Amar Dedić wechselt von Benfica Lissabon zu Newcastle United und unterschreibt am Tag seines 24. Geburtstags einen Vertrag bis 2031. Für den ehemaligen Salzburg-Verteidiger überweisen die „Magpies“ laut Klubangaben eine Ablöse von rund 35 Millionen Euro an Benfica.
Wiedersehen mit Jaissle als Schlüsselfaktor
Ein wesentlicher Beweggrund für den Transfer war das Wiedersehen mit Matthias Jaissle, dem früheren Trainer aus der Zeit in Österreich. Dedić spielte unter Jaissle bereits in der Jugend und im Profibereich, später standen beide gemeinsam in Salzburg unter Vertrag. Jaissle hatte sich danach ins Ausland orientiert und unter anderem Al-Ahli in Saudi-Arabien trainiert.
„Es ist ein besonderes Gefühl und eine Ehre bei Newcastle zu sein. Ich bin sehr froh und kann es kaum erwarten, für den Klub und die Fans zu spielen. Mit Jaissle wieder arbeiten war natürlich ein großer Faktor für mich. Wir kennen uns gut, er weiß, was ich auf dem Platz leisten kann und ich bin froh, wieder unter ihm spielen zu können.“
Konkrete Zahlen und Verteilung
Der Transfer hat direkte finanzielle Folgen für mehrere österreichische Klubs durch solidarische Ausbildungszahlungen. Nach Informationen des Transferdeals erhalten
- der FC WAC und Sturm Graz jeweils rund 180.000 Euro,
- Red Bull Salzburg etwas mehr als 1 Million Euro.
| Posten | Betrag |
|---|---|
| Gesamtablöse (laut Newcastle) | ~35 Mio. Euro |
| Vertrag bis | 2031 |
| Solidaritätszahlung Salzburg | etwas mehr als 1 Mio. Euro |
| Solidaritätszahlung WAC | ~180.000 Euro |
| Solidaritätszahlung Sturm Graz | ~180.000 Euro |
Sportliche Vorgeschichte
Der 24-jährige Dedić, in Zell am See geboren, begann seine Karriere im Umfeld des Red-Bull-Fußballsystems: In der Saison 2020/21 bestritt er 14 Spiele für den FC Liefering, damals unter dem deutschen Cheftrainer Matthias Jaissle. Zwei Jahre später folgte eine erfolgreiche Spielzeit mit dem FC Red Bull Salzburg, in der beide gemeinsam die österreichische Meisterschaft gewannen und zudem die Gruppenphase der Champions League erreichten.
Folgen für die österreichische Klublandschaft
Der Transfer zeigt erneut, wie Talente aus Österreich über Zwischenstationen in den großen europäischen Markt gelangen und dabei nachhaltig Gelder in das heimische Fußballgefüge zurückfließen lassen. Die Solidaritätszahlungen belohnen Ausbildungsvereine für ihre Rolle in der Entwicklung des Spielers und sorgen für Einnahmen, die insbesondere für Nachwuchsarbeit und Infrastruktur verwendet werden können.
- Sportlich: Dedić erhält in Newcastle eine Plattform in einer der weltweit prominentesten Ligen und trifft dort auf seinen früheren Coach.
- Finanziell: Salzburg profitiert mit mehr als 1 Million Euro, kleinere Klubs werden mit rund 180.000 Euro bedacht.
- Entwicklungspfad: Transfer unterstreicht Rolle österreichischer Ausbildungsarbeit als Sprungbrett zu Topklubs.
Für Dedić beginnt mit dem Wechsel eine neue Etappe: Ein langfristiger Vertrag in der Premier League bietet sportliche Perspektive, zugleich stellt die Ablöse den wirtschaftlichen Wert seines bisherigen Werdegangs unter Beweis. Für die beteiligten österreichischen Klubs bedeutet der Deal eine willkommene Einnahmequelle, die direkt der Nachwuchsarbeit zugutekommen kann.
Die Vorstellung des Spielers beim Verein und weitere Details zum Einsatz in der laufenden Saison sind von Newcastle zu erwarten, sobald die formellen Abläufe abgeschlossen sind.