Die Stadt Wien hat am Donnerstagnachmittag vor manipulierten SMS-Nachrichten gewarnt, die derzeit in der Stadt kursieren. Die Kurznachrichten suggerieren, ein Antrag auf Wohnbeihilfe sei eingegangen, und fordern die Empfängerinnen und Empfänger auf, über einen Link weitere Schritte vorzunehmen. Dieser Link führt jedoch nicht auf eine offizielle Seite der Stadt Wien.
Stadt kündigt rechtliche Schritte an
In einer Aussendung stellte die Stadt klar, dass es sich um Fake-Nachrichten handelt und die SMS nicht von der Stadt stammen. Die Magistratsbehörde teilte mit, bereits Schritte einzuleiten, um gegen die Urheber der Nachrichten vorzugehen. Konkrete Details zu den rechtlichen Maßnahmen wurden in der Mitteilung nicht genannt.
Woran man die Betrugs-SMS erkennt
Die Stadt Wien nennt drei Hinweise, die auf einen Betrugsversuch hindeuten:
- Man erhält eine Mitteilung über einen angeblichen Wohnbeihilfe-Antrag, den man nicht gestellt hat.
- Die SMS enthält einen Link, der nicht auf eine offizielle Wien-Website verweist.
- Die Nachricht fordert dazu auf, über den Link weitere Angaben zu machen oder Schritte vorzunehmen.
Die Stadt betont, dass Anträge auf Wohnbeihilfe ausschließlich über die offiziellen Service-Angebote der Stadt abzuwickeln sind. Informationen und Formulare sind auf wien.gv.at verfügbar.
Konkrete Verhaltensregeln bei Erhalt einer verdächtigen SMS
Die Stadt empfiehlt Betroffenen folgende Maßnahmen:
- Nicht auf den Link klicken.
- Keine persönlichen Daten eingeben.
- Die SMS löschen.
Falls bereits auf den Link geklickt oder Daten angegeben wurden, rät die Stadt zu umgehenden Sicherheitsmaßnahmen. Dazu zählt insbesondere die Kontaktaufnahme mit der eigenen Bank, wenn finanzielle oder kontobezogene Daten betroffen sein könnten.
"Die Stadt Wien stellt klar: Bei der SMS handelt es sich um eine Fake-Nachricht. Sie stammt nicht von der Stadt Wien."
Kontaktmöglichkeit bei Fragen
Bei Unsicherheiten können Betroffene die Wohnbeihilfenstelle der Stadt Wien telefonisch erreichen. Die angegebenen Erreichbarkeiten lauten:
| Stelle | Telefon | Öffnungszeiten |
|---|---|---|
| Wohnbeihilfenstelle der Stadt Wien | 01 4000-74880 | Mo–Mi, Fr: 7:30–15:30; Do: 7:30–17:30 |
Die Stadt weist darauf hin, dass nur über die offiziellen Kanäle der Stadt Wien Anträge gestellt oder Auskünfte eingeholt werden sollten.
Kontext: Phishing bleibt verbreitet
Phishing-Angriffe per SMS (sogenanntes Smishing) nutzen oft aktuelle Dienstleistungen oder staatliche Leistungen als Vorwand, um Benutzer zum Klick auf manipulierte Links zu bringen. Auch wenn die Stadt in der Mitteilung keine weiteren Zahlen nennt, sind solche Angriffe bei digitalen Diensten regelmäßig zu beobachten und können für Betroffene weitreichende Folgen haben, etwa Identitätsdiebstahl oder finanzielle Schäden.
Für Wienerinnen und Wiener heißt das: Misstrauen ist ein guter Schutz. Formulare und Auskünfte sollten direkt über die bekannten, offiziellen Portale der Stadt eingeholt werden — nicht über Links in ungefragten Nachrichten. Wer sich unsicher ist, kann die oben genannte Servicenummer anrufen und den Vorgang prüfen lassen.
Die Stadt Wien arbeitet laut Mitteilung daran, die Verantwortlichen rechtlich zu verfolgen. Bis dahin bleibt Vorsicht geboten: Eine einzelne SMS kann genügen, um Daten preiszugeben — und die Folgen tragen die Betroffenen.
Im Zweifelsfall empfiehlt sich auch eine Meldung bei der eigenen Bank und gegebenenfalls eine Anzeige bei der Polizei, insbesondere wenn bereits sensible Daten übermittelt wurden.