Maria Perez hat an der Leichtathletik-EM in Birmingham über die Halbmarathon-Distanz im Gehen einen neuen Weltrekord aufgestellt. Die Spanierin gewann die 21,1 Kilometer in einer Zeit von 1:30:06 Stunden und setzte sich damit souverän gegen die Konkurrenz durch.
Perez erneut an der Spitze
Die 29-jährige Elite-Geherin dominierte das Rennen von Anfang an. Bereits auf Kilometer 8 übernahm sie die Führung und baute den Vorsprung kontinuierlich aus. Mit dem neuen Bestwert erweitert Perez ihr bereits beeindruckendes Palmarès: Sie ist vierfache Weltmeisterin und Olympiasiegerin von 2024 und holt an der EM ihr zweites Gold nach 2018.
Hinter Perez klassierten sich die Italienerin Alexandrina Mihai auf Silber und die Ukrainerin Ljudmilla Oljanowska auf Bronze. Damit zeigte das Feld auf dem hügeligen Stadtkurs in Birmingham starke Leistungen, konnte jedoch Perez’ Tempo nicht mitgehen.
Männerhalbmarathon: McGrath vorne
Auch bei den Männern ging der Sieg über die Halbmarathon-Distanz an Spanien. Paul McGrath erreichte das Ziel in 1:23:23 Stunden und verwies mit einem Vorsprung von 13 Sekunden den Italiener Francesco Fortunato auf Platz zwei. Das Podest komplettierte mit Andra Cosi ein weiterer Italiener.
Marathon: Italien triumphiert bei Frauen und Männern
Über die klassische Marathon-Distanz (42,2 km) dominierten die Italienerinnen und Italiener das Geschehen. Die 22-jährige Sofia Fiorini gewann das Frauenrennen in bemerkenswerter Manier. Fiorini lief besonders in der zweiten Rennhälfte ein starkes Rennen und vergrösserte ihren Vorsprung derart, dass sie teilweise ihre Konkurrentinnen überrundete. Sie erreichte das Ziel in 3:15:11 Stunden und hatte schliesslich über viereinhalb Minuten Vorsprung vor der Silbermedaillengewinnerin Katarzyna Zdzieblo aus Polen. Bronze erkämpfte die Spanierin Raquel Gonzalez.
Bei den Männern sicherte sich der 34-jährige Massimo Stano den EM-Titel. Für Stano ist dies nach Olympiasieg in Tokio 2021 und dem WM-Triumph 2022 auch der erste EM-Erfolg – ein weiterer Eckpfeiler in seiner Karriere.
Bedeutung und Ausblick
Die Wettbewerbe in Birmingham bestätigten die internationale Stärke im Gehen, mit Spanien und Italien als deutlichen Gewinnern auf den verschiedenen Distanzen. Perez’ Weltrekord stellt einen neuen Massstab in der Disziplin dar und erhöht den Druck auf die Konkurrenz vor den nächsten Grossanlässen. Für die italienischen Athletinnen und Athleten – insbesondere Fiorini und Stano – bedeutet der EM-Triumph eine Bestätigung der Entwicklung in ihrem Nationalkader.
- Weltrekord: Maria Perez, 21,1 km in 1:30:06
- Männer Halbmarathon: Paul McGrath, 1:23:23 (Gold)
- Frauen Marathon: Sofia Fiorini, 3:15:11 (Gold)
| Disziplin | Gold | Zeit |
|---|---|---|
| Gehen Halbmarathon Frauen | Maria Perez (ESP) | 1:30:06 |
| Gehen Halbmarathon Männer | Paul McGrath (ESP) | 1:23:23 |
| Gehen Marathon Frauen | Sofia Fiorini (ITA) | 3:15:11 |
| Gehen Marathon Männer | Massimo Stano (ITA) | — |
Die EM in Birmingham liefert damit nicht nur Medaillen, sondern auch narrative Stoffe: den erneuten internationalen Schritt von Maria Perez, den Aufstieg junger Athletinnen wie Fiorini und die anhaltende Dominanz tradierter Kraftzentren im Gehen. Für die Schweizer Gehszene ergibt sich durch die neuen Bestleistungen ein klares Messlattenprinzip für bevorstehende Wettkämpfe und Trainingszyklen.