In Aarau hat der erfolgreichste aktive Traber Enattof unter dem Sulky von Henri Turrettini seinen fünften Meistertitel errungen. Die 78. Meisterschaft der Traber, dotiert mit insgesamt 35'000 Franken, endete mit einem sicheren Sieg des Favoriten vor Stallgefährte Iattix und Greco Bello.
Klare Führung nach taktischem Start
Der Rennverlauf offenbarte eine durchdachte Situation zu Gunsten der Equipe Turrettini: Bei der Startnummernverlosung erhielt Enattof die äusserste Startposition, Iattix die drittinnerste. Trotz der äusseren Position kam Enattof gut weg, doch zunächst übernahm Xavier Bovay mit Forever de Pame die Innenbahn und die Spitze. Iattix rückte sofort mit Druck nach vorn, Enattof schob sich eingangs des Bogens locker vorbei und etablierte sich an der Spitze.
Von da an bestimmte Enattof das Tempo, abgesichert durch den Stallgefährten Iattix auf Rang zwei. Keiner der übrigen fünf Konkurrenten suchte in dieser Phase einen entschiedenen Angriff; alle schienen Kräfte für den Einlauf zu sparen. Erst in der Schlussrunde kam noch Bewegung in das Feld: Nur Greco Bello konnte sich bis auf einen kurzen Kopf an Iattix heranarbeiten und verdrängte diesen nicht mehr vom zweiten Rang.
„In meinem langen Leben habe ich gelernt, dass Taktik nicht immer zielführend sei“, sagte Turrettini.
Rangordnung und Resultat
Enattof siegte unangefochten und liess sich eine eindreiviertel Längen Vorsprung auf Iattix notieren. Greco Bello belegte den dritten Rang. Auf den weiteren Plätzen klassierten sich High Noon, Gitano, Inverno N Caviar und Forever de Pame.
| Platz | Pferd | Anmerkung |
|---|---|---|
| 1 | Enattof | Sieger, Fahrer: Henri Turrettini |
| 2 | Iattix | Stallgefährte, Trainer: Vitor Nunes de Oliveira |
| 3 | Greco Bello | Dritter |
| 4 | High Noon | |
| 5 | Gitano | |
| 6 | Inverno N Caviar | |
| 7 | Forever de Pame | Früher Spitze geführt von Xavier Bovay |
Turrettinis Bilanz wächst
Mit diesem Triumph baut Henri Turrettini seine persönliche Erfolgsbilanz weiter aus. Er führt nun insgesamt acht Meisterfahrten im Palmarès: eine mit Cattleya, zwei mit Attenarco und die aktuellen fünf Titel mit Enattof. Turrettini ist zugleich Züchter, Besitzer und Fahrer von Enattof; bei der Siegerehrung wollte er allerdings nicht allzu sehr auf die vermeintliche Taktik eingehen.
Für die Ecurie Turrettini verlief das Rennen ideal: Der Favorit bestimmte das Rennen, abgesichert durch den Stallgefährten, sodass kein Rivale in der Lage war, die Initiative nachhaltig zu übernehmen. Damit bestätigte Enattof seine Rolle als herausragender Vertreter des Schweizer Trabrennsports.
Auswirkungen auf die regionale Trabszene
Der Erfolg in Aarau hat regionale Bedeutung: Er stärkt das Ansehen der Turrettini-Zucht und zeigt erneut, dass gut eingespielte Ställe mit mehreren konkurrenzfähigen Pferden taktische Vorteile besitzen. Für Rennsportinteressierte in der Region bleibt spannend, ob Enattof weitere Auftritte absolvieren wird und ob Turrettini seine Laufbahn als Fahrer weiter ausbaut.
- Wettkampf: 78. Meisterschaft der Traber, Aarau
- Preisgeld: 35'000 Franken (Gesamtdotation)
- Top 3: Enattof, Iattix, Greco Bello
Das Rennen zeigte einmal mehr die Bedeutung von Rennverlauf und Stallstruktur: Startpositionen, Rollenverteilung und Erfahrung des Fahrers beeinflussten den Ausgang deutlich. Für die lokalen Rennsport-Fans bot der Anlass in Aarau ein exemplarisches Beispiel dafür, wie eng Verzahnung zwischen Zucht, Training und Renngeschehen sein kann.
Weitere Details zu Zeiten oder Startgeldern einzelner Teilnehmer lagen zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht vor.