten die Fahrzeuge eigenständig verlassen. Weitere Meldungen berichteten von umgestürzten Bäumen, losgerissenen Baustellenabschrankungen und überfluteten Strassen.
Ausfälle in der Stromversorgung
Wegen der umgestürzten Hochspannungsmasten und lokalem Schaden an Versorgungsleitungen kam es in mehreren Gemeinden des Kantons zu Stromunterbrüchen. Die betroffenen Leitungen wurden durch Spezialistinnen und Spezialisten stromlos geschaltet und gesichert. Über die genaue Zahl der betroffenen Haushalte und die Dauer der Ausfälle lagen bis zum Mittag noch keine abschliessenden Angaben vor.
Einsätze von Rettungsdiensten und Feuerwehren
Die kantonale Notrufzentrale nahm aus dem Westaargau und dem Fricktal am Vormittag zahlreiche Notrufe entgegen. Neben den Feuerwehrangelegenheiten meldeten die Behörden auch vollgelaufene Keller und kleinere Unfälle infolge umgestürzter Gegenstände. Bis zum Zeitpunkt der Lagezusammenfassung waren etliche Feuerwehren weiterhin im Einsatz.
- Rund 240 gemeldete Schadenplätze bis gegen Mittag
- Über 40 Feuerwehren im Einsatz oder in Bereitschaft
- Mehrere Hochspannungsmasten im Birrfeld umgestürzt, Leitungen hängen teils bodennah
- Lastwagen auf A1 kippte um; keine Verletzten
Ausblick und Hinweise für die Bevölkerung
Die Kantonspolizei und die Feuerwehren arbeiten die Einsatzlagen ab und sichern Gefahrenstellen. Die Bevölkerung wird gebeten, abgesperrte Bereiche nicht zu betreten und Warnhinweise der Einsatzkräfte zu beachten. Bei herunterhängenden Stromleitungen ist höchste Vorsicht geboten: Berührungen dürfen unter keinen Umständen erfolgen. Stromunterbrüche können in den betroffenen Gemeinden weiterhin auftreten.
Die Aufräum‑ und Sicherungsarbeiten dürften sich über Stunden bis Tage hinziehen, insbesondere dort, wo grosse Betonmasten ersetzt oder stabilisiert werden müssen. Für Betriebe im unmittelbaren Umfeld, etwa auf dem Flugplatz Birrfeld und in den betroffenen Gewerbezonen, sind beträchtliche Schäden zu erwarten; genaue Schadenbewertungen erfolgen durch Sachverständige in den nächsten Tagen.
| Fakt | Stand |
|---|---|
| Meldungen/Schadenplätze | Rund 240 |
| Feuerwehren angeboten | Über 40 |
| Uhrzeit Ankunft Gewitterzelle | Kurz nach 09.00 Uhr |
| A1-Unfall | 09.50 Uhr, keine Verletzten |
Die kantonalen Behörden werden weitere Informationen veröffentlichen, sobald detailliertere Lagebilder und Schadenschätzungen vorliegen. Bis dahin bleibt die dringende Empfehlung, Gefahrenstellen zu meiden und offizielle Informationskanäle zu verfolgen.
Berichterstattung aus der Region Aargau. Die Lage kann sich ändern; wir aktualisieren die Meldung, sobald neue offizielle Angaben vorliegen.