Sanierungen starten, Barrierefreiheit und Betriebskosten im Fokus
Der Schulgemeindeverband Hermagor hat nach mehreren Jahren der Planung und Verhandlungen mit der Kärntner Landesregierung die Finanzierung für umfangreiche Baumaßnahmen an den Mittelschulen des Bezirks gesichert. Laut Mitteilung des Verbandes konnten rund drei Millionen Euro an zusätzlichen Mitteln für Sanierungen organisiert werden; insgesamt sind Investitionen in der Größenordnung von vier Millionen Euro genannt worden. Die Bauarbeiten wurden bereits im Juni begonnen.
Im Zentrum der Maßnahmen steht die Generalsanierung der Turnhalle der Mittelschule Hermagor. Das Projekt soll die Sportinfrastruktur für Schule und Vereine nachhaltig modernisieren und zugleich die Betriebskosten senken.
- Investitionssumme Turnhalle Hermagor: 3,5 Millionen Euro
- Sanierung Ganztagsschulbereich Kötschach-Mauthen: rund 250.000 Euro
- Weitere Mittel: etwa drei Millionen Euro zusätzlich durch Verhandlungen mit dem Land
Was genau geplant ist
Bei der Turnhalle in Hermagor wird der in die Jahre gekommene Verbindungsbau zwischen den beiden Hallenteilen erneuert. Die Umkleidebereiche werden saniert und erweitert, um den aktuellen Anforderungen zu entsprechen. Ein deutlicher Schwerpunkt liegt auf der Barrierefreiheit: Geplant sind die Installation eines Aufzugs und die Errichtung eines Treppenliftes, sodass der Zugang zur Sporthalle künftig für alle uneingeschränkt möglich ist. Zusätzlich werden beide Turnsäle einer umfassenden thermischen Sanierung unterzogen; auch die Dacheindeckung wird vollständig erneuert. Durch diese Maßnahmen werden laut Projektplan die Betriebskosten nachhaltig reduziert.
In Kötschach-Mauthen wird die bisher im Rathaus angesiedelte Ganztagsschule in die Musikmittelschule übersiedelt. Ziel ist eine funktionale, wirtschaftliche und flexible Umnutzung vorhandener beziehungsweise wenig genutzter Räume. Das Vorhaben wird gemeinsam mit der Marktgemeinde umgesetzt; die Investitionssumme wird mit rund 250.000 Euro angegeben.
„Mit der Modernisierung entstehen zeitgemäße Sport- und Bewegungsräume für die Schule und die Vereine“, teilte der Schulgemeindeverband mit. Vzbgm. Gerald Kubin und Bgm. Josef Zoppoth zeigten sich erfreut über den Baufortschritt.
Welche Folgen haben die Maßnahmen lokal?
Die Arbeiten haben mehrere direkte Effekte für die Region:
- Verbesserung der Unterrichts- und Trainingsbedingungen für Schülerinnen und Schüler sowie Sportvereine.
- Erhöhte Zugänglichkeit durch barrierefreie Maßnahmen, was die Teilhabe für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen verbessert.
- Langfristige Einsparungen bei Energie- und Betriebskosten durch thermische Sanierungen und neue Dacheindeckungen.
Die Fertigstellung der Turnhallen-Sanierung in Hermagor ist für den Verlauf des kommenden Jahres geplant. Konkrete Zeitpläne für einzelne Bauphasen und mögliche Einschränkungen im Schulbetrieb wurden in der Mitteilung nicht im Detail aufgeführt; hierzu laufen laut Schulgemeindeverband weitere Abstimmungen mit den betroffenen Schulen und Vereinen.
| Projekt | Beschreibung | Investitionssumme |
|---|---|---|
| Turnhalle Mittelschule Hermagor | Verbindungsbau erneuern, Umkleiden erweitern, Aufzug/Trappenlift, thermische Sanierung, Dacheindeckung | 3,5 Mio. Euro |
| Ganztagsschule Kötschach-Mauthen | Umsiedlung aus dem Rathaus in die Musikmittelschule, Umnutzung vorhandener Räume | rund 250.000 Euro |
Die Investitionen kommen nicht nur den Schülerinnen und Schülern zugute: Viele Vereine nutzen Räume in den Mittelschulen, sodass die Modernisierungen auch das Vereinsleben im Bezirk stärken dürften. Der Schulgemeindeverband betont in der Mitteilung, dass mit der Kombination aus Sanierung, Barrierefreiheit und energetischer Erneuerung eine nachhaltige Verbesserung der Infrastruktur angestrebt wird.
Weitere Details zu Kostenaufteilung, Zeitplan für einzelne Bauabschnitte und möglichen Ersatzräumen für den Schul- und Vereinsbetrieb sollen in den kommenden Wochen auf kommunaler Ebene bekanntgegeben werden. Beteiligte lokale Vertreter, darunter Vzbgm. Gerald Kubin und Bgm. Josef Zoppoth, beobachten den Baufortschritt aufmerksam und zeigen sich positiv gegenüber dem Projektverlauf.
Die Modernisierungsprojekte sind ein konkretes Beispiel dafür, wie regionale Bildungsinfrastruktur mit Landeszuschüssen und kommunaler Kooperation erneuert werden kann. Für die betroffenen Gemeinden und Nutzergruppen bleibt die genaue Umsetzung in den nächsten Monaten zentral.