Im südwestdeutschen Ortenaukreis bekämpfen Einsatzkräfte derzeit zwei Waldbrände, die am Dienstag am Nachmittag gemeldet wurden. Ein Brand nahe der Bundesstrasse B33 bei Biberach gilt inzwischen als eingedämmt; ein zweiter, in der Nähe von Zell am Harmersbach, stellt die Feuerwehren vor weitere Herausforderungen und ist noch nicht unter Kontrolle.
Erhöhte Einsatzintensität am Hang
Die Feuerwehr teilt mit, dass für den Brand bei Zell am Harmersbach bereits Unterstützung aus dem gesamten Landkreis und darüber hinaus angefordert wurde. Die genaue Ausdehnung der verbrannten Fläche lasse sich momentan noch nicht beziffern, sagte die Einsatzleitung. Besonders die Hanglage erschwere das Eindämmen des Feuers, weshalb Kräfte regelmässig abgelöst werden müssten.
Wegen der hohen Temperaturen und der schwierigen Geländebedingungen helfen auch lokale Landwirte bei den Löscharbeiten. An beiden Brandorten wird ein Polizeihubschrauber eingesetzt. Er unterstützt nicht nur die Maßnahmen aus der Luft, sondern prüft auch, ob sich noch Personen wie Wanderer oder Sportler in den betroffenen Waldgebieten aufhalten.
Verkehrsbehinderungen und Sperrungen
Der Brand bei Biberach befindet sich nahe der B33; zwischen dem Waldstück und der Bundesstrasse wurde eine parallele Strasse gesperrt, der Verkehr auf der B33 vorsorglich verlangsamt. Am Einsatzort in Zell am Harmersbach ist ein Abschnitt der Landesstrasse 94 aktuell gesperrt. Die Feuerwehr betonte, dass die Lage dynamisch bleibe und weitere Sperrungen nicht ausgeschlossen seien.
- Brand 1: Biberach, nahe B33 — derzeit unter Kontrolle.
- Brand 2: Zell am Harmersbach — noch nicht unter Kontrolle; umfangreiche Verstärkung angefordert.
- Unterstützung: Landwirte, Polizeihubschrauber, Ablösung der Einsatzkräfte aufgrund Hitze und Anstrengung.
| Ort | Status | Verkehr |
|---|---|---|
| Biberach (nahe B33) | Unter Kontrolle | Parallele Strasse gesperrt, B33 verlangsamt |
| Zell am Harmersbach | Noch nicht unter Kontrolle | Teil der Landesstrasse 94 gesperrt |
Ursache bislang unklar
Bisher sind die Ausbruchsumstände beider Brände noch nicht geklärt. Die Behörden machten keine Angaben dazu, ob eine Brandstiftung, Fahrlässigkeit oder natürliche Ursachen in Frage kommen. Die Einsätze dauern an; die Feuerwehr konnte keine Angabe dazu machen, wann mit dem Ende des Einsatzes zu rechnen sei.
Die Behörden weisen darauf hin, dass bei solchen Lagen die Kombination aus Hitze, trockenem Unterholz und Hanglagen die Löscharbeiten erheblich erschweren kann. Die Unterstützung durch Landwirte deutet darauf hin, dass neben den regulären Kräften zusätzliche Ressourcen vor Ort erforderlich sind.
Für Anwohnende und Verkehrsteilnehmende bedeutet die Lage erhöhte Vorsicht: Gesperrte Strassenabschnitte sollten nicht umfahren werden, um Einsatzkräfte nicht zu behindern. Die Feuerwehr und Polizei bleiben vor Ort und kommunizieren aktuelle Hinweise über die zuständigen Stellen.
Die Situation in Zell am Harmersbach bleibt ambivalent. Solange das Feuer nicht endgültig unter Kontrolle ist, rechnen Einsatzleiter und beteiligte Stellen mit anhaltendem Personalbedarf und möglichen weiteren Verkehrsbeeinträchtigungen.