Der Kanton Appenzell Innerrhoden hat die Bevölkerung vor gefälschten E‑Mails gewarnt, die zurzeit kursieren und angeblich ausstehende Steuergelder einfordern. Wie die kantonale Administration auf ihrer Webseite mitteilte, stammen diese Mails weder von «eTax» noch von der kantonalen Steuerverwaltung Appenzell Innerrhoden.
«‹eTax› versendet keine Mahnungen oder Zahlungsaufforderungen für ausstehende kantonale Steuern»
Die Warnung, die am Montag publiziert wurde, richtet sich an alle Empfängerinnen und Empfänger solcher Nachrichten. Die kantonalen Behörden raten dringend, verdächtige E‑Mails nicht zu öffnen oder Links darin anzuklicken und keinerlei persönliche Angaben oder Zahlungsinformationen auf verlinkten Seiten einzugeben.
Konkrete Verhaltensregeln bei Erhalt einer verdächtigen Mail
Die Steuerverwaltung nennt klare Schritte, die Betroffene befolgen sollen, um weiteren Schaden zu verhindern. Zentral sind dabei:
- Keine Links in der E‑Mail anklicken.
- Keine Zahlung über einen Link in der E‑Mail vornehmen.
- Keine persönlichen Angaben oder Zahlungsdaten eingeben.
- Die verdächtige Nachricht löschen.
Die Kantonsverwaltung weist zudem darauf hin, dass bereits getätigte Eingaben von Kreditkarten‑ oder Zahlungsdaten umgehend Konsequenzen erfordern: In solchen Fällen sollen Betroffene das betroffene Zahlungsmittel sofort bei der Bank oder dem Kartenherausgeber sperren lassen.
Kontaktmöglichkeit bei Unsicherheit
Wer unsicher ist, ob eine erhaltene Nachricht echt ist, kann die kantonale Steuerverwaltung telefonisch kontaktieren. Die Behörden nennen folgende Nummer: 071 788 94 01. Dort lassen sich offene Fragen direkt mit Mitarbeitenden der Steuerverwaltung klären.
| Was tun? | Kontakt |
|---|---|
| Verdächtige E‑Mail löschen, keine Links anklicken | Telefon: 071 788 94 01 |
| Bei eingegebenen Zahlungsdaten: Karte sperren lassen |
Die Veröffentlichung des Hinweises durch den Kanton unterstreicht, dass Phishing‑ und Betrugsversuche auch regionale Behörden und ihre Dienstleistungen als angebliche Absender nutzen. Solche Kampagnen zielen oft auf Verunsicherung und schnelles Handeln der Empfängerinnen und Empfänger ab. Deshalb prüfen die Behörden jede Meldung solcher Vorfälle und informieren die Bevölkerung zeitnah.
Praktische Tipps für sicheren Umgang mit E‑Mails
Zusätzlich zu den Anweisungen der Kantonsverwaltung gelten allgemeine Vorsichtsmassnahmen, die helfen, das Risiko zu reduzieren:
- Absenderadresse kontrollieren: Offizielle Dienststellen nutzen in der Regel klar erkennbare Domains; bei Unsicherheit separate Kontaktaufnahme über bekannte Telefonnummern oder offizielle Webseiten.
- Keine Dringlichkeitsforderungen folgen: Seriöse Behörden senden in der Regel keine Zahlungsaufforderungen per allgemeiner E‑Mail ohne Vorankündigung per Post oder im geschützten Amtsweg.
- Regelmässig Konto‑ und Kartenumsätze prüfen; Unregelmässigkeiten sofort melden.
Der Kanton appelliert an die Bevölkerung, im Zweifel lieber einmal mehr nachzufragen, als auf eine betrügerische Aufforderung zu reagieren. Die Steuerverwaltung steht für Abklärungen zur Verfügung und kann helfen, echte Schreiben von Fälschungen zu unterscheiden.
Diese Warnung betrifft sämtliche Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons und insbesondere Personen, die ihre Steuergeschäfte digital erledigen. Die Behörden werden die Lage weiter beobachten und bei Bedarf zusätzliche Informationen veröffentlichen.