Langjährige Partnerschaft praktisch gelebt
Die Verbindung zwischen der Feuerwehr Schöneck-Kilianstädten (Hessen) und der Feuerwehr in Traiskirchen besteht seit über 55 Jahren und wurde am vergangenen Wochenende durch einen Besuch der hessischen Kameradinnen und Kameraden erneuert. Eine 14-köpfige Delegation reiste nach Niederösterreich, um gemeinsam mit der Traiskirchner Wehr das partnerschaftliche Verhältnis zu pflegen.
Die Partnerschaft, die zuletzt unter anderem durch die Namensgebung „Traiskirchen-Platz“ gegenüber dem Gerätehaus sichtbar gemacht wurde, ist nach Angaben der Organisatoren von gegenseitigem Respekt und regelmäßigen Begegnungen geprägt. Ziel der Fahrten sei nicht nur Kameradschaftspflege, sondern auch fachlicher Austausch und gemeinsames Erleben von Kultur und Geschichte.
Programm: Feuerwehr, Stadtblick und Parlament
Die Delegation, begleitet vom Kommandanten Oliver Stocker und dem Partnerschaftsbeauftragten Martin Otto, startete nach der Ankunft mit einer Führung durch die Feuerwache Favoriten in Wien. Dort erhielten die Gäste Einblick in die Arbeit einer Großstadtwache und bekamen anschließend von einer ausgefahrenen Drehleiter einen weiten Blick über die Wiener Innenstadt.
- Führung durch Feuerwehr Favoriten
- Ausblick von der Drehleiter über Wien
- Besuch des Sisi-Museums in der Hofburg
- Besichtigung des Parlamentskomplexes mit Sitzen im Plenarsaal
- Abschluss beim Heurigen mit regionalen Spezialitäten
Ein weiterer Programmpunkt war das Sissi-Museum in der Hofburg, das Einblicke in die Habsburger-Geschichte vermittelte. Zudem stand eine Visite im Gebäudekomplex, der Nationalrat und Bundesrat beherbergt, auf dem Plan; die Gäste durften dabei sogar kurz auf den Sitzen der Abgeordneten Platz nehmen. Solche Erlebnisse verbinden nach Auffassung der Veranstalter historischen und politischen Kontext mit persönlichem Austausch.
„Es war so toll bei Euch, Vielen, vielen Dank. Nächstes Jahr sehen wir uns in Schöneck wieder. Servus, macht´s guad.“
Gemeinsame Stunden beim Heurigen als sozialer Kitt
Dass nach einem intensiven Besichtigungsprogramm der Hunger kommt, sah die Gruppe pragmatisch: Beim Heurigen genossen die Besucher einheimische Schmankerl und Wein. Solche gemeinsamen Mahlzeiten gelten in beiden Ländern als wichtiges Element, um Kontakte zu vertiefen und informelle Gespräche zu führen.
Die kurze Aufenthaltsdauer wurde von den Gästen bedauert; dennoch überwog der Wunsch, die Tradition fortzusetzen. Die Rückkehr im nächsten Jahr nach Schöneck sei bereits angekündigt worden, hieß es in der Mitteilung der Gastgeber.
Bedeutung für Traiskirchen
Für Traiskirchen steht die Partnerschaft exemplarisch für gelebte europäische Nachbarschaft auf kommunaler Ebene: Sie fördert das ehrenamtliche Engagement, ermöglicht fachlichen Austausch zwischen Feuerwehren und trägt zur Sichtbarkeit der Gemeinde über die Region hinaus bei. Die Initiative, einen öffentlichen Platz nach der Partnergemeinde zu benennen, zeigt ferner, dass die Verbindung in Traiskirchen nicht nur innerhalb der Wehr, sondern in Teilen der Bevölkerung verankert ist.
Konkrete Folgeaktivitäten wie gemeinsame Übungen, Erfahrungsaustausch zu Einsatztaktiken oder Jugendarbeit wurden in der Mitteilung nicht genannt. Die Fortsetzung der Begegnungen ist jedoch geplant, wobei die nächste Zusammenkunft in Schöneck stattfinden soll.
| Datum | Programmpunkt |
|---|---|
| Ankunft | Führung Feuerwehr Favoriten |
| Tag | Besuch Hofburg/Sissi-Museum |
| Tag | Visite Parlament (Nationalrat/Bundesrat) |
| Abschluss | Heurigen-Besuch |
Fotos zur Begegnung wurden von den Veranstaltern als Pressemitteilung übermittelt. Die Partnerschaft zwischen Traiskirchen und Kilianstädten bleibt ein Beispiel für langjährige, grenzüberschreitende Verbundenheit, getragen von Freiwilligen beider Seiten.