Die Schweizer Leichtathletik hat am zweiten Tag der Europameisterschaften in Birmingham mehrere Erfolgsmeldungen geliefert. Angelica Moser sicherte sich mit einer gültigen Höhe von 4,50 m problemlos einen Platz im Final des Stabhochsprungs, während sich 800-m-Läuferin Audrey Werro in einem kontrollierten Lauf den Einzug in die Halbfinals sicherte. Auch Veronica Vancardo und Valentina Rosamilia überstanden ihre Vorläufe. Im Hürdensprint überzeugte Dany Brand, während Lionel Spitz den Final über 400 m verpasste.
Moser mit Blick auf Titelverteidigung
Titelverteidigerin Angelica Moser zeigte sich in der Qualifikation in guter Verfassung. Die Schweizerin begann ihren Wettkampf bei 4,40 m und musste dort zwar einen Fehlversuch in Kauf nehmen, setzte ihre Versuche aber anschliessend erfolgreich fort und meisterte anschliessend 4,50 m. Die vom Veranstalter genannte Qualifikationshöhe für den Final lag offiziell bei 4,55 m, diese Höhe musste jedoch nicht mehr angegangen werden, da die zwölf Finalplätze anderweitig vergeben wurden.
Für Moser ist der Final eine Gelegenheit, ihren EM-Titel von 2024 zu verteidigen; der Endkampf ist für Donnerstag um 20:50 Uhr angesetzt und wird live bei SRF zwei übertragen. Ein Vorteil für die Schweizerin ergibt sich auch aus dem überraschenden Ausscheiden der routinierten Slowenin Tina Sutej, die nach fünf Fehlversuchen bereits bei 4,50 m scheiterte. Ebenfalls ins Finalticket stieg Lea Bachmann, die Moser als zweite Schweizerin begleitet.
800 m: Werro spart Kräfte, Vancardo überrascht
Über 800 m bestätigte Swiss Athletics eine positive Bilanz: Alle drei gestarteten Schweizerinnen erreichten die nächste Runde. Audrey Werro, die mit einer Jahresbestzeit und Schweizer Rekordzeit von 1:53,80 als Favoritin ins Meet ging, gewann ihren Vorlauf in vergleichsweise gemächlichen 1:57,83 und schont sich damit für die Halbfinals.
Besonders bemerkenswert war der Auftritt von Veronica Vancardo, die erstmals unter 1:59 blieb und ihre persönliche Bestleistung um 0,9 Sekunden verbesserte. Diese Leistungssteigerung gibt der Schweizer 800-m-Staffel und dem Team insgesamt zusätzliche Sichtbarkeit.
Weitere Schweizer Resultate
Im Sprint/Hürdenbereich überzeugte Dany Brand im Vorlauf über 400 m Hürden und klassierte sich souverän für die nächste Runde. Demgegenüber verpasste Lionel Spitz den Final über 400 m, womit die Hoffnungen in dieser Disziplin vorerst enden.
- Angelica Moser – qualifiziert für Final Stabhochsprung (4,50 m)
- Audrey Werro – Halbfinaleinzug 800 m (1:57,83)
- Veronica Vancardo – persönliche Bestleistung, unter 1:59
- Valentina Rosamilia – Vorlauf überstanden
- Dany Brand – überzeugt im 400 m Hürden-Vorlauf
- Lionel Spitz – verpasst 400-m-Final
| Athlet/in | Disziplin | Resultat |
|---|---|---|
| Angelica Moser | Stabhochsprung | Quali: 4,50 m – Final |
| Audrey Werro | 800 m | Vorlauf: 1:57,83 – Halbfinal |
| Veronica Vancardo | 800 m | Pers. Bestleistung – unter 1:59 – Halbfinal |
Die Bilanz des zweiten EM-Tages ist für das Schweizer Team insgesamt positiv: Technik- und Ausdauerdisziplinen liefern Gründe für Optimismus, während die Sprint-Sektion teilweise Steigerungsbedarf zeigt. Gerade Moser und Werro sind Athletinnen mit Medaileinsatz – ihre nächsten Auftritte werden entscheidend für die Schweizer Medaillenhoffnungen.
Die Schweizer Delegation kann am kommenden Wettkampftag auf mehreren Feldern aufbauen. Besonders die Kombination aus Moser im Final und den Halbfinal-Teilnahmen von Athletinnen wie Werro und Vancardo erhöht die Chancen auf Finals und mögliche Podestplätze in den kommenden Tagen.