Die Stadt Klosterneuburg meldet den überraschenden Tod von Traude Balaska. Die langjährige Gemeindepolitikerin und frühere Ortsvorsteherin von Weidlingbach verstarb in der Nacht auf Montag. Erst am 16. August hatte sie ihren 82. Geburtstag gefeiert. Traude Balaska war seit Jahrzehnten eine feste Größe im öffentlichen Leben der Gemeinde und galt vielen als Motor für das Miteinander in ihren Vierteln.
Stationen und Engagement
1944 geboren, war Balaska seit 1964 in Weidlingbach beheimatet. Ihr kommunalpolitisches Engagement begann formal 1995, als sie in den Gemeinderat gewählt wurde. Insgesamt wirkte sie 18 Jahre als Gemeinderätin, einige Jahre davon als Umweltgemeinderätin. Von 2013 bis 2023 bekleidete sie das Amt der Ortsvorsteherin für Weidlingbach und Scheiblingstein und schrieb damit Geschichte als die erste Frau in einer Ortsvorstehung in Klosterneuburg.
| Amt | Zeitraum |
|---|---|
| Gemeinderätin (inkl. Umweltgemeinderätin) | ab 1995, insgesamt 18 Jahre |
| Ortsvorsteherin Weidlingbach / Scheiblingstein | 2013–2023 |
Konkrete Beiträge für das Ortsleben
Balaska setzte sich in vielfältiger Weise für die Gemeinschaft ein. Zu ihren Initiativen und Erfolgen zählen unter anderem:
- die Organisation und Förderung gemeinsamer Veranstaltungen wie Grätzelfest, Maibaum-Umschneiden und Neujahrsempfänge,
- die Verbesserung der lokalen Infrastruktur, etwa durch Maßnahmen zur Internetversorgung und den Kanalausbau,
- die Entwicklung eines Ortswappens und die Förderung des städtischen Zusammenhalts,
- jahrelange Betreuung der wöchentlichen Treffen und Reisen der Seniorinnen und Senioren sowie die Organisation von Ehrungen zu Hochzeits- und Geburtstagsjubiläen.
Durch diese Aktivitäten trug sie maßgeblich dazu bei, dass die Ortsteile Weidlingbach und Scheiblingstein enger zusammenrückten. Ihr Ansatz, das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen, wurde innerhalb der Gemeinde vielfach gewürdigt.
„Mit Traude Balaska verlieren wir eine außergewöhnliche Kommunalpolitikerin und Persönlichkeit, die sich über Jahrzehnte mit großer Herzlichkeit für die Bewohnerinnen und Bewohner Klosterneuburgs einsetzte. Menschen zu vernetzen und zusammenzubringen stellte sie stets in den Mittelpunkt ihres Handelns. Ihre Verbundenheit zur Stadt, den Bürgern und der Politik war beispielhaft, ihr Engagement bleibt unvergessen.“ — Bürgermeister Christoph Kaufmann
Auswirkungen auf die Gemeinde
Der Tod Balaskas hinterlässt eine Lücke im sozialen und politischen Leben von Klosterneuburg. Viele der von ihr initiierten Angebote, etwa die Seniorenarbeit und die regelmäßigen Gemeindeveranstaltungen, sind zu festen Bestandteilen des lokalen Zusammenlebens geworden. Die Stadtverwaltung und lokale Vereine stehen nun vor der Aufgabe, diese Strukturen zu erhalten und Verantwortungen neu zu verteilen. Gleichzeitig wird ihr Wirken Anlass für Rückblicke und Danksagungen sein, wie schon die Worte des Bürgermeisters zeigen.
Informationen zu Abschiedsfeiern oder offiziellen Gedenkveranstaltungen liegen derzeit noch nicht vor. Die Stadt Klosterneuburg wird voraussichtlich in den nächsten Tagen weitere Details kommunizieren.
Traude Balaska bleibt vielen Bewohnerinnen und Bewohnern von Weidlingbach und Scheiblingstein als engagierte Ansprechpartnerin und verlässliche Organisatorin in Erinnerung. Ihr jahrzehntelanges Wirken hat das gemeinschaftliche Leben vor Ort nachhaltig geprägt.