Interaktives Museumserlebnis für Kinder begeistert Familien in Wiener Neustadt
Die Mitmach-Ausstellung „Schmeckt’s?“ des Grazer Kindermuseums FRida & freD lockte bis zum 16. August rund 6.500 Besucherinnen und Besucher ins Museum St. Peter an der Sperr in Wiener Neustadt. Die Schau richtete sich primär an Kinder ab etwa acht Jahren und hat in den vergangenen Wochen das Kirchenschiff in einen bunten Lern- und Aktionsraum verwandelt.
Die Ausstellung bot zahlreiche Stationen, an denen Kinder Lebensmittel, Herstellungsprozesse und Essgewohnheiten praktisch erkunden konnten. Zu den Aktionen gehörten unter anderem:
- Palatschinken zubereiten und falten,
- gemeinsames Kochen mit Anleitungen im Stil von Fernsehköchen,
- Kuchen backen an Mitmach-Stationen,
- Eier sortieren zur Unterscheidung von Produkten,
- Striezel flechten als handwerkliche Aktivität.
Die Veranstalter betonten, dass die Ausstellung nicht nur Unterhaltung bieten, sondern auch zum Nachdenken über eigene Essgewohnheiten anregen sollte. Im Mittelpunkt stand die Botschaft, dass Nahrung und Esskultur unterschiedlich sind und individuell betrachtet werden müssen: „Jeder Mensch is(s)t anders – und das ist gut so!“, heißt es in der Veranstaltungsbeschreibung.
„Dass Wissen gerne spielerisch entdeckt wird, zeigen uns die mittlerweile jährlich stattfindenden Mitmachausstellungen in unserem Museum ganz deutlich. Auch die Ausstellung ‚Schmeckt’s?‘ ist bei unseren kleinen Besucherinnen und Besuchern sehr gut angekommen, wie die Bilanz zeigt. 6.500 gingen auf eine kulinarische Reise und lernten das Thema Essen auf eine ganz andere Art und Weise kennen. Gratulation dem Museumsteam und an ‚FRida & freD‘ für die tolle Kooperation“, so Bürgermeister Klaus Schneeberger und Kulturstadtrat Franz Piribauer.
Bedeutung für das Museum und die städtische Kulturarbeit
Für das Museum St. Peter an der Sperr bestätigt die Besucherzahl den Stellenwert partizipativer Formate in der regionalen Kulturarbeit. Die „Mitmach“-Ausstellungen der vergangenen Jahre werden in der Bilanz als erfolgreich bezeichnet, weil sie Familien anziehen und Bildung spielerisch vermitteln. Solche Formate stärken das Profil des Hauses als Ort, an dem Kulturvermittlung nicht nur vermittelt, sondern erlebt werden kann.
Die Kooperation mit FRida & freD aus Graz ermöglichte, ein bereits bewährtes Konzept in Wiener Neustadt zu zeigen. Für Eltern und Pädagoginnen beziehungsweise Pädagogen bot die Schau eine Möglichkeit, Kinder in Handlungssituationen über Lebensmittel und Ernährung sprechen zu lassen und damit Lernprozesse zu initiieren, die über reine Wissensvermittlung hinausgehen.
Folgen und Ausblick
Konkrete Folgeveranstaltungen oder Termine für ähnliche Kooperationen wurden von Seiten des Museums in der vorliegenden Berichterstattung nicht genannt. Klar ist jedoch, dass die positive Resonanz als Argument für weitere interaktive Angebote dienen kann. Partizipative Ausstellungen bedeuten zusätzliche Arbeit für das Museumspersonal und erfordern logistische Planung — die Besucherzahlen dürften aber helfen, Fördergespräche und Programmplanungen zu untermauern.
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Ausstellungsname | „Schmeckt’s?“ (FRida & freD) |
| Veranstaltungsort | Museum St. Peter an der Sperr, Wiener Neustadt |
| Besucher*innen | rund 6.500 |
| Letzter Tag | 16. August |
Für Wiener Neustadt zeigt das Gastspiel, wie Kulturangebote Kinder und Familien erreichen können. Solche Ausstellungen schaffen Steckbriefe für nachhaltige Kulturarbeit: sie sind Bildungsangebot, Freizeitangebot und tragen zur Sichtbarkeit des Museums in der Stadtgesellschaft bei. Das Museum St. Peter an der Sperr bleibt damit ein relevanter Ort für niedrigschwellige, partizipative Kulturvermittlung in Wiener Neustadt.