ÖVP setzt auf Stadtrat Julian Geier als Spitzenkandidat
Der Stadtparteivorstand der Klagenfurter ÖVP hat am 10. September 2026 einstimmig Stadtrat Julian Geier als Bürgermeisterkandidat für die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl 2027 nominiert. Die Entscheidung fiel nach Angaben der Partei ohne Gegenstimme; die Nominierung wurde vom Kärntner Landesparteiobmann und Landeshauptmannstellvertreter Martin Gruber unterstützt.
Geier begründete seine Kandidatur mit dem Wunsch nach einem politischen Neuanfang für die Landeshauptstadt. Er kritisierte die vergangenen Jahre als von Budgetproblemen, politischen Auseinandersetzungen und mangelnder Umsetzungskraft geprägt und forderte eine Politik, die funktioniere und konkrete Lösungen liefere. Als Ziele nannte er ein wirtschaftlich starkes, familienfreundliches Klagenfurt mit Perspektiven für junge Menschen und betonte, dass Leistung sich wieder lohnen müsse.
„Ich trete an, weil ich überzeugt bin, dass Klagenfurt mehr kann als das, was wir derzeit erleben.“
Landesparteiobmann sieht Geier als Impulsgeber
Martin Gruber lobte Geier als „den richtigen Kandidaten“, um die Volkspartei in Klagenfurt zu stärken und neue Impulse zu setzen. Gleichzeitig übte er deutliche Kritik an der aktuellen Entwicklung der Landeshauptstadt. Seinen Worten zufolge müsse Klagenfurt stärker seiner Rolle als Verwaltungs-, Wirtschafts-, Bildungs- und Veranstaltungszentrum Kärntens gerecht werden; die Bevölkerung verdiene mehr, als die derzeitige Stadtpolitik biete.
Als erstes gemeinsames Projekt präsentierten Geier und Gruber Pläne für die Bahnhofstraße. Diese Straße heiße als Verbindung zwischen Hauptbahnhof und Innenstadt eine zentrale Bedeutung zu, so die beiden ÖVP-Vertreter, sie sei in den vergangenen Jahren jedoch in Teilen vernachlässigt worden.
- Kandidat: Julian Geier (Stadtrat)
- Unterstützung: Martin Gruber (Kärntner Landesparteiobmann, LH-Stv.)
- Wahlziel: Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl 2027
- Erstes Projekt: Bahnhofstraße (Verbindung Hauptbahnhof–Innenstadt)
Kontext und Bedeutung für Klagenfurt
Die formelle Nominierung setzt die ÖVP in Klagenfurt frühzeitig in Stellung für den Wahlkampf 2027. Für die Stadt bedeutet das eine Konkretisierung der politischen Konstellation: Mit Geier stellt die ÖVP einen etablierten Stadtrat ins Rennen, der sowohl die lokalen Belange als auch den Anspruch auf eine stärkere Position der Stadt innerhalb des Landes betont. Die Unterstützung durch den Landesparteiobmann signalisiert zudem, dass die Partei auf Landesebene Ressourcen und Rückenwind bündeln will.
Für die Wählerinnen und Wähler in Klagenfurt sind mehrere Fragen relevant: Welche konkreten Maßnahmen plant Geier für die Verbesserung der Innenstadt und der städtischen Finanzen? Wie will die ÖVP junge Menschen für die Stadt gewinnen und zugleich städtische Dienstleistungen sichern? Und in welcher Form werden andere Parteien und mögliche Koalitionspartner auf die Kandidatur reagieren? Die Vorstellung konkreter Projektideen, etwa zur Bahnhofstraße, zeigt, dass die ÖVP die Debatte um Stadtentwicklung und Lebensqualität in Klagenfurt in den Mittelpunkt stellen möchte.
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| 10. September 2026 | Stadtparteivorstand nominiert Julian Geier einstimmig |
| 2027 | Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl |
Die Nominierung markiert einen ersten Schritt in einem nun beginnenden Wahlkampfzyklus. Bis zur Wahl bleiben Fragen zur Budgetplanung, konkreten Projektumsetzungen und möglichen Partnern offen. Entscheidend wird sein, ob die ÖVP mit ihrem Programm ausreichend Vertrauen zurückgewinnen kann, um die von Geier skizzierten Ziele umzusetzen.
Die nächsten Monate werden zeigen, wie die übrigen Parteien in Klagenfurt auf diese Personalentscheidung reagieren und welche inhaltlichen Gegenentwürfe sie anbieten. Konkrete Projektpläne und eine klare Finanzstrategie werden für alle Parteien zentral sein, wenn es darum geht, die Wählerinnen und Wähler von der Zukunftsvision für Klagenfurt zu überzeugen.