Der ursprünglich angestrebte Baustart für die grosse Holzfigur «Max der Uristier» am Nätschen oberhalb von Andermatt verschiebt sich auf Frühling 2027. Der Verein Max der Uristier begründet die Verzögerung mit laufenden Verfahren im Zusammenhang mit der Baubewilligung und dem Quartiergestaltungsplan (QGP), wie er am Mittwoch mitteilte.
Standort und Zeitpunkt: Wintersperre macht Herbsttermin unrealistisch
Der geplante Standort liegt auf fast 2'000 Metern über Meer. Weil die Bauarbeiten ausserhalb der Wintermonate stattfinden müssen, sei ein Baustart im Herbst nicht mehr realistisch, schreibt der Verein. Die Höhenlage und die dadurch beschränkte Bausaison beeinflussen damit direkt den Zeitplan des Projekts.
Das Projekt war Ende Juni 2026 im kantonalen Amtsblatt publiziert worden. Gegen das Baugesuch wurden Einsprachen eingereicht; diese werden derzeit von der lokalen Baukommission geprüft. Parallel dazu wird der Quartiergestaltungsplan bereinigt. Für die Realisierung brauche es laut Mitteilung sowohl einen rechtsgültigen Quartiergestaltungsplan als auch eine Baubewilligung.
«Der Verein arbeite weiterhin mit der Baukommission, der Gemeinde Andermatt und den zuständigen kantonalen Behörden zusammen», heisst es in der Mitteilung.
Organisation und Zusammenarbeit
Laut Communiqué steht der Verein in engem Kontakt mit den involvierten Stellen: der Baukommission, der Gemeinde Andermatt sowie den kantonalen Behörden. Konkrete Details zu den Einsprachen oder zum Umfang der Anpassungen im Quartiergestaltungsplan nennt die Mitteilung nicht. Der Verein betont jedoch seine Überzeugung, dass die Holzfigur eine «aussergewöhnliche Chance» darstelle.
Die Figur hatte bereits Aufmerksamkeit ausgelöst: Unter dem früheren Namen «Muni Max» war sie am eidgenössischen Schwing‑ und Älplerfest 2025 in Mollis präsent und hatte dort für Aufsehen gesorgt. Nun folgt die nächste Phase mit planungsrechtlichen Prüfungen.
Mögliche Auswirkungen vor Ort
Die Verschiebung beeinflusst mehrere Bereiche:
- Tourismus: Eine markante Figur am Nätschen könnte Besucher anziehen; der verzögerte Bau verschiebt mögliche touristische Effekte.
- Lokale Planung: Der Quartiergestaltungsplan muss bereinigt werden, bevor die Baubewilligung erteilt werden kann.
- Bausaison: Arbeiten in alpiner Lage sind stark von der Jahreszeit abhängig, was den Zeitplan von Projekten generell einschränkt.
Die Zusammenarbeit zwischen Verein und Behörden ist für das weitere Vorgehen zentral. Ob und in welchem Umfang Einsprachen zu Änderungen oder zusätzlichen Auflagen führen, bleibt abzuwarten.
Zeithorizont und nächste Schritte
Der Verein nennt als neuen Anlaufpunkt den Frühling 2027. Bis dahin müssen die Einsprachen von der Baukommission behandelt und der Quartiergestaltungsplan bereinigt werden. Erst wenn beide Voraussetzungen erfüllt sind, kann eine rechtsgültige Baubewilligung erteilt werden.
| Meilenstein | Status |
|---|---|
| Publikation im kantonalen Amtsblatt | Ende Juni 2026 |
| Prüfung Einsprachen | Laufend (Baukommission) |
| Bereinigung Quartiergestaltungsplan | Parallel laufend |
| Geplanter Baustart | Frühling 2027 |
Für Anwohnende, Tourismuspartner und Interessierte bleibt wichtig, die weiteren Mitteilungen der Gemeinde Andermatt und des Vereins zu verfolgen. Sobald die Baukommission den Umgang mit den Einsprachen abgeschlossen und der QGP angepasst ist, dürfte der Weg für die Baubewilligung klarer werden.
Die Debatte um Kunst im öffentlichen Raum, alpine Bauten und ihre rechtliche Vorbereitung ist nicht neu. Das Beispiel «Max der Uristier» zeigt, wie Planungsrecht, lokale Mitwirkung und die natürlichen Rahmenbedingungen zusammenwirken und Zeitpläne beeinflussen.