Die Stadt Klagenfurt hat eine umfangreiche Sanierungsoffensive für ihren Gemeindewohnungsbestand gestartet. Klagenfurt Wohnen nimmt nach Angaben der Stadtverwaltung rund 150 Wohnungen in den Blick. Die Maßnahmen betreffen Wohnungen unterschiedlicher Größe und Ausstattung und werden an mehreren Standorten in der Stadt umgesetzt.
Standorte und Umfang
Betroffen sind demnach Wohnhäuser unter anderem in der Fischlsiedlung, in der St. Ruprechter Straße, in der Völkermarkter Straße, in der Pischeldorfer Straße sowie in der Kempfstraße. Nach Abschluss der Arbeiten sollen die Wohnungen wieder zur Vergabe bereitgestellt und vermietet werden; die ersten Einheiten sollen bereits in den nächsten Wochen verfügbar sein.
Welche Arbeiten sind geplant?
- Erneuerung von Fußböden
- Sanierung von Bädern und WC-Anlagen
- Instandsetzung und Neugestaltung von Wänden
- Berücksichtigung barrierefreier Wohnungen
Die Bandbreite der zu sanierenden Einheiten reicht von Garconnièren über Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen bis hin zu Vier-Zimmer-Wohnungen. Die Stadt betont, dass bei der Planung auch barrierefreie Umbauten berücksichtigt werden.
Finanzierung und Mietpreis
Konkrete Summen der Investition wurden in der Mitteilung nicht genannt. Als Orientierung gibt die Stadt an, dass der Mietpreis für städtische Wohnungen bei rund 3 Euro pro Quadratmeter liege. Nach Abschluss der Sanierungen sollen die Wohnungen wieder an Interessentinnen und Interessenten vergeben werden.
| Fakten | Angabe |
|---|---|
| Anzahl betroffener Wohnungen | ~150 |
| Standorte (Auswahl) | Fischlsiedlung, St. Ruprechter Straße, Völkermarkter Straße, Pischeldorfer Straße, Kempfstraße |
| Mietpreis (Orientierung) | ~€3 pro m² |
„Leistbarer und qualitativ hochwertiger Wohnraum muss den Menschen zugutekommen, die ihn wirklich dringend benötigen. Eine schöne, moderne und leistbare Wohnung ist mehr als vier Wände und ein Dach über dem Kopf – sie bedeutet Sicherheit, Lebensqualität und ein Stück Zuhause. Deshalb investieren wir gezielt in unseren bestehenden Wohnungsbestand“,
so Vizebürgermeister und Wohnungsreferent Patrick Jonke, der die Initiative angekündigt hat.
Folgen für Mieterinnen und Mieter sowie Perspektiven
Für bestehende Mieterinnen und Mieter bedeuten Generalsanierungen meist temporäre Umstellungen: Entweder Umquartierungen während der Arbeiten oder Sanierungsphasen in Etappen. Die Mitteilung nennt keine Details zu Ersatzmaßnahmen, zu zeitlichen Abläufen einzelner Bauphasen oder zu sozialen Schutzvorkehrungen für Haushalte mit geringem Einkommen.
Die Stadtkommunikation betont, die Offensive sei Teil einer langfristigen Strategie, den städtischen Wohnungsbestand nachhaltig zu verbessern und zu erhalten. Der Vizebürgermeister kündigte an, die Sanierung weiterer städtischer Wohnungen auch künftig voranzutreiben.
Welche Auswirkungen die Offensive auf die Wohnungsvergabe in Klagenfurt kurz- und mittelfristig haben wird, hängt von mehreren Faktoren ab: dem tatsächlichen Tempo der Sanierungen, der Zahl der gleichzeitig verfügbaren Einheiten und den Kriterien bei der Vergabe nach Abschluss der Arbeiten. Interessierte Wohnungswerberinnen und -werber sollten die Veröffentlichungen von Klagenfurt Wohnen und der Stadt Klagenfurt beobachten, um Informationen zu konkreten Angeboten und Vergabeverfahren zu erhalten.
Die Stadt stellte ein Fotomaterial über die geplanten Maßnahmen zur Verfügung (StadtKommunikation / Hude), ohne jedoch weitergehende technische Details oder Zeitpläne für die einzelnen Standorte zu nennen.