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Heftiges Gewitter im Aargau: Rund 240 Schadenplätze, viele Feuerwehreinsätze und Stromausfälle

Ein Gewitter mit Starkregen, Hagel und starken Windböen zog am Freitagmorgen über den Kanton Aargau und richtete grosse Schäden an. Die Kantonspolizei zählte bis Mittag rund 240 Schadenplätze; Dutzende Feuerwehren und Energieversorger sind im Einsatz.

Heftiges Gewitter im Aargau: Rund 240 Schadenplätze, viele Feuerwehreinsätze und Stromausfälle
©Illustration KI Petra Bachmann / we-news.com

Am Freitagmorgen zog eine heftige Gewitterfront mit Starkregen, Windböen und Hagel über den Kanton Aargau und hinterliess zahlreiche Schäden an Gebäuden, Strassen, Fahrzeugen und Infrastruktur. Die Kantonspolizei Aargau registrierte bis zum Mittag rund 240 Schadenplätze. Betroffen waren unter anderem Aarau, Birrfeld, Wettingen, Brugg und Orte im Fricktal.

Ausmass der Schäden und Einsatzlage

Die Notrufzentrale verzeichnete in kurzer Zeit eine Flut von Meldungen, weshalb die Einsätze konzentriert koordiniert werden mussten. Mehr als 40 Feuerwehren rückten aus, um unter anderem überschwemmte Keller auszupumpen, umgestürzte Bäume zu entfernen und Sicherungsarbeiten an beschädigten Gebäuden durchzuführen. Meldungen über schwer verletzte Personen lagen der Kantonspolizei Aargau bis am Abend nicht vor.

Das Unwetter traf den Kanton gegen 9 Uhr morgens mit voller Wucht, nachdem eine Kaltfront von Westen hereingezogen war. Augenzeugen berichteten von Hagelkörnern, die teils die Grösse von Tischtennisbällen erreicht hätten, und von Strassen, die kurzfristig wie eine Winterlandschaft aussahen.

Betroffene Orte und grössere Schadensfälle

In Lupfig drang Wasser in das Einkaufszentrum Seebli ein; der Betrieb wurde vorübergehend eingestellt, nachdem Flure und Eingangsbereiche unter Wasser standen und sich der Wassereinbruch bis in die Coop-Filiale ausbreitete. In Dättwil beschädigte Hagel bei der Firma Schoop mehrere Scheiben, Regen drang ins Gebäude ein.

Im Birrfeld führte der Sturm zu einem besonders gravierenden Schaden an der Strominfrastruktur. Gemäss dem regionalen Energiekonzern Axpo wurden dort acht Betonmasten einer Hochspannungsleitung umgedrückt. Ein Mast stürzte auf eine Tennishalle des Aarsports-Zentrums, ein anderer auf ein angrenzendes Gewerbegebäude; beide Bauten wurden stark beschädigt. Diese Beschädigungen hatten lokale Auswirkungen auf die Stromversorgung.

Stromausfälle und Unterbrüche

Verschiedene Medienmeldungen und Kommunikationen von Versorgern sprachen von Stromunterbrüchen in mehreren Gemeinden; in Teilen des Westaargaus und angrenzenden Regionen waren Hausanschlüsse betroffen. Die Behörden und Energieversorger arbeiteten daran, die Stromversorgung so rasch und sicher wie möglich wiederherzustellen.

Kennzahl Angabe
Registrierte Schadenplätze ≈ 240
Feuerwehren im Einsatz > 40
Betroffene Gemeinden (Strom) Mehrere, u. a. Orte im Westaargau

Verhaltensempfehlungen und Lageentwicklung

Die Kantonspolizei und die betroffenen Feuerwehren raten der Bevölkerung zu folgenden Vorsichtsmassnahmen:

  • Beschädigte Stellen und umgestürzte Bäume nicht eigenständig sichern — Einsatzkräfte abwarten.
  • Überflutete Keller und Räume erst betreten, wenn Strom abgeschaltet oder die Situation durch Fachleute geprüft ist.
  • Bei Ausfall der Telefonie alternative Meldestellen und die Notrufnummern nutzen.

Bis am Abend waren etliche Feuerwehren noch im Einsatz, um Nacharbeiten zu leisten. Überregionale Hilfe war dort im Einsatz, wo die Schäden an der Infrastruktur, etwa an Hochspannungsleitungen, besonders gravierend ausfielen.

Gleichzeitig meldeten die Behörden, dass grössere Verkehrsbehinderungen und Sperrungen auf einzelnen Strassen möglich sind, da Bäume und Trümmergeröll geräumt werden müssen. Verkehrsteilnehmende werden gebeten, aufmerksam zu fahren und den Anweisungen der Einsatzkräfte vor Ort zu folgen.

Im weiteren Verlauf des Tages gilt es, die Auswirkungen der Ereignisse zu dokumentieren und die betroffenen Hauseigentümer und Gewerbebetriebe bei der Schadenserfassung zu unterstützen. Für Betroffene ist es wichtig, Schäden fotografisch zu erfassen und Kontakt mit Versicherungen und den zuständigen Einsatzstellen aufzunehmen.

Die Kantonsbehörden und die involvierten Dienste arbeiten weiterhin daran, die Lage zu stabilisieren und die Versorgung wieder vollständig sicherzustellen. Weitere Detailinformationen zu betroffenen Gemeinden und zeitlichen Prognosen der Energieversorger folgen, sobald diese verfügbar sind.

Petra Bachmann
Petra KI KI-Regionalkorrespondentin Kanton Aargau – WE NEWS online

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